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Wenn das Glück dich doppelt trifft

Die Geburt eines Kindes ist aufregend, anstrengend und stellt das bisherige Leben auf den Kopf. Wie sieht es aber aus, wenn das Glück einen doppelt trifft? Sarah von Mamani bloggt wird uns heute einen kleinen Einblick gewähren. Danke Sarah für deinen Beitrag und allen Eltern die mitgemacht haben. Heute vor genau 6. Monaten entstand mein erster Beitrag =)  Hach..wie die Zeit vergeht!

Da saß ich nun, lädiert und etwas überfordert im Sessel. Soeben kam ich nach 8 Tagen Klinik mit meinen neugeborenen Zwillingen bei meiner Mutter an, wo wir die ersten Wochen bleiben sollten. Die Mäuse schliefen in meinem alten Kinderzimmer, das meine Mutter als Überraschung in einer Nacht und Nebelaktion in ein supersüßes Babyzimmer verwandelt hatte. Noch war ich allein in der Wohnung und so konnte ich erstmal in aller Ruhe heulen. Hormone und so. Ihr kennt das.

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Über das Stillen in der Öffentlichkeit oder: Der Untergang der Diskussion

Seit eh und je immer wieder mal ein Thema: Stillen in der Öffentlichkeit. Ja, leider und nicht nur die Gegner wissen sich manchmal nur mit einem Shitstorm zu helfen um ihren Standpunkt zu verteidigen, sondern auch die Mütter. Schade, wann genau hat der Shitstorm die Diskussionkultur abgelöst? Dass Mütter ihre Kinder stillen müssen ist soweit jedem klar und verständlich.

 

Über das wo und wie wird allerdings recht heftig diskutiert

Eine Mutter wurde letzte Woche in Berlin gebeten im hinteren Bereich des Cafes ihr Baby zu stillen, da sie sehr exponiert war an dem grossen Schaufenster, wo sie sass. Das Cafe ist auch bekannt dafür, dass es nicht so Familienfreundlich ist. Jeder Wirt hat nun mal sein Hausrecht, das es zu akzeptieren gilt. Ich gehe auch nicht in ein Familienfreundliches Lokal um mich dort über die Lautstärke zu beschweren. Gerade in dem Eck von Berlin gibt es x Cafes und familienfreundliche Betriebe.

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Interview Teil 2.

Wie versprochen kommt heute der 2.te Teil des Interviews mit Sigrid.

Sigrid blogt genau so lange wie ich, seit August 2015. Auch dir Sigrid: Herzlichen Glückwunsch zum kleinen halbjährigen Jubiläum! Sie ist Mutter von 2 Söhnen, war lange in der Elternarbeit tätig (Kindergarten, Grundschule und Gymnasium und ist nun pensioniert. Auf ihrem Blog geht es um Wandern, Reisen und Radeln. Ausserdem hat sie noch eine andere tolle Rubrik: Die Küchenplauderei. Aber schaut selbst!

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Was hatte man früher für eine Vorstellung von Erziehung? Ein Interview

Heute habe ich für euch nun den ersten Teil des Interviews mit Sigrid. 

Sigrid blogt genau so lange wie ich, seit August 2015. Auch dir Sigrid: Herzlichen Glückwunsch zum kleinen halbjährigen Jubiläum? Sie ist Mutter von 2 Söhnen, war lange in der Elternarbeit tätig (Kindergarten, Grundschule und Gymnasium und ist nun pensioniert. Auf ihrem Blog geht es um Wandern, Reisen und Radeln. Ausserdem hat sie noch eine andere tolle Rubrik: Die Küchenplauderei. Aber schaut selbst!

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Eltern, gönnt euch mal eine Pause

Heute schreibt Denise von kidzchaos  warum es so wichtig ist, sich trotz Kind nicht zu vergessen.

Gestern las ich in Jesper Juuls Kolumne einen Satz, der ein unglaublich wichtiges Thema aufgreift. Er schrieb: „Kinder brauchen nicht so viel Aufmerksamkeit wie sie fordern“.

Eltern und meistens Mütter im Speziellen neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse völlig hinter denen ihres Kindes anzustellen. Man nimmt sich kaum Zeit für die eigenen Interessen, man schläft zu wenig, selbst die eigene Ernährung steht in der Prioritätenliste eher weiter unten. Dabei haben weder wir noch unsere Kinder etwas davon, wenn wir uns jenseits unserer Belastungsgrenzen bewegen. Denn dann sind wir unzufrieden, leicht reizbar, nur noch minimal stressresistent, und krankheitsanfälliger. Außerdem haben wir bei andauerndem Schlafentzug oft permanent Kopfschmerzen und leiden an depressiven Verstimmungen.

Natürlich wollen wir zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Bedürfnisse unserer Kinder da sein. Es soll den Kleinen an nichts fehlen. Ich denke gerade bei Müttern ist dieser Wunsch zu großen Teilen hormongesteuert. Wir sind von Natur aus darauf ausgelegt uns hinten anzustellen, wenn es um unsere Kinder geht.

Allerdings ist es für unsere körperliche und seelische Gesundheit enorm wichtig, dass wir auch auf uns achten, statt nur auf andere. Es ist wichtig, dass wir uns Hobbies bewahren, denen wir gerne nachgehen. Es ist wichtig, dass wir in Zeiten, in denen das Kind einen schlechten Schlaf hat, Hilfe zulassen und in Anspruch nehmen und wenn möglich den verlorenen Nachtschlaf tagsüber nachholen. Vergesst die Wäsche oder den schmutzigen Boden! Es ist wichtig, dass wir mit dem Partner an einen Strang ziehen und uns absprechen, damit jeder seine für den Geist nötigen Kinderauszeiten wahrnehmen kann. Niemand kann völlig gelassen einen ganzen Tag mit einem schlecht gelaunten Kleinkind hinter sich bringen. Irgendwann ist die Geduld und Gutmütigkeit einfach aufgebraucht. Es ist ok als Mama (oder Papa) auch Momente zu haben, in denen man lieber ohne Kind ist. In denen man von seinem Kind genervt ist und nur noch aus der Wohnung will. Wenn mein Chaoskind einen besonders schlechten Tag hat und ich ihm nichts Recht machen kann, flüchte ich für gewöhnlich sobald mein Mann die Türschwelle überschritten hat. Mit angemessener Verabschiedung, aber ich flüchte. Ich bin davon überzeugt, dass es jeder Mutter und jedem Vater ab und zu so geht. Nur spricht es niemand offen aus, um nicht als Rabenmutter bzw. Rabenvater dazustehen. Denn natürlich kümmern wir uns alle zu 1000% aufopferungsvoll um unser Kind.

Wir sind die Lieblingsmenschen unserer Kinder.

Natürlich fordern Kinder von uns so viel Aufmerksamkeit wie sie nur bekommen können und dahinter steht keine böse Absicht. Wir sind ihre Lieblingsmenschen, sie sind gern mit uns zusammen. Am liebsten eben 7 Tage 24h täglich. Das bedeutet aber nicht, dass sie einen seelischen Schaden davontragen, wenn wir uns auch einmal Zeit für uns selbst nehmen. Ein solches Verhalten unsererseits hat auch mit Authentizität zu tun. Wir vermitteln unserem Kind, dass es ganz menschlich ist, den Wunsch zu haben, auch für sich selbst zu sorgen. Dass die eigene seelische und körperliche Gesundheit wichtig ist.

Dazu gehört unter anderem auch, dass man seinem Kind zeigen darf, wenn man überfordert, müde und energielos ist. Natürlich nie mit erhobenem Zeigefinger a la „Das ist alles deine Schuld“, aber auf diese Weise haben Kinder die Möglichkeit, den Umgang mit negativen Gefühlen zu erlernen.

Wer krampfhaft versucht die perfekte Hausfrau und Mutter zu sein, ohne sich selbst Auszeiten zuzugestehen, erleidet meiner Meinung nach in absehbarer Zeit einen Nervenzusammenbruch. Es gibt natürlich immer wieder Mütter, die einem ein schlechtes Gewissen machen, deren Wohnungen nach Museum aussehen und deren Kinder immer schön brav sind. Oder solche, die einen schräg anschauen, wenn sie einen ohne Kind antreffen nach dem Motto: „wie kannst du dein Kind nur allein (oder in meinem Fall beim Vater) lassen? Es braucht dich doch so sehr!“ (Ich übertreibe an dieser Stelle natürlich bewußt).

Es gibt nicht die perfekte Mutter, es gibt nur die ausreichend gute Mutter. Die Definition von ausreichend bestimmt jede Familie selbst.

Viel wichtiger als die perfekte Ehefrau und Mutter zu sein (das gilt natürlich auch für Ehemänner und Väter), ist es, ein ausgeglichenes, belastbares und positives Individuum zu sein. Das erreicht man, indem man sich Zeit für die eigenen Interessen nimmt.

Danke Denise für den tollen Beitrag! Ihr findet sie auch auf Facebook

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Die Rolle des Vaters

Heute gibt es einen Beitrag von einem Papa, auf den ich mich sehr freue. Danke Thommay!
Besonders gut gefällt mir, wie er schreibt, so locker von der Leber weg, aber schaut selber rein!
Gestern lief auf 3Sat der Film Elementarteilchen. Ich drücke mich um deutsche Liebeskomödien aber meine Frau kontrolliert die Fernbedienung. Manche Männer würden das nie zugeben – in der Kneipe lieber prahlen mit „Wenn Schalke spielt, hat die Alte ruhig zu sein und Bier zu holen.“ Wenn sie dann mit Bierfahne nach Hause kommen, verdrücken sie sich lieber heimlich auf die Couch, statt sich die verdiente Standpauke ihrer Frau anzuhören. Wer hat hier das Sagen? Ich gebe Entwarnung, die meisten Männer sind nicht so.
Auch der 3Sat-Film beginnt mit einer klischeehaften Szene – typisch deutsche Komödie eben – Moritz Bleibtreu alias Bruno verabreicht seinem Baby eine Viertel Schlaftablette, damit er in Ruhe weiter an seinem Manuskript arbeiten kann. Ich denke an die typischen Till Schweiger-Komödien. Mit seinem begrenzten schauspielerischen Talent bringt er 2009 in Zweiohrküken über 6 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos. Warum ist das so und warum ziehen scharenweise Frauen ihren Mann mit in den Kinosaal? Der Stern schreibt: „…weil er eine Gesellschaft propagiert, die es zum Glück nicht mehr gibt, die aber offensichtlich viele vermissen. Und nicht nur Männer…“
Weil es haufenweise solcher primitiven Beispiele in der deutschen Medienlandschaft gibt, die sich offensichtlich wunderbar kommerzialisieren lassen (Marion Bath füllt Stadien!), steht man als Vater in seiner Rolle erstmal ziemlich schlecht da. Als Vater hat man den Nachteil, dass man bei der Betreuung von Kindern erstmal aufholen muss. Geschlechterspezifisch hat die frischgebackene Mutter schon im frühen Kindheitsalter Puppen an- und ausgezogen, Papa hat im Sandkasten gebaggert. Und die Gesellschaft trichtert genau das dem jungen Vater in den Kopf ein: „Du bist eine zweitklassige Erziehungsperson!“ – Bist du nicht!
Manche Väter sehen das schnell ein. „Die Frau macht alles, kann eh besser wickeln, das Kind besser beruhigen, weiß es sowieso besser und gibt mir als Mann nen Anschiss, wenn ich was verkehrt mache. Da kann ich mich auch gleich auf meine Karriere konzentrieren. Elternzeit? Was für linke Spinner und Weicheier – für Frauenversteher.“ In meinem letzten Vorstellungsgespräch wollte der Abteilungsleiter mich damit werben: „Wenn Sie Kinder haben, dann ist dies der optimale Job für sie. Hier müssen sie oft und viel reisen und haben dann Ruhe vor dem Blag.“ Ich habe mich bedankt, das Jobangebot abgelehnt und bin zu meiner Tochter gefahren. Männer, seid ein Mann und nicht ein blöder Karrieretyp, der seine Angst bei der Kinderbetreuung zu versagen hinter einem hochpreisigem SUV versteckt. Traut Euch. Wickelt, betüdelt, schunkelt in den Schlaf – wischt die Kacke weg! Die Kinder danken es Euch. Jeder Tag wird zu einem Glückserlebnis, wenn meine kleine Tochter schon auf mich wartet wenn ich von der Arbeit komme und mich mit einem breiten Grinsen und einem liebevollen „Papa“ begrüßt wenn sich die Tür öffnet. Verdient Euch das! Dafür kann man auf 100 Kneipenabende mit Kumpels verzichten. Männer, werdet mutiger und nehmt die Verantwortung an!
Frauen, findet ihr einen nach Bier stinkenden Schalke-Fan, der einen kreditfinanzierten SUV fährt und blöde Sprüche kloppt wirklich sexier als einen fürsorglichen Familienvater? Dann geht ins Kino und schaut Euch Schweiger und Co. an, aber lasst uns Männer damit in Ruhe. Hört verdammt nochmal auf zu meckern, wenn wir etwas anders machen als ihr. Anders ist nicht falsch. Angeschnautzt zu werden, wenn man den Body verkehrt herum anzieht, die Windel eine Nummer zu groß ist oder man den falschen Brei eingekauft hat ist demotivierend und fördert den Kneipenbesucher in uns. Ihr müsst cooler werden, den Mann auch Fehler machen lassen.
Jetzt habe ich ganz schön moralapostelt. Aber mich nerven solche blöden Stereotypen im Fernsehen einfach an und noch mehr Leute die sich so oder so verhalten nur weil sie denken dies aufgrund ihres Geschlechtes so tun zu müssen. Sind dann schwule Paare vielleicht sogar die besseren Eltern? Könnte man jetzt fragen. Was soll die Diskussion? Gute Eltern sind welche, die die Herausforderung annehmen und sich liebevoll dem Kind zuwenden und ich glaube, dass dies selbst ein Till Schweiger tut und auch die meisten Schalke-Fans.
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Nun sind die Eltern dran!

Hallo ihr lieben

In 10 Tagen feiert mein Blog sein halbjähriges Bestehen. Und da dachte ich mir, ich lasse nun auch mal die Eltern zu Wort kommen. In den nächsten Tagen werde ich ein paar Gastbeiträge veröffentlichen rund ums Thema: Kind & Erziehung und Alltag!  Danke allen die mitgemacht haben für die tollen, interessanten und spannenden Beiträge. Und Danke auch euch, meinen Lesern, für die tolle Unterstützung, den Input, den Austausch, die Kritik und  vor allem für die Treue. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist!

Den Anfang macht heute  Gabriela

 

Der perfekte Tag mit meinem Kind – eine kleine Anleitung

Gibt es eine Anleitung für den perfekten Tag mit meinem Kind. So etwas wie ein Geheimrezept mit Erfolgsgarantie? Meiner Meinung nach kommt es nicht darauf an, dass man etwas ganz Besonderes macht. Vielmehr kommt es darauf an, dass man es macht. Einen Tag, wie er meinem Kind und mir gefällt. Keine Termine, keine Verpflichtungen, kein Haushalt – sondern den ganzen Tag nur Spiel, Spaß & Schabernack.

Wie sagt man so schön: Nichts muss, alles kann … Heute bin ich aufgewacht und habe gedacht: Es ist ein guter Tag für unseren perfekten Tag. Ich lasse mich nicht ablenken durch Pflichten im Haushalt, Einkäufe oder irgendwelche Termine, die sowieso warten können. Ich bin doch in Elternzeit. Deswegen widme ich heute diesen Tag voll & ganz und mit Herz & Seele meinem Kind. Gedacht, getan. Eigentlich haben wir nichts Außergewöhnliches unternommen. Aber es wurde sehr laut bei uns im Haus.

Wir haben schrill geschrien, gellend gelacht, mit voller Lautstärke gebrüllt, lauthals gesungen, kreischend gekitzelt und schallend getobt. Alle Spielzeugkisten wurden ausgeleert und ohne Sinn und Verstand in der ganzen Wohnung verteilt – und selbstverständlich blieb kein Zimmer von dieser Unordnung verschont. Die Musik wurde aufgedreht, um gemeinsam zu singen und zu tanzen. Auf dem Boden wurden wilde Krabbel-Wettkämpfe und frenetische Kuschel-Attacken ausgeführt und in der Badewanne geplanscht und gespritzt. Es wurde gekrümmelt, gekleckert und Dreck gemacht – egal, Hauptsache Spaß.

Das absolute Chaos wurde von uns perfektioniert und immer chaotischer. Doch auch ein perfekter Tag geht irgendwann zu ende – und eh wir uns versahen, war der Abend da. Mein kleiner Rabauke war so müde und geschafft, dass ihm am frühen Abend bei seinen heißgeliebten Haferflocken mit Banane die Augen zufielen. Ganz schnell und ohne Widerreden den Schlafanzug übergezogen, noch einmal ganz doll gedrückt, geknuscht und gekuschelt und ab ins Bett.

Und bereits beim Ablegen schlief mein kleiner Sohn ein – völlig zufrieden, schnarchend und mit einem kleinen Lächeln im Gesicht. Eine Anleitung für den perfekten Tag mit meinem Kind? Einfach machen! Und zwar ohne Plan und Programm, sondern mit viel Herz und Lebenslust auf Augenhöhe mit dem Nachwuchs. Und denk daran: Vergiss die Ordnung und die Pflichten – alles kann warten. Denn der perfekte Tag mit deinem Kind kann auch ein Tag sein, an den du dich – mit einem kleinen Lächeln im Gesicht – noch lange erinnern wirst.

Gabriela findet ihr auch bei  Facebook oder auf  Instagram

 

Schönes Wochenende ihr lieben, am Sonntag kommt der nächste Beitrag!

 

Nanny Anny