Mein Kind – Selbstständig und Selbstbewusst! Aber wie? Teil.1

Hallo ihr lieben

Auf Nachfrage wird sich der heutige Blog um Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit drehen, eins meiner Lieblingsthemen. Doch zuerst mal wollen wir den Begriff genauer anschauen:

Selbstbewusstsein ist ein Begriff, der in mehreren Fachdisziplinen verwendet wird. Nach allgemeiner Auffassung ist dieser Begriff zuerst in der Philosophie definiert worden. Er spielt aber auch in der Soziologie, Psychologie und Geschichtswissenschaft stets eine bedeutende Rolle. Der Begriff Selbstbewusstsein hat mehrere Bedeutungsebenen. Es gibt ein Selbstbewusstsein des Individuums, aber auch ein kollektives Gruppenselbstbewusstsein.

Zum einen wird darunter das aktive durch innere Denkvorgänge herbeigeführte Erkennen der eigenen Persönlichkeit verstanden (Selbsterfahrung, englisch „self-awareness“). Die Frage: „Wer oder was bin ich?“ kann als Ergebnis dieses Denkvorgangs beantwortet werden. Auch eine passive Zuschreibung, die Attribuierung durch andere denkende Lebewesen der Gruppe, führt zum Erkennen und Definieren der eigenen Person bzw. Persönlichkeit, dem Selbstkonzept.

Zum anderen beschreibt „Selbstbewusstsein“ etwas, was im Englischen „self-confidence“ oder „self-assurance“ heißt. „confidence“ heißt „Vertrauen, Zuversicht“; „assurance“ heißt „Gewissheit, Sicherheit, Vertrauen“. Ein selbstbewusster Mensch verspürt diese vier Dinge in so starkem Maße, dass er seiner Zukunft relativ[1] optimistisch, angstfrei, sorglos und unbekümmert entgegengeht. Das ist der Selbstwert.

Allgemein wird Selbstbewusstsein als „das Überzeugtsein von seinen Fähigkeiten, von seinem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt” definiert.[2]

Quelle: Wikipedia

Doch warum scheitern so viele Eltern bei der Erziehung diesbezüglich? Ich werde versuchen es an einem kleinen Beispiel zu erklären: Stellen wir uns jetzt kurz eine allseits bekannte Situation vor. Sagen wir mal ein 3. jähriges Kind und seine Mutter. Morgens, kurz bevor sie das Haus verlassen wollen. Das Kind soll sich die Schuhe anziehen. Die Mutter hat es eilig. Da das Kind natürlich Werte wie Zeit nicht so gut im Griff hat wie die Erwachsenen, trödelt es rum. „Jetzt komm, ich helf dir, das dauert ja ewig und wir sind spät dran!“ „Nein, ich will das alleine machen, lass mich! ICH WILL DAS MACHEN, HÖRST DU??“  Die Mutter zieht dem Kind schliesslich die Schuhe unter Protest des Kindes an und schleift es zur Haustüre.

Das ist eins der vielen Beispiele, die Kinder blockieren Selbstständig zu werden. Die Ungeduld der Eltern, nimmt dem Kind die Erfahrung es selbst zu tun, es zu lernen und daran zu wachsen. „Hilf mir es selbst zu tun“ ist der Leitfaden der den Eltern immer wieder in Gedächtnis gerufen werden sollte, er ist auch der Leitsatz der Montessoripädagogik. Also Hilfe zur Selbsthilfe. Einleuchtend oder?

http://www.montessori-deutschland.de/fileadmin/freigabe/dachverband/PDFs/Mo-Konzept_m_Bildern_B.Stein.pdf

Denn wie soll ein Kind Selbstständig werden und daraus Selbstbewusst aufwachsen wenn Erwachsene ihm ständig alles abnehmen? Siehe Helikopter Eltern und ihre Folgen. Wie soll er lernen, dass es auf sich und seine Fähigkeiten bauen kann, wenn alles im Keim erstickt wird? Wie ich ein Kind lernen zu laufen, wenn es ständig getragen wird?  Ihr versteht hoffentlich auf was ich hinaus möchte. Sicher braucht man jede menge Geduld, aber auf lange Sicht gesehen, ist es für die Eltern und vor allem für das Kind das Beste. Vorrausgesetze man möchte ein Selbstbewusstes, Selbstständiges Kind, versteht sich. Agression und Frustration gehört nun mal zum Lernprozess, das müsst ihr nun mal aushalten liebe Eltern. Doch wie stolz ist das Kind wenn es zum ersten Mal etwas alleine geschafft hat? Sehr!

Einen ganz tollen Bericht von Dr. med. Andrea Schmelz mit praktischen Tipps findet ihr hier. Auch kann man sich auf der Seite für einen Newsletter zum Thema eintragen:

http://www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/kind-stark-selbstbewusst/art/tipp/so-wird-ihr-kind-selbststaendig.html

Und ich kann mich der Meinung der Erziehungsberaterin Sarah Renold nur anschliessen. Sie rät:

  • Loben, loben, loben! «Toll, Jonas, dass du es gleich nochmal versucht hast!», oder «Danke, Laura, dass du den Tisch so schön gedeckt hast!» Lob lässt Kinder buchstäblich grösser werden. Geben Sie Belohnungen für Dinge, bei denen Ihr Kind sich grosse Mühe geben muss.
  • Reden Sie bei jeder Gelegenheit mit Ihrem Kind: Beim Spielen, Anziehen, Einkaufen. Antworten Sie auf Warumfragen mit einer Gegenfrage: «Was denkst denn du, wo die Sonne in der Nacht ist?». Das zeigt Interesse an seiner Sicht der Dinge. Ihr Kind fühlt sich ernst genommen.
  • Beziehen Sie Ihr Kind in alle Arbeiten im und ums Haus ein. Erteilen Sie kleine Aufgaben, aber immer nur eine aufs Mal. Mit der Zeit darfs auch ein festes Ämtli sein: Katzen füttern, Tisch decken, Salatsauce zubereiten.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind zur Selbstständigkeit: Im Laden selber um einen Ballon bitten oder seine Glace bezahlen. Geht noch nicht? Kein Problem: Machen Sie es diesmal noch gemeinsam.
  • Hängen Sie Zeichnungen, Basteleien und andere Werke Ihres Kindes auf: im Wohnzimmer, beim Eingang oder auch im Gäste-WC – das macht stolz.
  • Heben Sie die guten Eigenschaften Ihres Kindes hervor. Wenn Ihr Kind ständig Schlechtes über sich hört, fühlt es sich bald als ganze Person ungeliebt. Vorsicht bei Telefonaten: Kinder hören mit.

Quelle: Familienleben.ch

Denn wie sagte Goethe einst: “ Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzel und Flügel.“

Lob, Anregung, Kritik? Schreibt mir: M.Poppins@gmx.ch

Bis bald,

eure Nanny Anny

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