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Hallo Herbst!

Gestern war offizieller Herbstanfang! Und obwohl ich ganz ganz grosser Sommerfan bin, versuche ich nun das beste daraus zu machen. Denn so gesehen, war der Sommer für mich lang. Sehr lang. Er fing nämlich schon auf meiner Rundreise in Italien im April an. Dort konnte man bereits auch Nachts im Kleid und Sandalen rumstreunen, während es in der Schweiz geschneit hatte. Nun wird es Zeit sich einzukuscheln, Kürbis Rezepte auszuprobieren, zu basteln und es einfach mal gemütlicher zu nehmen. Denn im Sommer war ich so gut wie nie zuhause.

Herbst in der Kita

Schön wäre es, wenn Eltern daran denken würden den Kindern Regensachen mit in die Kita, Spielgruppe oder Kids zu geben. Bitte anschreiben. Bitte. Fast jedes Kind hat die gleichen Regensachen. Ehrlich. Es ist jedes Jahr vorgekommen, dass man den Eltern jeden Tag dieses Lied hoch und runter singen musste. Das beinhaltet:

  • eine passende Regenhose
  • passende Regenstiefel
  • und ebenso eine passende Regenjacke
  • evtl Mütze und Schal

Ich wiederhole mich bewusst, mit dem „passend“, da es auch Eltern gab, die einfach davon ausgingen, dass die Sachen vom letzen Jahr ihren Kindern noch passten. Nichts ist unangenehmer als in zu kleinen Schuhen zu laufen! Zu kleine Kleidung, das wissen auch wir erwachen, ist auch mühsam.

Aktivitäten im Herbst

Für uns Nannys bedeutet der Herbst auch, dass wir uns für unsere Schützlinge ein Programm für schlechte Tage suchen müssen. Ich habe mich entschlossen mit der kleinen die Kreativ Werkstatt zu besuchen zwei mal die Woche, zusätzlich zum Singen. Auch Schifffahrten stehen auf dem Programm sowie Indoor Spielplätze. Kleinere als in Deutschland gibt es hier in den Gemeinschaftszentren der Stadt.

Im GZ kann sie malen, schneiden, kleben usw. Es kostet wenig, man muss keine Materialien kaufen, man muss sich nicht vorher anmelden und das beste: Man muss den Dreck danach nicht aufräumen. Gibt es sowas auch in eurer Stadt, oder was habt ihr euch überlegt um die langen regnerischen Tage schöner zu gestalten?

Denn klar, man kann auch noch im Herbst viel draussen machen, aber wir kennen auch Tage an dem es nonstop regnet und uns die Decke auf den Kopf fällt. Die Gemeinschaftszentren die solche Aktivitäten anbieten, geben den Kinder und uns Nannys auch die Chance andere Kinder und Nannys bzw Mütter zu treffen. Für euch zusätzlich habe ich ein paar Ideen wieder zusammen getragen, zum basteln, kochen und backen – There we go:

100 & 1 Bastelidee zum Thema Herbst

Ein schönes, sonniges Wochenende euch allen und viel Spass beim ausprobieren ❤
                                                                    
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Ich bin nicht zu Dialogen verpflichtet!

Vor allem nicht, wenn Menschen erst beleidigend sind und dann den Dialog suchen, nach Tagen. Auf 3 Kanälen trotz Ansage: Kein Bock auf deine Story, Bro! 

Das der letzte Beitrag so einen grossen Wind macht, dass  es sogar nötig wurde die Staatsanwaltschaft einzuschalten, hätte ich nicht gedacht.

Spiegelt der Blog hier nur meine persönliche Meinung. Aber gut, ich wurde als „Bipolare versnobte Göre beschimpft, die sich behandeln lassen soll“ und ich hätte „Wahnvorstellungen.“

Weil ich jemanden nicht mehr meine Zeit schenken wollte, der respektlos und unverschämt mit mir redete aber keinen Mehrwert brachte. Ich bin einfach kein Blitzableiter. Und behalte mir vor, Menschen zu sperren, wenn sie extrem nerven. Es ist im Grunde ganz einfach.

Kritik am Beitrag: Langweilig und scheisse ohne Mehrwert

Am Samstag kam der Beitrag raus, Phillip. R. meinte darauf hin mir sagen zu müssen, wie langweilig das sei. Und langweilig sei eine legitime Kritik, da Reich Rainicki das auch immer so gemacht hat. ER war ein Gott und so sieht sieht Phillip sich eventuell auch. Anders kann ich mir sein schräges Verhalten nicht erklären. Denn laut seinen Bildern ist er in der Toskana. Aber seit 4 Tagen macht er mir nur Stress. Wegen nix. Per Facebook, Email und Handy.

Keine konkrete Aussage, welchen „Mehrwert“ er sich denn wünscht, über Stunden am Samstag

Denn auf nachfragen über knapp 3 Stunden, am Samstag konnte er mir nicht wirklich sagen, welchen Mehrwert er sich gewünscht hätte, mein Beitrag sei einfach scheisse und der Blog nicht pädagogisch.

Es fehlen Statistiken, Forschungsergebnisse und überhaupt MEHR, hinter der Überschrift wurde erwartet.

Nun ja, das ist ein Blog und keine Fachzeitschrift, aber das wurde weitgehend ignoriert. „Wenn du glaubst, der Blog ist pädagogisch, dann lasse ich dich in dem Glauben“ 

Phillip, so fand ich raus, ist Maler, in Hamburg. Was er natürlich abstritt, hätte er doch Soziologie studiert, was er so heute los liess via Email. Bei seinem Verhalten wage ich das aber zu bezweifeln. Auch lügen die Einträge bei Google nicht. Wenn er die Firma nicht mehr hätte, wären die Einträge mit seinem Namen und der Firma gelöscht. Er ist doch Digitaler Nomade ausserdem…er weiss wie das mit dem löschen geht. Oder dem kommentieren…oder eben auch nicht.

Klip und Klar kommuniziert – Sorry, kein Bock auf deine Story, Phillip!

Ich sagte ihm bereits am Samstag, dass ich absolut keinen Wert auf einen weiteren Dialog lege oder auf seine Meinung, denn „scheisse“ und „langweilig“ ist für mich einfach keine Kritik, sondern eine Feststellende Abwertung.

Ich bin nicht gezwungen jemanden der mich so anspricht, weiter meine Zeit zu opfern, immer hin verschwendete ich am Samstag bereits 3 Stunden für nix.

Ich ging raus aus der Diskussion und wunderte mich auf einer Pinnwand über das Verhalten von einigen Menschen die dort kommentiert hatten, dass viele sich sehr persönlich angesprochen fühlen und deswegen auf die Barrikaden gehen.

Auch, dass man von mir erwartet, meine Meinung zu korrigieren, weil es überheblich und arrogant bei einigen ankam,  wie ich meine unmöööögliche Meinung vertreten habe. Standfest. Eine Frau kommentierte, beleidigte und dann erwartet sie respektvoll angesprochen zu werden….wie immer. Löschte dann aber ihren Kommentar.

Nun ja, Phillip kam dann bei mir auf die Facebook Seite und fühlte sich gleich von dem Post zu meinen Gedanken persönlich  angesprochen und kommentierte und verteidigte sich munter drauf los. Stunden später.

Dabei sagte er in unserem ersten Gespräch: „Deinen Blog werde ich in ein paar Stunden vergessen haben!“ Heute ist Dienstag, und er stresst immer noch deswegen rum!

Er hatte die letzen 2 Tage ein Mädel, Ava vorgeschickt, der Post war öffentlich, die in seinem Namen einen langen Beitrag postete. Sagte ihr dann höflich, dass Phillip seine Chance hatte und ich keine Beiträge von ihm sehen will. Wir hatten am Samstag 3 ganze Stunden diskutiert, um nichts. Löschte also besagten Beitrag, dann kam sie erneut:

Drohungen über Drohungen….gääähn

Phillip plant jetzt einen ANTI NANNY ANNY Blog. So nett wie ich bin, habe ich das auf meinen Seiten verkündet, ist es doch eine grosse Ehre, wenn man seinen persönlichen virtuellen Papagei bekommt,  der einem ständig widerspricht, ohne eine jegliche pädagogische Grundlage.

Denn auch, wenn er studiert hätte, habe ich einfach sehr viel Erfahrung sammeln können sie 1999. Bemerkte auch an, dass es ihm frei stehe auf dem Blog zu kommentieren, aber auf Facebook hatte ich es einfach gesehen.

Er hat schon viele Blogs, wie den meinigen gesehen!

Apropos…er hat ja auch schon viele Blogs in meinem Stil gehen und ich biete geklauten Content an. (eine weiter Verleumdung, neben den Wahnvorstellungen die er mir andichtet)  Aha. Fragte ihn dann, ob er mir denn ein paar Nanny Blogs im deutschsprachigen Raum nennen kann. Da kam er mit „viele“ um die Ecke und nannte einen sehr guten Mutter Blog. Den BESTEN. Ja, scheisse, dass ich aber einen NANNY Blog habe und keinen Mutter Blog und es sonst keine Nanny gibt, im deutsprachigen Raum die darüber schreibt. Oder ich finde bei Google einfach keine.

Heute Via Telefon und Email – Runde 4.

Heute morgen um 9 Uhr bekam ich dann von ihm ein WhatsApp mit seiner „Meinung“ die Ava mir Tage vorher schon versuchte auf die Wand zu posten. Sagte ihm erneut, kein Bedarf. Er fragte noch ob ich das auf meinem Blog posten kann, da er nicht fähig ist das zu tun. LOL. Klar. Nervt weiter, läutet die vierte Runde ein, aber eine Erwartungshaltung sondergleichen.

Es kam zum Schlagabtausch. Hab ihn dann gesperrt. Dann kam die besagte Email. Mit der Beleidigung. Und das beste…heute Abend beschwerte er sich in der Blogger Gruppe, dass er nun angezeigt wird, weil ich nicht mit „alternativer“ Kritik umgehen kann und er sich genötigt fühlt sich zu entschuldigen. Darauf hingewiesen (ich habe mehrere Accounts auf FB) konfrontierte ich ihn und andere mit Tatsachen.

Als ich dabei war Screenshots zu zeigen, da er mich nun als Frau mit Wahnvorstellungen hinstellte, wurden meine Kommentare von ihm als Spam markiert und der Beitrag gelöscht.  Auch, dass ich ihm keine Möglichkeit geben und seinen Kommentar „zensiere“ wurde bemängelt. Als würde ich ihm das schulden, lol. Bisschen seltsame Weltanschauung der Gute.

Kommissariat in Hamburg, seiner Heimatstadt

Ich informierte Phillip bereits heute morgen über diesen Schritt, wenn das nicht aufhört mit seiner Belagerung auf allen Kanälen und durch dritte. Er nannte das abwertend „sehr erwachsen“ Ja, man muss sich nicht alles bieten lassen, sorry. Ausserdem habe ich ein Leben und er einfach zu viel langweile. Da alles nichts fruchtete und besagte Email dann reinkam, weil ich 2 Screenshots von der Unterhaltung auf WhatsApp gepostet hatte..ohne die ganze Nummer zu zeigen, entschloss ich mich den rechtlichen Weg zu gehen.

Auch räumte ich ihm die Möglichkeit ein sich zu entschuldigen und bitte endlich Ruhe zu geben, was er aber ablehnte. Er drohte mir dann mit Abmahnung und ich würde mich ja verrennen und ob ich mir das leisten könnte.

600 Euro im besten falle, lass es 1000 sein. Ja. Kann ich. Ich verdiene gut in der Schweiz. Bin Single, hab kein Auto, wohne in einer WG. Er als Digitaler Nomade oder Maler, hoffentlich auch. Aber bei ihm bleibt der evtl bittere Nachgeschmack einer Verhandlung. Und ich komme gern nach Hamburg, dann kann ich mal wieder meinen Bruder sehen…ausserdem lässt sich das sicher gut einrichten, hab ja knapp 3 Monate frei – im Jahr. Bezahlt.

Und wegen was wird er mich abmahnen? Weil ich seinen ANTI BLOG promotet habe? Blogger helfen sich doch untereinander. Und es erfüllt mich eben mit Stolz, wenn sich jemand so eine Mühe macht. Weil ich öffentlich seine Attacken kommentiert habe und auf Facebook mit meinen Lesern geteilt habe? Mit seinem Klarnamen. Ja, ist klar. Soll er nur. Es ist ja auch klar ersichtlich, was er da auf meiner Wand losgelassen hat. Da hilft nun das ganze löschen und verstecken nichts.

Als ich ihm sagte, dass er evtl dann eine Vorstrafe hat, wenn es zur Verurteilung kommt, lachte er mich nur aus. Fein. Ich lache mit. Ist nicht mein Problem, Kräftemessen, wenn er das braucht. Bitte. Ich bin nicht diejenige die nun den vierten Tag keine Ruhe gibt, weil die andere Person einfach keinen Bock auf mich und meine Meinung hat. 😉

Was denkt sich Phillip denn, dass ich heute sage: „Ja, Phillip, du hast mich nun so lange genötigt und bedrängt mit deiner Meinung, du bist natürlich im Recht?“ NOPE! LOL!

Dieser Beitrag entsteht auch nur, weil er mich als Lügnerin hinstellt, die das alles so erfunden hat und unter „Wahnvorstellungen“ leidet. Was ich so nicht auf mir sitzen lassen will und kann. Ich lasse meinen Namen nicht von so einem Menschen in den Dreck ziehen und mich so beleidigen, nur weil ich zu meiner Meinung stehe.

Screenshots und Links gibt es auf Anfrage, da ich keine Lust habe alle zu schwärzen, weil er mich sonst belangen kann. Die sind auf Facebook und ich kann sie für euch dann freischalten, denn ich lasse mir nicht unterstellen ich würde lügen!

Ergänzend kam gestern das hier rein, er sucht nun einen Anwalt, aber nicht irgendeinen

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Wie „dick“ darf eine Erzieherin sein?

Nein, ich möchte heute kein Body Shaming betreiben oder das 90-60-90 in den Krippen und Kitas einführen. Es geht mir  um eine Aussage von einer Mutter in England, die sich aufgrund des extremen Übergewichtes der Erzieherin entschlossen hat ihr Kind nicht in deren Obhut zu geben. Den ganzen Artikel in englisch findet ihr hier.

Und es war nicht irgendeine Mutter, sondern diese:

Dr. Pamela Peeke is a nationally renowned physician, scientist, expert and thought leader in the fields of integrative and preventive medicine. Dr. Peeke is a Pew Foundation Scholar in Nutrition and Metabolism, Assistant Professor of Medicine at the University of Maryland, holds dual masters’ degrees in public health and policy, and is a Fellow of both the American College of Physicians and the American College of Sports Medicine. Dr. Peeke is featured in the National Institutes of Health’s “Changing Face of Medicine” exhibit on the history of women physicians at the National Library of Medicine. She has been named one of America’s top physicians by the Consumers Research Council of America. Dr. Peeke has received national recognition from the fitness and nutrition industries for her continuing leadership and expertise.

Quelle

Kurz fürs Verständnis, ich bin 1.60 und wiege momentan um die 71 Kg. Mein BMI ist bei 27.7 – ich habe also selber Übergewicht. Ab 30 gilt man bereits als adipös, also Fettleibig.

Ich bin also keine Skinny B… die nun auf dickere Mitmenschen einhaut!

Nichts desto trotz habe ich mich durch die Kommentarspalten gekämpft und so gar kein Verständnis für die Mutter finden können. Denn eins ihrer Bedenken sind klar verständlich, zumindest für mich:

  • Kann die Erzieherin mein Kind aus einer brenzligen Lage befreien, wenn es schnell gehen muss? Zur Erinnerung: Die Erzieherin atmete schwer, bewegte sich schwerfällig und lief beim normalen Schritttempo in der Kita schon rot an. Mit 20 Jahren!

Wie mobil ist man mit übermässigem Gewicht?

Also meine 15 Kg mehr auf den Rippen behindern mich in keinster Weise. Ich kann dem Kind nachrennen, schnell reagieren, Fussball spielen, den ganzen Tag wandern gehen. Keine Atemnot, kein jappsen nach Luft, ich laufe nicht mal rot an. Doch wie sieht es aus, wenn jemand stark übergewichtig ist? Wenn wir hier nicht von 15 oder 20 Kg mehr sprechen sondern von 50 oder gar noch mehr?

Ist der Mensch auch so flexibel? Es ist ein sehr schwieriges Thema, das ist mir bewusst. Und egal was man sagt, es ist falsch. Doch was würde man sagen, wenn das Kind weg läuft, direkt auf die Strasse und die Erzieherin wäre nicht imstande dem Kind nachzurennen, weil es in der Krippe schon im Laufen nach Luft schnappt?

Dick ist auch nicht gleich dick

Und ja, auch das ist mir bewusst. Doch wir gehen mal nur von dem Fall aus dem Artikel aus. Ich kenne auch genug Menschen die beleibt sind und viel mehr Sport machen als ich oder andere, mit weniger Gewicht. Aber so einen roten Kopf vom laufen bekommt man nicht von 15 oder 20 kg Übergewicht, wenn wir ehrlich sind. Nicht mit 20 Jahren.

Dicker Diätkoch – nein danke.

Würdet ihr einen Diätkoch engagieren, der selber Übergewicht hat? Sorry, also ich würde es nicht tun. Ich würde mich auch nicht von einer Kosmetikerin behandeln lassen, die selber unreine Haut hat. Oder einer Friseurin mit zerstörtem Haar. Klar, eine Erzieherin muss nun kein Model sein oder übermässig sportlich, aber sie ist auch Vorbild.

Und so lange es nicht krankhaft ist, das Übergewicht, muss man sich dann schon fragen, was sie dem Kind vorlebt? Schliesslich sehen manche Kinder die Erzieherin mehr, als die eigenen Eltern.

Man sollte Eltern einfach mal selber überlassen auf was sie wert legen bei den Menschen, denen sie ihre Kinder anvertrauen. Manche wollen keine Erzieherinnen mit Piercings, alle wollen Nichtraucherinnen und manche wollen eben Erzieherinnen die jung sind und nicht kurz vor der Rente stehen, andere wollen genau das Gegenteil. Bei den Nannys genau das gleiche.

Ja, das ist Diskriminierung, ich weiss. Doch es sind ihre Kinder. Und Eltern brauchen ein gutes Gefühl, wenn sie aus der Krippe oder Kita raus gehen und keine Bedenken und Misstrauen in die Betreuungspersonen. Und ihre Bedenken sollten sie auch äussern können ohne dafür an den Prager gestellt zu werden.

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Über Anstand, Respekt und Wertschätzung gegenüber Nannys

Allgemein lässt sich die Tage beobachten, wie der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung den Bach runter gehen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch hier in der Schweiz. Zumindest empfinde ich das in meinem Beruf so. Die Wertschätzung gegenüber Erzieherinnen oder Nannys läuft gegen 0. Aber wehe sie sind dann mal nicht da, dann ist das Geschrei gross. Man erinnere sich nur an die Demos der Erzieherinnen und das Gejammer der Eltern und anderen Menschen als die Krippen und Kitas dicht machten.  Ich werde heute ein paar Punkte aufzählen die so gar nicht gehen, aus meinem Nanny Leben.

22:30 Uhr

„Ich dachte du bist eine Nachteule!“ so entschuldigte sich eine Mutter, die mich gegen 22:30 Uhr anrief, nach dem sie mich am  Vortag versetzt hatte.  Um den nächsten Einsatz zu besprechen. Aber von vorne. Ich betreute sie mit ihrem 4 Monate alten Sohn, eine bis drei Nächte die Woche. Normalerweise läuft das über die Agentur, aber sie fragte weiter Termine einfach so bei mir an, alles mündlich. Ich hätte am Mittwoch um 8 Uhr morgens bei ihr sein sollen für ein paar Stunden zur Entlastung. Den Abend davor war ich in der Stadt auf einem Konzert, ging eher nachhause, um am nächsten Tag fit zu sein.

21 Uhr kam dann eine SMS, gerade als ich zur Türe rein kam, sie benötige meine Hilfe doch nicht, die grosse sei krank, schon die ganze Woche. Ja, danke auch.  Schön, fällt dir das nicht mal 12 Std vor Einsatzbeginn auf und ein.

Abend versaut & eine finanzielle Einbusse.

Dann rief sie auch noch spät abends an am nächsten Tag…Sorry, gehts noch?! 22:30 Uhr!! Ich hatte schon fast geschlafen. Das geht nicht. Respekt, Anstand, Wertschätzung…vermisste ich in dem Augenblick sehr. Sehr. Denn das Thema des Telefonats hatte noch eine Woche Zeit gehabt zum besprechen. Es eilte nicht. So gar nicht.

Habe ihr dann mitgeteilt am Donnerstagmorgen sie wende sich doch für weitere Anfragen in Zukunft direkt an die Agentur. Hat sich zwar entschuldigt, aber das war bereits das zweite mal, dass sie mich versetzte. Das erste mal, schickte sie mich nach einer Std bereits nach Hause. Tochter war krank, weinerlich, Einsatz unmöglich.  Hätte man das schriftlich gemacht über die Agentur im Vorfeld, hätte sie 3 volle Stunden zahlen müssen. Einmal..ok. Zweimal…in zwei Wochen. Nope! In anderen Berufen wäre das so auch nicht gegangen.

Dass sie sich nie wieder meldete, brauche ich nicht zu erwähnen. Aber so geht niemand mit mir und meiner Zeit um.

Eltern die sich nicht entscheiden können

Eine andere Mutter die ich über ein paar Einsätze über die Agentur kennenlernte rief mich in meinem Urlaub an. Ok, geschenkt, die paar Minuten. Verwickelte mich dan in eine 45 Minuten Unterhaltung, auch easy. Brauche jemanden für den Mittwoch und am Weekend, kein Problem. Einigten uns dann, dass ich mich melde, wenn ich wieder da bin um den Vertrag schriftlich festzuhalten. Mündlich war ja alles geklärt. 3 Tage vor Arbeitsbeginn sagte sie mir ab. Meldete sich aber 2 Monate später mit der gleichen Anfrage. Sagte ihr, sie solle sich mit der Agentur zusammensetzen, ich hätte kein Interesse mehr.

Eine andere Mutter – fragte an, war auch alles geklärt, mündlich,  nur damit sie mir 2 Tage vorher absagt. Aussage: „Haben nun jemanden vom roten Kreuz für die nächsten drei Wochen, melden uns danach nochmal!“ Nö, für mich ist es hier erledigt. Ich kann keine Tage reservieren, Standby – kostenlos versteht sich, schon wieder, und wenn sie dann jemanden günstigeren gefunden haben, sagen sie mir wieder ab.

Ich verstehe Eltern die es sich nicht leisten können, aber man muss uns Kinderbetreuer auch verstehen. Standby ist nicht. Wir verdienen so unser Geld, unsere Brötchen, unseren Lebensunterhalt. Für Miete, Lebensmittel und Co. Da wir nicht „ordentlich“ bezahlt werden für das was wir leisten, können wir es uns nicht leisten einfach so Tage auf gut Glück für Familien zu reservieren, kostenlos, sondern nehmen Anfragen rein wie sie kommen. Zusätzlich zu unseren festen Jobs. Da ist kurz vor Einsatzbeginn absagen einfach nicht so toll.

Man stelle sich nur vor, wir Nannys würden so mit den Familien umspringen. Man verlangt von der Nanny und anderen Kinderbetreuern unter anderem Zuverlässigkeit. Und dann benimmt man sich so.

Die, die auf Portalen nicht antworten

„DRINGEND! Suchen wir einen Babysitter / Nanny etc.“ 

So die meisten Suchanfragen auf Kinderbetreuungs Portalen. Von ihnen hat sich noch NIEMAND die mühe gemacht ein kurzes Feedback auf die Bewerbung zu geben. Dann wundern sich aber die Eltern, warum sich auch niemand mehr die grosse Mühe dort macht sich zu bewerben. Das hat für mich auch viel mit Wertschätzung, Respekt und Anstand zu tun.

 

Man nahm mir so klar Worte schon mal übel

Ich habe schon mal zu solchen Eltern position bezogen auf meiner Facebookseite. Das nahm mir eine Mutter sehr übel. „Dich würde ich so nicht einstellen wollen für meine Kinder!“ Ja, easy, kein Problem. Wenn es nicht ok ist in deinen Augen FAIR zu sein und das auch einzufordern, dann möchte ich da eh nicht arbeiten. In anderen Berufen kann man auch nicht sich beliebig Tage reservieren und dann nach Lust und Laune absagen. Kein Handwerker, Monteur, Arzt würde das mitmachen. Auch hier bei Ärzten muss man 24 Stunden vorher absagen, sonst wird das berechnet. Krankheit und Co sind noch mal was anderes! Wertschätzung ist keine Einbahnstrasse.

 

Eltern vertrauen uns ihre Kinder an

Behandeln uns aber teilweise unter aller Kanone, denn das sind nur ein paar Beispiele. Und ja, das darf man nach aussen kommunizieren, damit sich einige den Kopf machen und ihr Verhalten hinterfragen. Auch der Rest der Welt darf wissen, wie mit uns umgesprungen wird.  Warum sollte ich schweigen zu alle dem?

Klar, es gibt auch tolle Familien, das steht ausser Frage. Doch je mehr ich mich mit anderen Nannys und Babysitter auseinandersetze, desto mehr erlebe und höre ich, das Gegenteil. Auch am eigenen Leib. Und das ist schade. Man bezahlt seiner Putzfrau auch teilweise mehr, und ist bereits zu verbindlicheren Abmachungen, als der Frau die auf das eigene Fleisch und Blut aufpasst und es gegebenenfalls auch erziehen soll. Das muss man erst mal sacken lassen.

 

 

Schönes Wochenende ihr lieben,

 

 

Nanny Anny

 

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Wer trägt die Verantwortung für die Erziehung der Kinder?

Ein Kind zu bekommen ist das schönste der Welt, für die werdenden Eltern. So zumindest höre ich das meistens heraus. Man kauft für das Baby Kleidung, diskutiert mit dem Partner über das Kinderzimmer, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig soll es sein, was man da rein stellt. Nicht zu kitschig, nicht zu kalt.

Dann braucht man noch einen Kinderwagen. Und das erfordert auch etliche Besuche im Fachhandel oder man hat Freunde, die einem den Wagen vererben / verkaufen. Alles in allem mach das Baby, noch bevor es da ist eine Menge Arbeit. Man muss ich um die Betreuung kümmern, am besten noch bevor das Kind da ist, seine finanzielle Situation überlegen, kann man es sich leisten zu Hause zu bleiben, oder arbeiten beide weiter, oder, ob ein Teilzeitmodell in Frage käme.

 

Erziehung planen?

Alles wird durchdacht und geplant im besten Falle, bis auf eine klitzekleine Angelegenheit: Die Erziehung

Welche Werte haben wir?

Was wollen wir für das Kind? – Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Mündigkeit?

Was ist beiden Partner wichtig, wo unterscheiden sich die Meinungen?

Wie werden wir in Zukunft mit diesen Unterschieden umgehen?

Wie wollen wir die Erziehungsziele erreichen?

Wie ist es mit der Entwicklung des Kindes? Ist mir bewusst, dass nicht jedes Kind gleich ist? 

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich habe keine Eltern kennengelernt, die sich mit  Erziehung und Erziehungszielen wirklich auseinander gesetzt haben.

Klar, viel lesen Erziehungsratgeber, besuchen Geburtsvorbereitungskurse etc. Doch die meisten Streitigkeiten bezüglich der Kinder, sind immer noch in der verschiedenen Sichtweise der Partner in Sachen Erziehung. Denn im Alltag werden meist Feuerwehrübungen betrieben, man entscheidet dann so Situativ heraus, was an sich ja nicht schlecht ist, doch manche Grundpfeiler sollten schon sein, damit die Erziehung einen roten Faden hat. Denn viele „einfache, schnelle Lösungen“ scheinen auf den ersten Augenblick bequem, ziehen aber unbequeme Konsequenzen nach sich.

 

Kinder brauchen einen roten Faden

Kinder brauchen Sicherheit, sie müssen erfahren, was heute gültig und richtig ist, ist es morgen und übermorgen auch noch.  Beständigkeit gibt Sicherheit und sollte nicht unterschätzt werden. Man kann Ausnahmen machen, doch eben, sollten sie Ausnahmen bleiben. Man möchte ja sein Kind mit bestem Wissen und Gewissen erziehen, damit es später fähig ist sein Leben alleine zu bestreiten. Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen, Sozialkompetent zu sein, all das was es eben braucht um in der Welt selbstständig zu bestehen.

 

Eltern sind Vorbilder

In erster Linie tragen Eltern die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder, niemand sonst. Und man ist dem Kind ein Vorbild, ob einem das bewusst ist oder nicht. Wenn zuhause Konflikte aggressiv gelöst werden, kann man nicht vom Kind erwarten, dass es ruhig und besonnene an Konfliktsituationen ran geht.  Wer zuhause keine Tischmanieren an den Tag legt, kann das auch nicht von seinem Kind erwarten. Wer sich abfällig über alles und jeden äussert, wird sich noch wundern, wenn das Kind mal in der Pubertät ist, was es da so ablassen kann. Wir müssen uns immer vor Augen halten, was Eltern den Kindern auf den Weg geben wollen, müssen sie selber erst Vorleben.  Man kann nicht von Kita, Krippe oder Schule erwarten, dass sie einem das Kinder im wahrsten Sinne des Wortes erziehen. Zumindest nicht die Dinge, für die die Eltern und nur die Eltern verantwortlich sind.

 

Erziehung – zum Wohle des Kindes, oder?

Wenn gewisse Situationen eintreten, reagieren Kinder. Wobei, Kinder reagieren immer auf ihre Umwelt. Sei es Scheidung der Eltern, ein neues Geschwisterchen oder, dass sie einfach keine Grenzen gesetzt bekommen haben als Kleinkinder. Das ist „ok“, so lange die Kinder klein sind, da hat man sie noch „einigermassen“ im Griff, gerade, wenn sie mit einem zuhause sind. ABER: Wenn diese Kinder dann in Kita oder Schule kommen, geht der „Spass“ erst los.

Wenn sie anderen Kinder und Erzieher treten und schlagen, weil die nicht so wollen wie das Kind. Wenn das Kind nur noch tobt, weil es seinen Willen nicht bekommt, so wie er sich das von zuhause gewöhnt ist. Dann wird das zum Problem. Das Kind wird zum „Problemkind“, wird von anderen Kindern gemieden, das wiederum macht das betroffene Kind agressiv, und so dreht sich der Teufelskreis und zieht immer grössere Bahnen, bis hin ins Erwachsenenalter.

Viele Eltern scheinen gewisse logische Konsequenzen auch nicht für bare Münze zu nehmen. „Ach, das Kind nässt nur wieder ein, weil es zu faul ist auf Toilette zu gehen!“ Dass aber die Entwicklung, z.B auch Rückläufig sein kann, bei Ausnahmesituationen wird einfach zur Seite geschoben.  „Ach, mein Kind ist zuhause ganz lieb, ich kann mir das nicht erklären, warum er bei euch so aggressiv ist, wer weiss was ihm die anderen Kindern tun, während die ErzieherInnen weg sehen!“ 

 

Im äussersten Fall – Jugendamt oder KESB

Wenn die Situation ausser Kontrolle gerät, aus welchen gravierenden Fällen auch immer, wird im äussersten Fall die Kinder- und Erwachsenen Schutzbehörde = KESB oder in Deutschland, das Jugendamt eingeschaltet. Die suchen mit den Eltern eine Lösung, hören sich die Probleme an, reden mit dem Kind. Und, wenn es gar nicht anders geht, nimmt man auch die Kinder raus aus den Familien. So etwas passiert NIE, ich wiederhole NIE aus nichtigen Gründen, wie einer einzigen Ohrfeige. Sondern, hat eine lange Vorgeschichte. Das Interview mit einer Jugendamts-Mitarbeiterin findet ihr hier

Einige der betroffenen Eltern hier in der Schweiz haben gar eine Gruppe gegründet, in der sie versuchen gegen die KESB vorzugehen. Denn wie in Deutschland, hört man in den Medien immer nur von den negativen Fällen, nie aber von den positiven. Und klar, kam die KESB auch immer aus dem nichts, und riss den armen Eltern die Kinder aus der Hand.  Wenn ich mich dann für das Jugendamt positioniere, weil ich froh war um deren Massnahmen und ich einige mehr Menschen kenne, die genau so froh waren nicht mehr bei ihren Familien sein zu müssen, werde ich als bezahlter Troll beschimpft oder man unterstellt mir Geld zu bekommen, damit ich diese Aussagen treffe. Was absolut nicht wahr ist!

 

Miteinander satt gegeneinander, bitte!

Ich komme aus einer Familie, die recht zerrüttet ist und war. Ich bin mit 17 Jahren in eine kleine Wohnung gezogen im Rahmen vom „Betreuten Wohnen“, mein mittlerer Bruder wurde fremdplatziert zu einer Pflegefamilie. Mein kleiner Bruder blieb bis zum Schluss bei meiner Mutter. So. Ich war selber betroffen. Wir Kinder haben einen langen Weg hinter uns, bis man uns ENDLICH da rausgenommen hat.

Meine Mutter sieht bis heute nicht ein, warum das passier ist. Wir sind die schlimmen Kinder. Sie trifft keine Schuld. So denken auch die meisten Eltern in dieser Gruppe. Das macht mich etwas traurig, denn man kämpft gegen Windmühlen, gegen die Behörde, die nur das beste für das eigene Kind will, weil man selber, aus welchen Gründen auch immer nicht dazu imstande ist, sich um das Kind gebührend zu kümmern.

Fehler passieren, ja, auch bei den Behörden. Das will ich auch niemanden absprechen. Aber ich würde mir wünschen, dass sich die Eltern mal selber ins Gewissen nehmen, sich professionelle Hilfe holen, zum Wohle ihrer Kinder.  Wo liegt mein Teil, dass es so weit kommen konnte? Was kann ich in Zukunft besser machen? Lasst uns mit den Behörden nach einem Lösungsweg suchen, statt nach Schuldzuweisungen.

 

Denn wie gesagt. Eltern sind verantwortlich für ihre Kinder. Eine Dame hat mir heute gesagt:

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf!

Ok, warum kämpfen dann aber genau die gleichen Menschen, die sich so äussern, gegen die Hilfe von aussen? Gegen das „Dorf“? Wieso heisst es meist: „Die Erziehung meines Kindes, das kann ich am besten! DAs geht niemanden was an!“ „Haben sie Kinder? Nein? Dann haben sie keine Ahnung und können mir nicht helfen!“

Seltsam, ich habe noch nie jemanden sagen gehört zu einem Arzt: „Hatten Sie schon mal x beliebige Krankheit? Nein? Dann können Sie mir auch nicht helfen!“

 

 

Schönes Wochenende meine lieben,

 

 

Nanny Anny