Partizipation und Demokratie

Ui! Demokratie und Partizipation in meinem Nanny Blog? Ja, ihr habt richtig gelesen. Heute, inspiriert von einer Reflexion meiner lieben und langjährigen Freundin & Pädagogin Elaine entstand heute dieser Beitrag. Besten Dank nochmal auch hier, dass ich  einige Ausschnitte aus deiner Arbeit mit meinen Lesern teilen darf ❤

So was hat nun die Demokratie hier verloren?

„Demokratie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Volksherrschaft“. Das Volk sind wir, die Bürger. Jeder mündige Bürger hat das Recht mitzubestimmen was in seinem Land passiert.  Und am besten lernen wir das schon von klein auf.

Durch Partizipation!

In Kita Einrichtungen, Kindergarten, Schule und  Hort werden Kinder, im besten Fall, in die Demokratie eingeführt und darauf vorbereitet. Sie lernen dabei darüber nachzudenken was sie wollen, sich und ihre Bedürfnisse mitzuteilen und auszudrücken. Ihnen wird beigebracht zu Ihrer Meinung zu stehen, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Der Lernprozess beinhaltet auch, dass jeder eine eigene Meinung hat und jede Meinung gleichwertig zählt.

Wie gelingt Partizipation?

Partizipation ist Wertschätzung! Sich dafür interessieren was die Kinder von Dingen, Menschen und Situationen halten, mit Ihnen darüber sprechen, philosophieren und diskutieren. Die Kinder in Entscheidungen Kind-gerecht miteinbeziehen, sich ihre Meinung zu diversen Themen anhören und diese berücksichtigen. Wir sind eine Gemeinschaft, jeder hat seine Meinung, jeder hat das Recht gehört zu werden.

Partizipation braucht Zeit, natürlich ist es aufwendiger, als einfach etwas über den Köpfen der Kinder zu bestimmen. Doch genau diese Zeit ist so bereichernd für jeden einzelnen und bringt auf lange Sicht gesehen mehr Nutzen für alle.

Was möchten Erzieherinnen den Kindern mitgeben?

„Was du nicht willst das man dir tut, das füge nicht dem anderen zu“ besagt ein altes Sprichwort. Kinder müssen erst lernen, sich die Meinung anderer anzuhören und diese stehen zu lassen, ohne die eigene Meinung anderen aufzudrängen. Einige Kinder sind von Natur aus emphatisch, andere brauchen noch mehr Übung. Wir möchten ihnen bei bringen Mut zu haben, an sich zu glauben, sich etwas zutrauen, ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen kennen, diese Ernst nehmen und äußern können.

Ebenso sollen sie lernen miteinander zu verhandeln. Verantwortungsbewusstsein und Eigenverantwortlich zu handeln gehört für uns auch dazu und das lernen Kinder auch recht gut – durch gelebte Partizipation.

 

Praxisbeispiel

 

Herausforderung:

Im Hort gibt es regelmäßige Kinderversammlungen, die von den Kindern bis jetzt leider nicht gut angenommen worden sind. Wir haben schon mehrmals im Team besprochen woran es liegen kann, doch auf diese Frage fanden wir noch keine Antwort.

Lösungsansatz durch Partizipation:

In der Schule gibt es Klassensprecher, die sich für die Bedürfnisse und Anliegen der Klassenkameraden einsetzen. Die Idee, im Hort einen „Hortsprecher“ zu wählen könnte eine mögliche Antwort sein.
Mein Gedanke ist, mit den Hortsprechern Kinderversammlungen zu organisieren und veranstalten. Somit ist es eine von mir begleitete Kinderversammlung von Kindern für Kinder.  Eventuell haben die Hortkinder mehr Bezug zu den Themen einer Kinderversammlung, wenn Hortsprecher die Moderation und den Ablauf einer Kinderversammlung mit meiner Hilfe übernehmen.

 

Fazit

Wenn wir in Zukunft mündige, informierte und reflektierte Erwachsene sehen möchten, müssen wir die Kindern von heute miteinbeziehen.  Sie ernst nehmen. Sich Zeit nehmen, hinhören. Ihnen zeigen, dass auch ihre Meinung zählt, so wie, dass jede Stimme wichtig ist und  gehört werden möchte. Dass man sich mit einbringen muss, wenn sie etwas ändern möchte. Dass man Verantwortung übernehmen muss für das was man tut oder nicht tut. Für das Kind entscheiden, über seinen Kopf hinaus, weil es einfacher ist, scheint vielleicht im Moment eine schnelle Lösung zu sein, die jedoch auf Langzeitbasis enormen Schaden anrichten kann.

Wenn wir den Kindern kein Gehör schenken und alle Entscheidungen für sie übernehmen, weil wir sie lieben und beschützen möchten, geben wir ihnen keinen Freiraum sich zu entfalten. Erfahrungen zu machen. Zu erleben, dass ihre Stimme, ihre Wünsche auch zählen.  Und wir wollen doch alle später verantwortungsvolle, selbstbewusste Erwachsene sehen, mit einer eigenen, reflektierten Meinung, oder?

 

Liebe Grüsse,

 

Nanny Anny & Elaine

 

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4 Gedanken zu “Partizipation und Demokratie

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