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Über Qualifikationen, der Mamipolizei oder „Nannys sind doch keine Pädagoginen!“

Gestern meinte eine Mutter zu mir in einem Familienforum:
„Seit wann ist eine Nanny eine Pädagogin? Und was befähigt dich einen Kurs über Kommunikatin mit Kindern zu geben? Da steht, dass du im Kindergarten, Krippe und als Nanny gearbeitet hast, nicht aber deine Qualifikation!“

 

Liebes Mami

Eventuell bist du (und deine Freundinnen, die dich anfeuerten) gestern mit dem falschen Fuss aufgestanden, und sehr wahrscheinlich hast Du Dir nicht mal die Mühe gemacht, meinen Blog zu lesen oder den Link zum Kurs anzuklicken. Die Fragen, würden sich Dir nämlich nicht stellen. Ich werde nie verstehen können, wie man etwas verurteilen kann, was man weder kennt, noch erfahren hat. Aber gut, ich werde meine Qualifikationen und meine Person offener legen und meine Positionen in den jeweiligen Institutionen. Und ja, sorry gell, die Zeugnisse und Referenzen werde ich nicht einscannen. Datenschutz und so, ihr werdet das sicher verstehen.

Qualifikationen:

 

Praktikum Kindergarten und Hort – Obdachlosensiedlung Schafhof, Nürnberg

Ausbildung – Montessori Kindergarten, Nürnberg

Ich bin alleine 2007 in die Schweiz gekommen, war knapp ein Jahr alleine in Spanien und kam anschliessend retour.

Erfahrungen die ich in der Schweiz sammeln durfte:

Krippe: Stellv. Krippenleitung, Gruppenleitung (Nursery Teacher)

Erfahrung mit Leitung einer Babygruppe 3 Mon. – 1.5 Jahren

Kinder von 1.5 – 3 Jahren

Kinder von 3 bis Kindergartenalter

Alle Positionen in der Schweiz  als englisch sprechende Fachkraft, mit Anleitung von Praktikanten und Lehrlingen.
Als Nanny habe ich Mütter begleitet mit ihren Neugeborenen, war Mothershelp in den ersten Monaten bis es in die Krippe ging, Nacht und Notfall Nanny, bin mit Familien gereist, hatte auch eine Live In Position und habe Kinder betreut, gefördert und gepflegt vom ersten Tag an bis 12 jährig. Knapp ein Jahr war ich auch in Spanien und habe dort u.a als Animateurin mit Kinder gearbeitet.

Seit 2014 bin ich als Nanny in Zürch für ein Grundschulkind und ein Kleinkind verantwortlich. Ausserdem  seit knapp 2. Jahren jeden Donnerstagabend zum babysitten bei einem kleinen Jungen. Seit Juli 2016 betreue ich Mittwochs Neugeborene Zwillinge.

Ein wenig medizinisches Wissen konnte ich mir 1.5 Jahre im Wochenenddienst, neben meiner 100% Beschäftigung als Gruppenleitung in einer Krippe bei den SOS Ärzten als Operator, der Patientendaten aufnahm und Einsätze koordinierte, aneignen. Ich war dort Schnittstelle zwischen Ärzten, Institutionen, Krankenhäusern, Hausärzten, Polizei und Apotheken. Weil ich neugierig bin, lernen wollte, Dinge ausprobieren wollte und will.

Um besser Administrativ unterwegs zu sein, habe ich neben meiner 100% Tätigkeit als Gruppenleitung in einer Krippe (immer Samstags, 1. Jahr lang)  das Bürofachdiplom erworben. Und im Anschluss daran die Weiterbildung  zur Sachbearbeiterin Personalwesen (Montagabends, auch 1.Jahr lang ) bestritten. Beides bestanden, wohl gemerkt.

Weil ich engagiert war, weil ich das Beste für mein Team und die Einrichtung wollte.

Ich engagiere ich mich ehrenamtlich für Flüchtlinge und gebe Deutschunterricht im Durchgangszentrum Winterthur. Momentan habe ich ca. 21 Schüler in 2. Gruppen.
Und was mich befähigt einen Kurs über Kommunikation mit Kindern zu geben? Wohl die Tatsache, dass ich seit 1999 mit Kindern  UND den Eltern arbeite. Ich strebe ausserdem auch den dipl. Erwachsenenbilder an, mit Edupol Zertifikation.

Anmerkung: SVEB 1 zur Kursleiterin dieses Jahr erfolgreich absolviert. (Stand 30.08.2016)

Ich studiere seit Dez 2015 (Fernstudium) an der Deutschen Autoren Akademie literarisches schreiben und beschäftige mich allgemein sehr viel mit Kommunikation, Lyrik, Psychologie, Menschliche Entwicklung in jeglicher Hinsicht. Auch mit Physik und der Frage woher wir kommen, aber dazu später.

Ich glaube also schon, dass ich sehr wohl Fähigkeiten habe, die mich befähigen zum Thema „Kommunikation mit Kindern“ einen kostenlosen (!) Kurs zu geben. Es ist ja nicht so, als würde ich Diplome oder Zertifikate ausstellen, denn dazu bin ich noch nicht befähigt. Das habe ich aber so auch nie angeboten, sondern 2.5 Stunden meiner wertvollen Zeit, mit Kaffee, Tee und Kuchen, einem kleinen Vortrag und einem, hoffentlich regen Austausch. Nicht mehr, nicht weniger.

Einem Koch ist man doch auch nicht böse und fragt nach seiner „Befähigung“ wenn er einem kostenlos seine Rezepte zur Verfügung stellt, die Zutaten einkauft, seine Zeit und sein persönliches Geld opfert, nur damit man besser kochen lernt, oder?

In meiner Freizeit schreibe ich gern Gedichte, Kurzgeschichten, besuche Symposien, interessiere mich für Quanten- und Astrophysik, gerade ist ein 2.ter Besuch in Cern geplant und lerne gerade Französisch. Das wäre dann meine 5.te Sprache die ich sprechen kann, wobei mein Spanisch noch mehr Übung bräuchte 😉  Ausserdem betreibe ich noch einen weiteren Blog.  Er erscheint wöchentlich bei Ron Orp, einem Stadtmagazin für Zürich, der andere bei Edition F, einem Onlinemagazin mit Sitz in Berlin und bei der Huffington Post Deutschland & dem Schweizer Sende City Channel 1;  weitere Projekte sind gerade in Planung.

Ich gehe gern zum Sport, Wellnessen, koche und backe gerne und sehr fein, interessierte adden mich auf Facebook,  dort gibt es einen tieferen Einblick in die Nanny Welt. Im Moment arbeite ich für 3. Familien und strebe, wenn die Kinder grösser bzw. die Familien die Kinder in die Krippe/Kindergarten geben, sind ein Studium als Sozialpädagogin an.

Gerade absolviere ich die Fortbildung  ,Birkenbihl-Master®. Denn in manche Schuhe, muss man erst reinwachsen. Ich wäre nun bereit für den nächsten logischen Schritt.

Also liebes Mami, liebe Frauen im Forum, kein Grund zum sauer und gehässig sein. Ich habe meine Qualifikationen nicht so  genau und öffentlich zur Schau gestellt, weil ich dachte das wäre nicht ausschlaggebend, und es würde reichen wenn da Pädagogin steht und wo ich bereits Erfahrung sammeln konnte. Näheres gab es immer auf Nachfrage oder in persönlichen Begegnungen, wie man das halt so macht. Aber es kam leider anders und dieser Text entstand. Und zum Schluss heisst es nun bestimmt: „Ah, da schau her wie sie nun angibt.“

Man kann es den Leuten halt nie recht machen.

Denn sauer seid ihr ja wegen was anderem, stimmt`s? Nur, weil ich mich erdreistet habe euch zu sagen, dass es nicht ok ist in einem Forum, öffentlich, über eine Spielgruppenleiterin ( Mit Inseratnummer, damit man sie besser findet)  herzuziehen. Denn wenn ihr alle so besorgt wärt, die ihr da mit geschimpft habt, würdet ihr die betreffende Dame melden. Weil es schliesslich auch eure Kinder sein könnten, statt die Dame öffentlich durch den Kakao zu ziehen. Oder euch aufregt, dass ich Themen kommentiere, weil ich ja anscheinend mehr Ahnung habe als ihr. <–Das war eure Wortwahl. Ja, eine Pädagogin sollte im Normalfall schon mehr Ahnung haben als die Eltern, sonst würde wohl einiges schief laufen, meint ihr nicht?

Entschuldigung…dafür ist das Forum da, zum Austausch. Wenn ihr andere Meinungen nicht akzeptieren oder ertragen könnt ohne euch zu nerven, dann macht doch euer eigenes Forum auf, wo nur Leute toleriert werden die eurem Weltbild und eurer Weltanschauung entsprechen. Euch stört anscheinend, die Wahrheit, hmm? Denn ja, ihr dürft mir glauben, mal zu nem anderen von mir kommentierten Topping, diese Pillen die dort beworben wurden und euer Interesse weckte (über hunderte Besucher des Themas), die euch eine Abnahme von x kg in kürzester Zeit versprechen, taugen wirklich nichts 😉 Ich dachte nur irgendwer sollte euch das mal unter anderm mitteilen, weil es ein Forum ist, wo Austausch von Wissen stattfindet.

 

Alles Liebe

 

Nanny Anny

Anmerkung: Die betreffende Person hat sich ehrlich und aufrichtig entschuldigt.  Danke auch an dieser Stelle noch mal für die netten Zeilen und die Offenheit. Ich freue mich auf ein friedvolles Miteinander im Forum =)

 

 

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Liebe Eltern, weniger ist in dem Fall mehr

Rund um die Uhr ist Aktion angesagt, Frühförderung, Bespassung und Berieselung, von einem Playdate zum anderen hetzen, damit sich die kleinen nur nicht langweilen. Dabei bräuchte es diese unbedingt, sage nicht nur ich, sondern auch die Kinderärztin Bettina Zuppinger in einem Interview der Zürcher Zeitung vom 21.11.2015.

Wie geht es den Kindern in dieser Stadt?

„Unsere Kinder sind extrem zugemüllt mit Angeboten. Unsere Kinder langweilen sich nie. Die Kinder der gut Situierten gehen ins Karate, ins Frühenglisch, in den Cellounterricht und ins Fussballtraining. Und viele Kinder der bildungsfernen Familien haben keine Freizeit, weil sie immer fernsehen, vor dem Computer sitzen oder gamen müssen. Die Kinderzimmer sind mit Spielsachen zugestopft. Es gibt einfach keine leere Zeit mehr. Kinder müssten sich aber langweilen dürfen, wir müssten geradezu dafür sorgen, dass sie sich langweilen. Sonst entsteht nichts Kreatives, und sie spüren nicht, wer sie eigentlich sind. Um es kurz zu machen: Unsere Kinder müssten weniger Schule, mehr Bewegung, mehr freie, unorganisierte Zeit, weniger ausserschulischen Freizeitstress haben – und es wäre vieles besser.“

Quelle und ganzes Interview: http://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/lebendig-zu-bleiben-das-waere-kein-schlechter-ansatz-ld.3177

Auch ich gerate öfters an Eltern, die meinen man müsste das Kind rund um die Uhr fördern, bespassen, bespielen und beschäftigen. Allerdings sind das die gleichen Eltern, die sich dann ein paar Jahre später darüber aufregen, dass die Jugend nichts mit sich anzufangen wüsste. Oder gar noch darüber mockieren, wenn die Kinder kleiner sind, dass man sich keine 5 Minuten mit der Freundin unterhalten könnte, da das Kind unfähig ist sich alleine zu beschäftigen. Und es sind keineswegs Bildungsfremde Personen, die diesen Zusammenhang nicht sehen. Es sind teils studierte, in Chefpositionen, wo ich mich wirklich fragen muss, warum man diesen einfach Zusammenhang nicht erkennt oder erkennen will.

Ich habe auch öfters Mamis getroffen die mit einem Kind zu Hause waren doch ihren Haushalt und andere Dinge nicht auf die Reihe bekommen haben. Wenn ich ihnen dann geraten habe sich etwas zu organisieren, mal ihren Tag zu strukturieren, schauten sie mich an als würde ich plötzlich Japanisch reden. Oft höre ich dann Sachen wie: „Mein Kind ann sich nicht alleine beschäftigen und der Gleichen. Ich kann ja nicht mal 10 Minuten die Füsse hoch heben. Ich ertrage es nicht, wenn sich mein Kind langweilt und jammert.“ Ja, woher kommt das nur und was macht man da bloss?

Oft beobachte ich auch Mütter auf dem Spielplatz die ihren Kindern im Sandkasten was vorspielen, anstatt sich mal zu entspannen und auf die Bank zu setzen und zu schauen was passiert. Wie soll denn Phantasie entstehen wenn alles vor – und bespielt wird? Wie soll ein Kind lernen sich alleine zu beschäftigen, wenn es dauernd animiert wird? Auch sehr belustigend ist der krasse Gegensatz zu den Eltern die ich gerade beschrieben habe. Die Eltern nämlich denen es gar nicht schnell genug gehen kann bis sich die Kinder selber beschäftigen können. Da las ich doch in einem Forum die Woche die Frage einer besorgten Mama: „Meine Tochter ist nun 3 Monate alt und mag nicht eine Minute alleine spielen, wie ist das bei euch?“ Na ja, mit 3 Monaten konnten wahrscheinlich die wenigsten von uns diesen Anforderungen entsprechen.

Ich habe auch für eine Familie gearbeitet in der es eine Förderung nach der anderen gab. Das Mädchen war damals in der ersten Klasse und hatte jeden Tag Programm von 8-18 Uhr. Als sie dann endlich Ferien hatte, dachte ich es sei eine gute Idee mal einen Tag auszuspannen, im Garten zu spielen und Muffins zu backen. Mal runterkommen von dem ganzen Alltagsstress. Denn ein 10 Stunden Tag bzw. eine 50 Stunden Woche geht auch uns Erwachsenen an die Nieren. Oh, wie sollte ich mich täuschen. Ich bekam den Rüffel meines Lebens in der Arbeit, von der Mutter, warum wir den ganzen Tag nichts unternommen hätten. Sie drückte mir Geld in die Hand (keine Peanuts, richtig viel Geld) mit den Worten: „Ich möchte dass ihr jeden Tag was unternehmt. Museum, Ausflüge, Zoo, das Kind soll sich ja schliesslich nicht langweilen in den Ferien!“ Joa, also ging der Stress für das Kind weiter. Wir hatten zwar eine gute Zeit und es lebte sich sehr schön die 3 Wochen, doch Erholung sieht für das Kind anders aus.

Das Schweizer Eltern Magazin Fritz Fränzi hat auf Youtube einen ganz tollen Kanal, der dieses Thema vor ein paar Wochen aufgegriffen hat. Super erklärt und animiert, schaut doch rein:

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und haltet Ausschau, evtl läuft man sich ja über den Weg, denn Nanny Anny ist auf Promotiontour rund um Zürich und Winterthur. Uuuund..es hat noch Plätze für den Kurs: Richtig kommunzieren mit Kindern. Auch ohne Mitgliedschaft auf der Plattform, könnt ihr euch direkt über mich anmelden.

http://www.wissenstausch.ch/de/kurs/detail/richtig-kommunizieren-mit-kindern/

Tipps, Kritik, Lob, Anregungen? Hier oder unter: M.Poppins@gmx.ch

Eure Nanny Anny

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Die Welt verändern

Warum es jetzt nichts bringt mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern es an der Zeit ist, die Ärmel hochzukrempeln und die Welt zu verändern.

Wir alle haben voller entsetzen gesehen, was in den letzten  Wochen in der  Welt passiert ist. Ob Beirut oder Paris, der Terror ist allgegenwärtig. Die Zeitungen sind voll damit, die Nachrichten sowieso und jeder hat es sich zur Aufgabe gemacht, Eltern aufzuklären, wie man Kindern am besten den Terror in der Welt erklärt. Ich lag nun drei Tage krank im Bett und habe mir den Kopf zerbrochen um was es diese Woche gehen soll. Einfach so weitermachen wie zuvor, als wäre nichts gewesen, schien mir falsch. Das Thema noch mal aufzugreifen, was hunderte andere Blogs, Zeitungen und andere Medien in der Woche taten, erschien mir Sinnbefreit.

Also entschied ich mich über das Gute zu schreiben. Und wie man die Welt verändert. Wo fängt man damit nur an, in der Welt, in unserem Haus, in unseren Familien?“ Ein einzelner kann nicht die Welt verändern“,  viele die ich kenne haben mir diesen Satz schon vor den Latz geknallt. Ja, das schon nicht, doch wenn jeder, der diesen Satz gesagt hat, mal bei sich anfängt, dann in seinem Umfeld usw, dann wären wir schon nicht mehr nur einer oder zehn, sondern Millionen.

Wie wäre es, wenn wir unseren Kindern Vorleben, dass Ausländer nicht böse sind? Und ihnen beibringen jedem so unvoreingenommen wie möglich zu begegnen? Zu helfen, anstatt weg zu sehen?Mit-statt Gegeneinander. Dafür müssten wir als Vorbild dienen und es dem Kind vorleben! Wie wäre es, z.B. unseren Kindern zu zeigen, wie in anderen Kulturen Weihnachten gefeiert wird? Oder was man dort isst, wie man lebt? Mal ein Flüchtlingsheim besuchen? Der Oma gegenüber einen Teller Plätzchen backen? Oder bei den Einkäufen helfen? Sich als Kind, mal von dem Freund aus der Schule zeigen lassen, wie sie zu Hause leben, was dort wichtig ist! Gerade der Austausch mit anderen Kulturen hilft die Vorurteile abzubauen und fördert ein Miteinander. Es gäbe 1000 und 1 Möglichkeit.

Wir leben einem Wohlstand, der uns so einiges erlaubt, vor allem aber erlaubt er uns einen grosszügigen Blick über den Tellerrand. Diese Jahr, mal bei lokalen Geschäften kaufen, anstatt bei den grossen Ketten. Oder Zeit schenken, anstatt materiellem. Sich darauf besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Es bringt nichts, auf irgendwelche Veränderungen zu warten, darauf zu waren, dass irgendwer, irgendwas macht. Oder Politiker zu beschimpfen, wie es heutzutage Gang und gäbe ist. Wir, Du und ich, jeder einzelne  muss bei sich anfangen. Es vorleben, damit sich morgen etwas tut. Denn in kleinen Schritten ändert man die Welt.

Be the change you want to see in the world. Mahatma Ghandi

Bis nächste Woche, Nanny Anny

Lob, Kritik, Anregungen? Hier oder direkt unter: M.Poppins@gmx.ch

Nur noch 8 Plätze beim Kurs, sichere dir heute noch deinen Platz! Entweder gleich bei mir:M.Poppins@gmx.ch oder über die Webseite, falls du selber Kurse geben möchtest  http://www.wissenstausch.ch/de/Kurs/Detail/richtig-kommunizieren-mit-kindern/

Dieser Beitrag erscheint auch bei Edition F (Berlin)

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Dein Kind- der Wutzwerg!

Letztens in einem beliebigen Forum für Eltern:

Mama geht mit Papa und Kind, 4 Jahre alt einkaufen. Kind hat keine Lust auf das, bockt dem entsprechend rum, fängt irgendwann an zu schreien, dass kein gutes zu reden mehr Hilft. Es lässt sich von Papa durch den Supermarkt im Einkaufswagen schieben, während Mama die Lebensmittel rein packt und das Gebrülle des Kindes ignoriert. Da erdreistet sich eine Frau zur Mutter zu sagen: „Gehen sie doch bitte mit dem Kind raus bis es sich beruhigt!“ Mutter natürlich nun auch Wutentbrannt, fängt Diskussion an und schildert diese, aus ihrer Sicht, unmögliche Gegebenheit dem besagten Forum. Nun sind die Lager wie immer gespalten. Was würdet ihr tun? Verständnis haben für die Eltern und das Kind oder doch für die Frau, die sich durch das Geschrei belästigt fühlt?

Auch wenn ich Kinder liebe und sie meine Berufung sind, muss ich euch sagen: Ich verstehe die Frau, die sich belästigt fühlt nur all zu gut. Es braucht keine 2. Erwachsene um einen Einkauf zu tätigen und warum meinen gewisse Eltern auch, dass jeder ihren trotzigen Spross und seine Eskapaden ertragen muss? Ich bin nicht kinderfeindlich, auf gar keinen Fall. Doch habe ich und viele andere das Recht, in Ruhe einkaufen zu können, oder im Restaurant, Cafe, Tram usw zu sitzen. Dem Kind tut man ja auch keinen Gefallen, wenn man es mitschleift gegen seinen Willen, und ihn den genervten Blicken der Mitmenschen bei seinem Wutanfall aussetzt, oder seh ich da etwas falsch?

Es ist auch ok, dass Kinder ihre Trotzphasen ausleben, doch darf man nicht erwarten, dass andere Menschen es tolerieren müssen. Kurz das Kind rausnehmen, denn auch das Kind ist mit der Wut überfordert, nicht nur die Erwachsenen. Das Kind seine Wut ausleben lassen, ihm mitteilen dass man da ist. Verständnis zeigen für die Wut, wenn sich das Kind beruhigt hat, in den Arm nehmen und trösten. Wutanfälle sind für beide Seiten richtig anstrengend, doch sie gehören einfach dazu. Man darf sich auch nicht von anderen verunsichern lassen, wenn man sich eine Auszeit gönnt vor dem Supermarkt, oder wo auch immer. Denn immer mehr Mütter lassen sich durch andere, durch doofes Glotzen oder sonst was unnötig verunsichern oder schämen sich für die Kinder.

Das Babycenter hat ein paar wertvolle Tipps zusammen gestellt, die auch ich so nur empfehlen kann:

„Versuchen Sie gar nicht erst, mit Ihrem Kind vernünftig zu sprechen. Während eines Wutanfalls verliert Ihr Kind sprichwörtlich den Verstand – Vernunft hat jetzt keine Chance.“

Schreien Sie nicht zurück. Wut steckt an. Es kann gut sein, dass Sie mit jeder Minute, die Ihr Kind länger brüllt, selbst ärgerlicher werden. Bleiben Sie ruhig. Sollten Sie auch ausflippen, dann wird Ihr Kleines – just in dem Moment, wenn es selbst ruhiger wird – den Ärger in Ihrer Stimme wahrnehmen. Das reicht, um einen neuen Wutausbruch anzufachen.“

Lassen Sie nicht zu, dass sich Ihr Kleines für einen Wutausbruch bestraft (oder belohnt) fühlt. Ihr Kind sollte nicht das Gefühl haben, dass die Wutanfälle, unter denen es selbst leidet, irgendetwas beeinflussen können – weder im negativen noch im positiven Sinne. Falls Ihr Kind einen Wutausbruch bekommt, weil es nicht in den Garten durfte, dann bleiben Sie auch hinterher dabei. Und falls Sie vor dem Koller einen schönen Spielplatzbesuch geplant hatten, dann gehen Sie auch zum Spielplatz, sobald sich Ihr Kind beruhigt hat.“

Fassen Sie Ihr Kind wegen eines drohenden Wutanfalls nicht mit Samthandschuhen an. Viele Eltern fürchten, dass Ihre Kinder gerade an öffentlichen Plätzen vor Wut losbrüllen könnten. Lassen Sie Ihr Kind diese Sorgen niemals spüren! Vielleicht nehmen Sie Ihr Kleines nicht gerne mit in den Supermarkt, weil es dort zwar keine Süßigkeiten, dafür aber einen Wutausbruch gibt? Vielleicht geben Sie, wenn Sie Besuch haben, bei Süßigkeiten schneller nach – weil auf ein Verbot ein Koller folgen könnte? Ihr Kind merkt sich das sehr schnell! Sobald Ihr Kleinkind versteht, dass seine plötzlichen unkontrollierbaren Wutausbrüche positive Auswirkungen auf Ihr Verhalten haben, lernt es, halb-freiwillige Wutausbrüche zu forcieren – ein typisches Verhalten für Vierjährige, die nicht altersgemäß erzogen wurden.“

Des weiteren wird beschrieben, dass es wirklich nur eine Phase ist:

„Ihr Kleinkind wird heranwachsen, größer und stärker werden und es kann schließlich die Dinge besser bewältigen. Das bedeutet, dass der Alltag weniger frustrierend für Ihr Kind sein wird. Es weiß und versteht inzwischen mehr. Deshalb gibt es auch nicht mehr so viele beängstigende neue Dinge in seiner Welt. Und wenn Ihr Kind nicht mehr so viel Angst hat, braucht es auch nicht mehr so viel beruhigende Rückversicherung von Ihnen. Nach und nach lernt Ihr Kleines flüssiger zu sprechen – nicht nur über das, was es sieht, sondern auch über das, was es denkt und sich vorstellt. Sobald Ihr Kind das kann, helfen manchmal auch tröstende und ermutigende Worte und Ihr Kleines ist vielleicht nicht mehr auf ständigen körperlichen Trost angewiesen. Sprache hilft, zwischen Realität und Fantasie zu unterscheiden. Sobald Ihr Kind alt genug dafür ist, wird es verstehen, dass viele der schlimmsten Ängste nichts mit dem realen Leben zu tun haben, und dass viele Verbote, die Sie aussprechen, vernünftig sind.
Ihr Kleinkind ist auf dem besten Weg, ein vernünftiger und kommunikativer Mensch zu werden. Geben Sie ihm nur ein wenig Zeit.“

„Kleinkinder haben es nicht leicht: Sie befinden sich in einer Achterbahn der Gefühle und schaukeln hin und her zwischen Angst und Wut. Eltern haben es auch nicht leicht: Denn sie versuchen, ein ausgeglichener fester Bezugspunkt zu sein – und das während der rasanten emotionalen Kleinkind-Achterbahnfahrt. Aber die Zeit arbeitet für uns! Wenn Ihr Kind erst einmal ins Vorschulalter kommt, dann hat es schon einen großen Teil der Verwandlung geschafft.“

Quelle und ganzer Bericht:
http://www.babycenter.de/a9744/wutanf%C3%A4lle-bew%C3%A4ltigen

Also liebe Eltern, tiiiiiiief Luft holen, Geduldig sein und dem Wutzwerg seine Plattform bieten, die es braucht, allerdings auch mit ein wenig Rücksicht auf die Umwelt. Viele Wutanfälle lassen sich aber auch durch Aufmerksamkeit dem Kind gegenüber, Mitspracherecht des Kindes und Einfühlungsvermögen seitens der Erwachsenen vermeiden.

Hier berichtet eine Mutter von ihrem Wutzwerg und wie dieser lernte mit seiner Wut umzugehen: http://wundertolles.de/dem-wutzwerg-aus-der-wut-helfen/

Kritik, Lob, Anmerkungen hier unter dem Blog oder unter: M.Poppins@gmx.ch

Bild: Dorothee Wolters

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende

Nanny Anny

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Richtige Kommunikation mit Kindern – Der Kurs

Ja, richtig gelesen, es wird bald einen Kurs geben zum Thema:

Richtig kommunizieren mit Kindern!

Ich habe da nämlich eine ganz tolle Plattform im Internet entdeckt, dass Wissen gegen Wissen tauscht aber auch alle anderen sind willkommen. Ich finde die Idee absolut toll und unabhängig vom Budget. Denn jeder hat doch ein paar Talente oder Wissen, dass er mit anderen teilen kann um dann wiederrum was Neues zu lernen. (Falls jemand gut in Mathematik ist, ich würde dann gern mal zu dem Kurs kommen!) Also, ich enthalte euch den Link nun nicht länger vor:

www.wissenstausch.ch

Kommunikation liegt mir sehr am Herzen, denn das Prinzip wäre ja eigentlich ein leichtes, doch manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, reagiert emotional, wird laut oder weiss gar nicht mehr was sagen vor lauter Überforderung.

Zu oft habe ich nämlich beobachtet wie Erwachsene mit Kindern Kommuniziert haben und mich ernsthaft gefragt: „Hmm, bei dem Ton und der unklaren Anweisung? Da hätte ich als Kind auch keine Lust drauf und würde gar nicht verstehen was der Erwachsene von mir will.“

Auch Eltern, die sich wundern, warum ihre Kinder nicht „Bitte“ und „Danke“ sagen, scheinen mir sehr suspekt, zumeist sie diese Zauberwörter selber nicht benutzen. Niemand tut das aus bösem Willen, oder mit einer bösen Absicht und mir ist schon bewusst, dass es die perfekten Eltern nicht gibt.

Doch denke ich, den meisten ist das nicht so ganz bewusst, wie man mit Kindern redet, dass sie es auch verstehen. Oder nicht missverstehen. Denn auch wenn Kinder antworten können und das recht flüssig ab einem gewissen Alter, werden sie oft mit kleinen Erwachsenen verwechselt, die sie nun mal nicht sind.

Im Kurs soll erläutert werden:

Was ist Kommunikation denn überhaupt? Ist es nur das gesprochene Wort, oder gehört noch viel mehr dazu? Wieviel bekommen kleine Babys schon mit? Was Verstehen sie, wie kommuniziert man mit ihnen?

Die Stimme als Instrument? Was bedeutet das? Wie setze ich meine Stimme ein? Warum laut werden keine Lösung ist!

Eine Nachricht- 4 Aspekte?

Und einiges mehr aber schaut doch selber rein:

http://www.wissenstausch.ch/de/kurs/detail/richtig-kommunizieren-mit-kindern/

Der Kurs ist und bleibt kostenlos. Denn von guter Kommunikation, profitieren nicht nur ich, sondern vor allem auch Eltern und Kinder. Wissen sollte keine Frage des Budgets sein!

Anmeldungen zu meinem Kurs bitte über diesen Link:

http://www.wissenstausch.ch/de/neues-konto/2e61a5da1c

oder direkt unter der Emailadresse: M.Poppins@gmx.ch

Die Platzzahl ist auf 15 beschränkt, Eintritt nur mit Anmeldung, danke für euer Verständnis. Bei hoher Nachfrage wird der Kurs wiederholt, ab Frühjahr ist auch einer in Winterthur geplant, auch in englischer Sprache. Wissenstausch.ch ist auch an der Pfäffikermesse http://pfaeffikermaess.ch/ vom 12-15 November vertreten. Mich wird man dort am Sonntag den 15.11 antreffen.

Ich freue mich auf euch =)

Nanny  Anny