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„Postive Disziplin“ – die Antworten

Ich hatte euch vor einigen Tagen gefragt, was ihr euch unter „Positiver Disziplin“ vorstellt. Gerne lasse ich euch nun teilhaben, was so als Antwort kam…

Die Antworten:

„Das ergibt für mich soviel Sinn wie liebevolle Strenge (oder die mildere Variante liebevolle Konsequenz) – nämlich gar keinen. Disziplin ist für mich neutral. Wenn man etwas will, dann hat man auch die Disziplin (im Sinne von Durchhaltevermögen, Organisations- und Ordnungswillen etc.). Wenn nicht, dann nicht. Disziplin ist in meinen Augen nicht zu erzwingen, Disziplin kommt von einem selbst oder gar nicht.“

„Für mich muss das nicht unbedingt ein Widerspruch sein. Eher, dass die Disziplin, die Regeln usw nicht mit etwas Schlechtem verbunden sind. Sie führt zB zu einem guten Zusammenleben, einem schönen Miteinander, einer guten Lernatmosphäre usw….Aber wie ich es genau ausdrücken soll, fällt mir auch schwer!“

„Ich könnte mir vorstellen dass positive Disziplin die Folge von intrinsischer Motivation ist. also wenn ich aus mir selbst heraus motiviert bin etwas zu tun, bleibe ich gerne diszipliniert dabei.“

„Das sagt sich so einfach…
Disziplin die Freude macht oder was positives auslöst weil man sich zusammen nimmt

„Positiv den „inneren Schweinehund“ überwinden.  Disziplin ist bei vielen wahrscheinlich eher negativ belastet. Dabei braucht es Disziplin, um an was dran zu bleiben. Wenn ich mir das Endresultat vorstelle (positiv und lösungsorientiert), dann schaffe ich es besser Disziplin aufzubringen… Hmmm, beispielsweise stelle ich mir gerade mein fertiges Englisch-Spiel vor und kann deshalb konzentriert an der Arbeit dran bleiben (ausser grad jetzt, wenn ich Pause mache ). In der „Erziehung“ wäre das für mich auch mit konsequentem und authentischem Verhalten – gewürzt mit Humor verbunden…oder auch was sein zu lassen, was mir (oder anderen) nicht gut tut. Braucht auch Disziplin.

Aufklärung:

Schauen wir uns nun erst mal das Wort Disziplin genauer an. Die meisten von uns assoziieren das Wort mit negativen Erfahrungen, sich zusammen reissen oder Gehorsam. Diszipliniert sein, wie das schon klingt. Autoritär, streng, einfach alles andere als positiv. Ich meine, es ist schon schön, diszipliniert zu sein, ich wäre es gern in Anbetracht meines Zuckerkonsums, aber ja.

Also..laut Definition bedeutet Disziplin, das vom lateinischen kommt  „Lehre“, „Zucht“, oder „Schule“

Nun machen die Wörter Positiv und Disziplin zusammen auch mehr Sinn, oder?

Positive Lehre / Positiv Lernen

Ein Wort, wie hier, kann eben mehrere Bedeutungen haben. Wie komme ich nun aber dazu euch hier so auf die Folter zu spannen? Ich wollte einen Beitrag schreiben über  Erziehungsziele. Doch wie fängt man damit an, ohne den mahnenden Zeigefinger zu heben? Am besten, nach dem Prinzip der Positiven Disziplin. Alternativen statt Verbote. Ich werde in den nächsten Beiträgen meine Erziehungsmethoden offen legen und ein wenig erklären. Denn nach diesem Prinzip arbeite ich seit ca. 4. Jahren.

Wenn ihr nun danach googelt – es gibt kaum bis gar keine Einträge über dieses Thema in der deutschen Sprache, das meiste ist in englisch, französisch, spanisch. Ich hatte letztens einen Anruf von jemanden, KC Hill um genau zu sein,  von PeaceWorks Coaching  der u.a „Positive Disziplin“ mit seiner Frau hier in der Schweiz unterrichtet. Er hat mich darauf hingewiesen, dass es kaum Menschen gibt, der dieses tolle Thema in deutscher Sprache behandelt.  Und daran sollte man etwas ändern =)

Ich hab mich etwas geärgert, dass ich das nicht schon früher ausführlicher darüber geschrieben habe, ich hatte es nur mal kurz angeschnitten,  nun ja, das will ich nun ändern. Somit bekommt der Blog nun auch eine genaue Richtung. Hier stellen sich die beiden vor:

 

Ich werde euch die nächsten Wochen in die Welt der Positiven Disziplin einführen und auch eure Fragen diesbezüglich beantworten.

 

Schönes Wochenende,

 

Nanny Anny

 

Bild- Unsplash