Hallo Herbst!

Gestern war offizieller Herbstanfang! Und obwohl ich ganz ganz grosser Sommerfan bin, versuche ich nun das beste daraus zu machen. Denn so gesehen, war der Sommer für mich lang. Sehr lang. Er fing nämlich schon auf meiner Rundreise in Italien im April an. Dort konnte man bereits auch Nachts im Kleid und Sandalen rumstreunen, während es in der Schweiz geschneit hatte. Nun wird es Zeit sich einzukuscheln, Kürbis Rezepte auszuprobieren, zu basteln und es einfach mal gemütlicher zu nehmen. Denn im Sommer war ich so gut wie nie zuhause.

Herbst in der Kita

Schön wäre es, wenn Eltern daran denken würden den Kindern Regensachen mit in die Kita, Spielgruppe oder Kids zu geben. Bitte anschreiben. Bitte. Fast jedes Kind hat die gleichen Regensachen. Ehrlich. Es ist jedes Jahr vorgekommen, dass man den Eltern jeden Tag dieses Lied hoch und runter singen musste. Das beinhaltet:

  • eine passende Regenhose
  • passende Regenstiefel
  • und ebenso eine passende Regenjacke
  • evtl Mütze und Schal

Ich wiederhole mich bewusst, mit dem „passend“, da es auch Eltern gab, die einfach davon ausgingen, dass die Sachen vom letzen Jahr ihren Kindern noch passten. Nichts ist unangenehmer als in zu kleinen Schuhen zu laufen! Zu kleine Kleidung, das wissen auch wir erwachen, ist auch mühsam.

Aktivitäten im Herbst

Für uns Nannys bedeutet der Herbst auch, dass wir uns für unsere Schützlinge ein Programm für schlechte Tage suchen müssen. Ich habe mich entschlossen mit der kleinen die Kreativ Werkstatt zu besuchen zwei mal die Woche, zusätzlich zum Singen. Auch Schifffahrten stehen auf dem Programm sowie Indoor Spielplätze. Kleinere als in Deutschland gibt es hier in den Gemeinschaftszentren der Stadt.

Im GZ kann sie malen, schneiden, kleben usw. Es kostet wenig, man muss keine Materialien kaufen, man muss sich nicht vorher anmelden und das beste: Man muss den Dreck danach nicht aufräumen. Gibt es sowas auch in eurer Stadt, oder was habt ihr euch überlegt um die langen regnerischen Tage schöner zu gestalten?

Denn klar, man kann auch noch im Herbst viel draussen machen, aber wir kennen auch Tage an dem es nonstop regnet und uns die Decke auf den Kopf fällt. Die Gemeinschaftszentren die solche Aktivitäten anbieten, geben den Kinder und uns Nannys auch die Chance andere Kinder und Nannys bzw Mütter zu treffen. Für euch zusätzlich habe ich ein paar Ideen wieder zusammen getragen, zum basteln, kochen und backen – There we go:

100 & 1 Bastelidee zum Thema Herbst

Ein schönes, sonniges Wochenende euch allen und viel Spass beim ausprobieren ❤
                                                                    

21 Gedanken zu “Hallo Herbst!

  1. In der Krippe musste sogar im Winter ein Aushang gemacht werden, dass die Kinder passende Bekleidung für draussen brauchen. Es wurden einfach so viele mit dem Auto gebracht, dass schlicht keine Sachen mitgegeben wurden. Was u.a. zur Folge hatte, dass Hexes Gruppe so gut wie nie draussen war. Bei der Tagesmutter jetzt wurde schon eine Matschhose deponiert, Gummistiefel und entsprechende Jacke hat sie beim Bringen dann eh an. Allerdings sehe ich dieses permanente Bringen mit Auto generell als Manko an. Nicht nur in Bezug auf die Verkehrserziehung, sondern eben auch deswegen, weil nicht bedacht wird, dass noch weitere Klamotten gebraucht werden.

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    • Kenn ich, wir haben auch damals jedes mal einen Zettel mitgegeben den Eltern, dass ihr Kind nun entsprechende Kleidung braucht für die jeweilige Jahreszeit. Oder, dass es bitte schon eingecremt kommt am morgen im Sommer, da wir sonst zu viel Zeit verlieren am morgen – interessiert auch jeden zweite kaum. Ist ja auch zu viel verlangt, das Kind einzucremen, bevor man es anzieht.

      In einer Spielgruppe kam mal ein Kind ohne Schuhe. Ganze Gruppe musste drin bleiben. Find sowas immer extrem unverantwortlich, dass wegen einem Kind alle leiden müssen.

      Joa, auch wenn sie mit dem Auto kommen, wäre weiter denken schon noch möglich. Man bleibt ja privat mit dem Kind auch nicht den ganzen Tag im Haus 😉

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      • Weiter denken ist irgendwie nicht so richtig in. Nicht zuletzt, weil viele in Gedanken schon gar nicht mehr beim Kind sind, schon in der Arbeit oder sonstwo.
        Cremen ist auch so eine Sache. Es wird oft nicht nur vergessen, sondern auch einfach gesagt, die Haut müsse sich halt einfach an die Sonne gewöhnen. Gleiches Spiel mit Kopfbedeckung im Sommer.
        Ich glaube, manche Familien kommen wirklich nicht viel raus. Und dass nicht mal, weil sie nicht wollen, sondern weil es der Tagesablauf mit Arbeit, Kind bringen/holen und Haushalt nicht zu lassen. Da wird einfach nicht dran gedacht, weil nicht relevant. Leider.

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      • Klar, und wenn das Kind dann Rot wie ein Hummer mit Sonnenstich im Krankenhaus eingeliefert wird, weil wir es auch nicht eincremen, dann ist das Geschrei aber gross, kaum auszumalen. 😉

        Ja, aber wenn dir die Erzieherin jeden zweiten Tag sagt: Bitte dieses..bitte jenes…Hallo? Wie kann man da nicht daran denken?

        Manchmal hatte ich das Gefühl, wir in der Kita würden uns mehr Gedanken machen um ihre Kinder als sie selber. Hier kommen viele schon mit ihren Kids raus, da viele Mamas auch zuhause sind. Deswegen habe ich es umso weniger verstanden.

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      • Das Geschrei ist so oder so groß, wenn irgendwas ist. Weil als Erzieherin kannst Du es sowieso nur falsch machen. Auch wenn wir mit der Krippe nach dem Personalwechsel schlechte Erfahrungen gemacht haben, so ist das auch dem generellen System hier in DE geschuldet.
        Manche Eltern sind einfach so elementar schwer mit allem Möglichen beschäftigt, da bleibt sowas nicht bis zuhause im Kopf. An irgendetwas zu denken, was nicht direkt mit ihnen selbst zu tun hat, fällt vielen nicht einfach. Wobei ich auch nicht verstehe, wo das Problem wäre dann ggf. einfach Schuhe in der KiTa zu deponieren, wenn man z.B. immer mit Auto kommt.

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      • Ja, weil sie die Schuhe auch zuhause brauchen, deswegen besorgen sie keine Zweitschuhe für die Krippe. So Gummistiefel z.B. werden einem aber schon für 10 Euro hinterher geschmissen. Aber eben.

        Klar, machen wir es immer falsch. Manche waren auch mit nix zufrieden.

        Kind weint beim reingehen – scheiss Krippe. Kind weint nicht beim reingehen – auch scheiss Krippe, weil sich das Kind nicht ordentlich und so wie es sich gebührt (mit viel Geschrei) von den Eltern verabschiedet.

        Kein Scherz. In der letzen Krippe hatte ich so ein Elternpaar!

        Hier in der Schweiz ist auch in den meisten Krippen hohe Fluktation, weil entweder die Struckturen nicht stimmen, oder die jungen Erzieherinnen mit den prätentiösen Eltern teilweise nicht zurecht kommen und mit dem Druck der daraus resultiert.

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      • Und ich Dussel überlege ein Zweitpaar Gummistiefel bei der Tagesmutter zu parken. Davon abgesehen brauchen auch Kinder mindestens zwei Paar Schuhe, damit immer mal gewechselt werden kann. Da kann man auch eins in der KiTa lassen.
        Ja, manche Eltern haben merkwürdige Ansichten. Das war für mich auch so ein Problem in der Krippe. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr im Kindergarten anders ist. Ich mag dieses permanent unzufriedene und am liebsten alles mitbestimmen wollen (und immer schön den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Einrichtung betonen), gar nicht.
        Es ist so schade, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrer und Lehrerinnen sind so wichtig und dann werden sie durch das System so kaputt gespielt (und die Eltern tun dann noch ihr übriges).

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      • Jup. Deswegen sind die besten nicht mehr in dem regulären System 😏

        Lustig – Bildungsauftrag in der Krippe 😂 Sollten lieber Ihnen Erziehungsauftrag im Auge behalten 🙈 Denn viele glauben auch, die Kita oder Schule erziehen ihre Kinder. Sie brauchen nichts machen bezüglich Erziehung 😆

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      • In DE wird tatsächlich darauf gepocht, dass auch Krippen einen Bildungsauftrag haben. Bei uns gab es zum Beispiel einen Rahmenplan der aushing, wo drin stand was gefördert werden soll.
        Der Denkfehler ist halt, dass die Kinder ja eh den ganzen Tag dort sind, dass man zuhause ja nicht mehr erziehen kann. In der Hinsicht bin ich mal ein bisschen mit meiner Schwiegermutter aneinander geraten. Meine Nichte schnallt sich mit Vorliebe ab, im Kindersitz, auf dem Fahrrad etc. Würde es bei mir nicht geben, die Hexe weiss auch, dass das man das nicht macht. Meinte meine Schwiegermutter doch zu mir, dass man sowas dann aber nur in der Freizeit machen kann, also das Kind entsprechend erziehen (und das sogar ohne Strafen, aber durchaus mit logischen Konsequenzen, in dem Falle wären dann Besuche irgendwo ausgefallen). Ich meinte nur, dass man dafür einfach Zeit haben muss (und ggf. halt in der „Freizeit“ entsprechend mehr Zeit aufwenden musss). Bei Sicherheitsdingen verstehe ich echt keinen Spaß. Reaktion war entsprechend verständnislos. Klar, ich sitze ja auch den ganzen Tag faul zuhause rum, da hab ich ja die Zeit.

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      • Autsch! Quetscht man die Kinder so früh schon in einen 08/15 Rahmenplan 🙈

        Kindererziehung findet rund um die Uhr statt, begreifen die wenigsten. Muss man sich halt vorher überlegen ob man dazu imstande ist.

        Vorbildsfunktion, Konsequenzen und all das. Sollte vor allem zuhause anfangen.

        Und dann wundert man sich, dass die Lehrer zu nix kommen in der Schule, weil die nicht den Stoff zureichend vermitteln können weil sie erst erziehen müssen…

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      • Es funktioniert auch nur, wenn zuhause die Hauptarbeit geleistet wird. Betreuung und Schule, das sind nur Ergänzungen, zusätzlicher Input fürs Kind, um zu lernen, dass es eben nicht überall so läuft, wie zuhause. Trotzdem ist zuhause der Bereich, in dem man sich austoben und ausleben, aber auch Grenzen, Respekt und vor allem die entsprechende Kommunikation lernen kann (und muss).
        Ja, in DE ist schon seit einigen Jahren der Bildungswahn ausgebrochen. Schlimm finde ich, dass es dann wirklich Programme, die dann Gießkannen mäßig alle Kinder abdecken sollen, ausgearbeitet werden und dann aber eben nicht allen Kindern gerecht werden. Finde ich auch alles viel zu früh, es reicht wirklich, wenn man kurz vor der Schule anfängt, die Kinder zusätzlich darauf vorzubereiten. Ansonsten lernen sie doch immer noch am meisten, wenn sie einfach Kinder sein dürfen.

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      • Bildungswahn hat es hier auch – meine erste Familie suchte nach mir eine Nanny die Mandarin sprach, (er war deutscher sie deutsch /amerikanisch) Eltern in der Krippe hatten das Gefühl, ihr Kind lerne bei mir in 3 Monaten englisch, weil es ein paar Vormittage da war- aber eben.

        So elementare Dinge wie du sagst, müssen Zuhause anfangen.

        Ja, doch viele haben das Gefühl, „lernen“ findet nur mit einem Plan statt oder im Plenum statt- spielen ist kein lernen. Oder Freistunde in der Schule.

        Da kann man sich als Pädagoge auf den Kopf stellen und so Samba tanzen, das bekommt man nicht aus dem Kopf der Eltern raus.

        Aber gerade durch das Spiel, durch den Freiraum werden die Gehinrareale aktiv, die für die Neugierde und dem daraus resultierenden lernen zuständig sind.

        Das wird ja durch diese (früh) Programme kaputt gemacht, weil man alles vorgesetzt bekommt als Kind, was man können MUSS. Statt sich entfalten zu können, Individuell und so sein Interessengebiet perfektionieren zu können.

        Doch von neuen Erkenntnissen will der Grossteil nichts hören, es hat ja bei ihnen auch nichts geschadet, dass es so lief wie bisher.

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      • Alt“bewährtes“ und so. Ich verstehe auch nicht, warum das nicht aus den Köpfen zu kriegen ist. Und warum auch so uralt Methoden immer wieder ausgegraben werden. Und nichts geschadet, naja, das sehen so manche Psychologen vermutlich anders.

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      • Das sehen nicht nur die Psychologen anders 😂

        Wie die Leute, die meinen Schläge als Kind hätte ihnen ach nicht geschadet 🙈

        Deswegen resignieren viele Pädagogen und leisten Arbeit nach Plan. Was auch wieder bemängelt wird. Nur den Zusammenhang – den will man nicht sehen.

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