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Was wurde aus meinen Kindheitsträumen? 

Bianca hat auch einen Beitrag zur Blogparade „Was wurde aus deinen Kindheitsträumen“ geschrieben.

Danke Bianca, schön zu lesen, dass sich so vieles erfüllt hat. Das mit der Hochzeit klappt auch noch, da bin ich mir sicher ❤

Bianca Bloggt

Nanny Anny ruft zu einer Blogparade zum Thema Kindheitsträumenauf. Diese sprach mich an und deshalb hab ich gleich mitgemacht.


Ja wir alle waren mal Kinder und hatten Träume wie unser Leben als Erwachsner sein sollte. Was aus meinen Kindheitsträumen wurde, könnt ihr den nächsten Zeilen lesen:

Ich wollte Friseurin werden

Na draus wurde mal nichts. Heute bereue ich es sehr, dass ich diesen Lerberuf nicht ausgeübt habe. Stattdessen absolvierte ich eine höhere Schule und schloss diese als Bürokauffrau ab. Das mache ich jetzt noch immer. Würde es die Möglichkeit auf eine Unschulung zur Friseurin geben, würde ich es machen.

Haus mit Garten

Ich wuchs als Kind schon in einem Haus auf, am Bauernhof und sehr ländlich. Mein Traum war es in einem Haus mit großen Garten zentral zu wohnen. Nicht in der Stadt, aber um auch mal zu Fuß einkaufen gehen zu können. Dieser Traum hat sich für mich…

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Tag 317: Sind Kindheitsträume Schäume? (Blogparade)

Der erste Beitrag der Blogparade ist da =)

365 Tage

Nanny Anny fordert zurBlogparadezum Thema Kindheitsträume und was wurde aus ihnen, auf. Ein spannendes Thema, finde ich und darum nehme ich auch gerne teil.

Ich bin bis heute oft ein Träumerle, allerdings mit Bodenhaftung, was bestimmt meistens super ist, mich aber leider auch oft davon abhält, es einfach mal zu probieren. Da ist immer diese mahnende Stimme im Kopf, die sagt: Warum denn gerade du/Das schaffst du eh nicht/Lass es. Leider kann ich sie nie ganz abschalten und hin und wieder frage ich mich schon, was ohne sie, aus mir geworden wäre.

Der erste an den ich mich erinnern kann, da war ich wohl vier ooder fünf, war ein Pool in Opas Schrebbergarten, wie ihn der Großvater meiner Freundin hatte. Ich war eine kleine Wassernixe und eine Planscherin bin ich auch heute noch, nur Schwimmen ist mir zu langweilig. Leider gibt es heute keinen Garten mehr und einen…

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Partizipation und Demokratie

Ui! Demokratie und Partizipation in meinem Nanny Blog? Ja, ihr habt richtig gelesen. Heute, inspiriert von einer Reflexion meiner lieben und langjährigen Freundin & Pädagogin Elaine entstand heute dieser Beitrag. Besten Dank nochmal auch hier, dass ich  einige Ausschnitte aus deiner Arbeit mit meinen Lesern teilen darf ❤

So was hat nun die Demokratie hier verloren?

„Demokratie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Volksherrschaft“. Das Volk sind wir, die Bürger. Jeder mündige Bürger hat das Recht mitzubestimmen was in seinem Land passiert.  Und am besten lernen wir das schon von klein auf.

Durch Partizipation!

In Kita Einrichtungen, Kindergarten, Schule und  Hort werden Kinder, im besten Fall, in die Demokratie eingeführt und darauf vorbereitet. Sie lernen dabei darüber nachzudenken was sie wollen, sich und ihre Bedürfnisse mitzuteilen und auszudrücken. Ihnen wird beigebracht zu Ihrer Meinung zu stehen, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Der Lernprozess beinhaltet auch, dass jeder eine eigene Meinung hat und jede Meinung gleichwertig zählt.

Wie gelingt Partizipation?

Partizipation ist Wertschätzung! Sich dafür interessieren was die Kinder von Dingen, Menschen und Situationen halten, mit Ihnen darüber sprechen, philosophieren und diskutieren. Die Kinder in Entscheidungen Kind-gerecht miteinbeziehen, sich ihre Meinung zu diversen Themen anhören und diese berücksichtigen. Wir sind eine Gemeinschaft, jeder hat seine Meinung, jeder hat das Recht gehört zu werden.

Partizipation braucht Zeit, natürlich ist es aufwendiger, als einfach etwas über den Köpfen der Kinder zu bestimmen. Doch genau diese Zeit ist so bereichernd für jeden einzelnen und bringt auf lange Sicht gesehen mehr Nutzen für alle.

Was möchten Erzieherinnen den Kindern mitgeben?

„Was du nicht willst das man dir tut, das füge nicht dem anderen zu“ besagt ein altes Sprichwort. Kinder müssen erst lernen, sich die Meinung anderer anzuhören und diese stehen zu lassen, ohne die eigene Meinung anderen aufzudrängen. Einige Kinder sind von Natur aus emphatisch, andere brauchen noch mehr Übung. Wir möchten ihnen bei bringen Mut zu haben, an sich zu glauben, sich etwas zutrauen, ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen kennen, diese Ernst nehmen und äußern können.

Ebenso sollen sie lernen miteinander zu verhandeln. Verantwortungsbewusstsein und Eigenverantwortlich zu handeln gehört für uns auch dazu und das lernen Kinder auch recht gut – durch gelebte Partizipation.

 

Praxisbeispiel

 

Herausforderung:

Im Hort gibt es regelmäßige Kinderversammlungen, die von den Kindern bis jetzt leider nicht gut angenommen worden sind. Wir haben schon mehrmals im Team besprochen woran es liegen kann, doch auf diese Frage fanden wir noch keine Antwort.

Lösungsansatz durch Partizipation:

In der Schule gibt es Klassensprecher, die sich für die Bedürfnisse und Anliegen der Klassenkameraden einsetzen. Die Idee, im Hort einen „Hortsprecher“ zu wählen könnte eine mögliche Antwort sein.
Mein Gedanke ist, mit den Hortsprechern Kinderversammlungen zu organisieren und veranstalten. Somit ist es eine von mir begleitete Kinderversammlung von Kindern für Kinder.  Eventuell haben die Hortkinder mehr Bezug zu den Themen einer Kinderversammlung, wenn Hortsprecher die Moderation und den Ablauf einer Kinderversammlung mit meiner Hilfe übernehmen.

 

Fazit

Wenn wir in Zukunft mündige, informierte und reflektierte Erwachsene sehen möchten, müssen wir die Kindern von heute miteinbeziehen.  Sie ernst nehmen. Sich Zeit nehmen, hinhören. Ihnen zeigen, dass auch ihre Meinung zählt, so wie, dass jede Stimme wichtig ist und  gehört werden möchte. Dass man sich mit einbringen muss, wenn sie etwas ändern möchte. Dass man Verantwortung übernehmen muss für das was man tut oder nicht tut. Für das Kind entscheiden, über seinen Kopf hinaus, weil es einfacher ist, scheint vielleicht im Moment eine schnelle Lösung zu sein, die jedoch auf Langzeitbasis enormen Schaden anrichten kann.

Wenn wir den Kindern kein Gehör schenken und alle Entscheidungen für sie übernehmen, weil wir sie lieben und beschützen möchten, geben wir ihnen keinen Freiraum sich zu entfalten. Erfahrungen zu machen. Zu erleben, dass ihre Stimme, ihre Wünsche auch zählen.  Und wir wollen doch alle später verantwortungsvolle, selbstbewusste Erwachsene sehen, mit einer eigenen, reflektierten Meinung, oder?

 

Liebe Grüsse,

 

Nanny Anny & Elaine

 

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Methoden zur Umsetzung 2.0 – Positive Disziplin

Im letzten Beitrag über „Positive Disziplin“ (Abkürzung PD) habe ich euch schon ein paar Methoden verraten, wie man es in den Alltag einbinden kann. Heute soll es weitergehen!

4. Versetze dich in die Welt deines Kindes

Man muss sich bewusst machen, zu was das Kind bereits fähig ist und zu was noch nicht. Nur, weil Kinder fliessend sprechen können, macht sie das nicht zu kleinen Erwachsenen. Man muss sich genau anschauen: Was braucht mein Kind in dieser Phase? Was kann es schon? Was überfordert es? Empathie ist das Zauberwort, wenn es zu Trotz – und Wutanfällen kommt. Schliesslich muss das Kind noch lernen, wie es mit seinem Frust umgehen soll. Und meist ist es gefrustet, weil es etwas noch nicht kann. Empathie, bedeutet nicht, dass man das Kind vor jeder Enttäuschung bewahren soll. Empathie bedeutet: Sich in die Lage des Kindes versetzen und es verstehen.

So eine typische Situation ist, wenn man vom Spielplatz nach Hause möchte, aber das Kind nichts dergleichen hören will.  Eine mögliche Lösung wäre auf Augenhöhe, dem Kind in direkt die Augen sehen und mit ihm sprechen: „Ich verstehe, dass du noch bleiben möchtes und du nun verärgert bist, aber wir müssen nun gehen.“  Dabei kann man das Kind umarmen und sie erst mal diese Aussage „verdauen“ lassen bevor man sich dann endlich auf den Weg macht.

Bleibt man hingegen, um des Kindes wegen und um Stress und Geschrei zu vermeiden, vergönnt man dem Kind die Möglichkeit durch Erfahrung zu lernen, dass es Enttäuschung überstehen kann.

Sich in die Welt des Kindes versetzen bedeutet auch, sich bewusst zu machen, dass das Kind nur altersentsprechend reagieren und agieren kann.

 

5. Meine auch was du sagst und lasse Taten folgen, freundlich aber bestimmt

Wer kennt sie nicht, die leeren Drohungen? Bleiben wir doch einfach in der Situation auf dem Spielplatz. „Wenn du das nochmal machst, gehen wir heim!“ hat jeder von uns schon mal gehört, das Kind wird 10 mal verwarnt aber es geschieht einfach nichts. Später wundert man sich dann,  warum das Kind den erwachsenen nicht ernst nimmt.

Wenn wir etwas sagen, dann sollten wir es auch so meinen und dann auch die Konsequenzen ziehen. Respektvoll, freundlich und ohne Wut. Auf die Würde des Kindes und der eigenen achtend. Niemand hat etwas davon, wenn man das Kind anschreit, vor allen Leuten, oder eine Diskussion, oder gar einen Machtkampf vom Zaun bricht.

Wenn das Kind, z.B immer noch nicht runter kommen will z.B von der Schaukel, obwohl man vereinbart hatte, dass es nur noch ein paar Minuten  aus schaukeln darf, bis man gehen muss, empfiehlt sich, das Kind wortlos runter zu nehmen. Keine weiteren Erklärungen, keine Diskussion, kein „ich habe es dir bereits x mal gesagt!“ keine Machtspielchen und so weiter und so fort.

Freundlich aber bestimmt, die Konsequenzen ziehen.

 

6. Sei geduldig

Das Verhalten des Kindes nie persönlich nehmen! Wir sind die Erwachsenen, die verstehen müssen, das kindliche Verhalten uns gegenüber ist  wirklich nichts persönliches. Das Kind verhält sich nur altersentsprechend und macht nichts „extra“  oder um uns zu ärgern. Wir müssen Geduld aufbringen und verstehen, ein Kind muss Dinge wieder und wieder erleben um sie zu verstehen, um sie zu erlernen. Deswegen sind Rituale so wichtig. Sie geben nicht nur Sicherheit, sondern sind auch ständige Wiederholungen für das Kind. Aus eigenen Lernprozessen wissen wir von uns selbst, wie lange es manchmal dauern kann, bis etwas gelerntes richtig sitzt oder wir es richtig gut können. Es braucht Zeit. Alles. Darum seid geduldig mit den kleinsten, schliesslich fangen sie von vorne an, bei null.

 

Mehr zu den Methoden um PF in den Alltag einzubringen, bald, hier!

 

Liebe Grüsse,

 

 

Nanny Anny

 

Pic: Unsplash

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Methoden zur Umsetzung – Positive Disziplin

Was es mit der Positiven Disziplin auf sich hat, haben wir in den letzen Beiträgen ja schon klären können und auf welchen Grundpfeilern diese Methode steht. Heute soll es darum gehen, wie man das ganze umsetzt. Ich werde anhand ein paar Beispielen erklären, wie es gelingt Positive Disziplin in den Alltag zu integrieren. Diese Informationen sind angelehnt an das Buch von Dr. Jane Nelsen „Positive Discipline, The first three years“

1.Kinder mit einbinden in den Alltag 

A)  Routine zusammen erschaffen
B) Mehrere Möglichkeiten geben
C) Gelegenheiten zum mithelfen geben

A) Kinder lernen unter anderem durch ständige Wiederholungen und Konsequenzen.  Beim lernen ist es sehr hilfreich für das Kind, wenn es Routinen gibt. Am besten man kreiert diese gemeinsam mit den Kindern, wenn sie alt genug sind.

Routine ist überall: Beim aufstehen oder schlafen gehen, beim Essen, einkaufen und so weiter. Dr Jane Nielsen empfiehlt auch eine „graphische“ Darstellung der Routineabläufe, wenn das Kind alt genug ist. So kann das Kind, wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat, dem Erwachsenen selber sagen, was als nächstes ansteht, wenn es zum Beispiel ums essen geht…oder ums raus gehen. So lernt es sich selber zu managen und die diversen Abläufe. Nicht zu verwechseln mit einem Sticker Chart.

B) Karoline ist fünf Jahre alt. Jeden Morgen stellt sie die Mutter vor die gleiche Frage vor dem Kleiderschrank: „Was möchtest Du heute anziehen?“ Das Mädchen ist still und schweig vor sich hin. Die Mutter, wie jeden Morgen, hat es eilig und keine Nerven für die unentschlossene Karoline. Sie nimmt etwas aus dem Schrank und befiehlt: „Wenn du dich nicht entscheiden kannst, entscheide ich für dich. Zieh das nun an, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“ Das junge Mädchen fängt an zu weinen…der Konflikt, bevor der Tag begonnen hat, ist schon vorprogrammiert.

Ich kenne Frauen mit dreissig Jahren, die wissen morgens immer noch nicht was sie anziehen möchten. Die Mutter überfordert das junge Kind mit so einer Frage. Besser wäre es dem Kind mehrere Möglichkeiten zu geben, aus einer Auswahl die man bereits im Vorfeld  für das Kind getroffen hat. So suggeriert man dem Kind, dass es mit entscheiden darf, ein Mitspracherecht hat, z.B: „Wollen wir erst die Socken anziehen oder das T-shirt? Du entscheidest!“ „Würdest du gern den blauen oder roten Pullover anziehen? Du entscheidest!“

C) Erschafft Gelegenheiten, in denen eure kleinen Lieblinge euch helfen können. Ob es beim einräumen der Söckchen in die Schublade geht oder einfach nur etwas kleines tragen. Sie möchten mit eingebunden werden und mithelfen. Es stärkt auch ihr Selbstbewusstsein.  Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

2. Nur ein Kind, dass respektiert wird, respektiert  

„Wie man in den Wald ruft, so hallt es hinaus!“, besagt ein alter Spruch. Gleich verhält es sich mit dem Respekt. Viele Eltern glauben ihre Kinder müssten sie respektieren ohne, dass die Eltern das gleiche für ihre Kinder tun. Quasi eine Einbahnstrasse. Kinder lernen aber durch Nachahmung und vor allem was ihnen zuhause vorgelebt wird. Wenn Konflikte immer durch schreien gelöst werden kann man als Elternteil nicht erwarten, dass die Kinder es anders lösen werden in naher Zukunft.

Ein Kind gehört auch respektiert mit seinen Bedürfnissen und Wünschen. Wenn ich also z.B etwas von dem Kind möchte, z.B ihm mitteilen will, dass wir nun einkaufen gehen müssen, verlange ich nicht, dass es alles stehen und liegen lässt, und mir folgt. Frustration auf beiden Seiten wäre damit vorprogrammiert.

Ich kann z.B höflich sagen: „Wir müssen in fünf Minuten einkaufen gehen, würdest du bitte langsam zum Schluss kommen mit deinem Spiel?“ Oder am Spielplatz: „Du darfst noch drei mal rutschen, oder eine Sandburg bauen, dann müssen wir gehen. Verabschiede dich bitte von deinen Freunden!“ oder je nach dem.

Auch eine kleine Eieruhr kann hilfreich sein, um dem Kleinkind als zeitliche Orientierung zu dienen, die es neben sich hat oder eben in der Hosentasche.

Ein Kind das respektiert wird, ist dazu geneigt sich auch respektvoll gegenüber dem Erwachsenen zu verhalten und kooperativ zu sein. Freundlichkeit und Strenge, ein angemessenes Verhalten, der Situation entsprechend zeigt nicht nur Respekt für die Würde des Kindes, sondern auch der eigenen Würde gegenüber.

3. Humor

„Lachen ist die beste Medizin!“ auch in der Erziehung. Ja, auch mir ist nicht jeden Tag zum Lachen, aber Humor macht wirklich einiges leichter. Da kann es schon mal vorkommen, dass das Kitzelmonster zu den Kindern kommt, die ihre Spielzeuge nicht aufgeräumt haben. Humor ist eine Wunderwaffe! Man kann aus jeder noch so langweiligen Aktivität ein Spiel machen, das Spass macht. „Ich wette du kannst die Spielzeuge vom Boden nicht aufräumen bis ich bis 10 zähle…oder dein Lieblingslied singe…“ Der Phantasie und der Kreativität hier sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Niemand sagte, dass Elternschaft einfach sein würde, aber auch niemand behauptete, dass Erziehung bierernst sein muss.

Sicher geht das alles nicht von heute auf morgen und niemand it perfekt,  aber wie heisst es so schön: „Übung macht den Meister!“ 

Mehr zur Positiven Disziplin hier in Kürze.

Schönes Wochenende,

Nanny Anny

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Positive Disziplin – Die 5. Grundpfeiler

Ich möchte nun endlich anknüpfen an die Beiträge über positive Disziplin. Wir wissen nun, was es mit dem ganzen auf sich hat und das es „positiv lernen“ bedeutet. Wenn nicht, bitte die vorherigen Beiträge hier z.B  anklicken. Nun ja, jetzt ist ja das Leben nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen und positiv, wie soll das also gehen? Soll ich nun meinem Kind alles erlauben?

Welches Erziehungsziel haben wir als Eltern, als Erzieher?

Als erstes, bevor das Kind das Licht der Welt erblickt, sollte man sich mit seinem Partner hinsetzten und sich Gedanken machen, was man seinem Kind mit auf dem Weg geben möchte. Welche Werte einem selber wichtig sind. Ihr werdet staunen, wie viele werdende Eltern länger über die Kinderzimmerausstattung diskutieren, statt über die wirklich wichtigen Dinge. Aber zurück zum Thema. Wie soll mein Kind sein? Selbstständig und Selbstbewusst? Soll es selber Entscheidungen treffen können? Sich behaupten können im Leben? Sich  durchsetzen? Emphatisch und Hilfsbereit sein? Durchhaltevermögen besitzen?

Hilfreiche Strafen?

Jedem Elternpaar ist etwas anderes wichtig. Was war es bei euch? Ein Kind mit der Methode der positiven Disziplin zu erziehen, bedeutet nicht, dass alles immer rosa und toll ist. Es bedeutet lediglich, dass ich das Kind Grenzen aufzeige, liebevoll. Ohne zu Strafen. Denn wir haben diese komische Vorstellung von Strafen und was sie bewirken sollen.

Aber kein Kind der Welt hat sich besser verhalten, weil es bestraft wurde. Das Verhalten wurde nur „korrigiert“ aus einer Angst heraus, vor einer möglichen Strafe. Es wurde ihm nicht beigebracht,  warum es falsch war sich so zu verhalten. Das Kind lernt dadurch nur,  sich eben nicht erwischen zu lassen.

Auch haben Eltern meist nicht hinter das Verhalten geschaut. Warum benimmt sich mein Kind so, dass ich es „bestrafen“ muss? Welche Bedürfnisse habe ich als Elternteil nicht wahrgenommen, dass sich mein Kind so verhält? Strafen als solches, fordert ausserdem nicht die Kooperation des Kindes sondern den Widerstand.

Was möchte die positive Disziplin erreichen?

Glückliche, selbstbewusste, verantwortungsvolle Menschen, die ohne das Konstrukt der Strafe und ohne Machtspielchen aufwachsen. Die respektvoll erzogen werden, in Kooperation mit den Eltern. Positive Disziplin möchte den Kindern das Gefühl geben, dazuzugehören und, dass ihre Stimme zählt. Positive Disziplin ist streng aber liebevoll.

„A child that feels better, does better!“

Übersetzt in etwa…ein Kind, dass sich besser fühlt, benimmt sich auch besser. Strafen mag zwar das Benehmen sofort stoppen, aber das Kind lernt auf lange Sicht nicht wirklich etwas daraus.

Was sind nun also die Grundpfeiler der Positiven Disziplin?

  1. PD ist Liebevoll aber streng. Liebevoll auf die Bedürfnisse der Kinder eingehend, aber auch streng der Situation entsprechend
  2. Das Kind lernt durch PD Zugehörigkeit und von Bedeutung zu sein
  3. Methoden der positiven Disziplin wirken auf Langzeitbasis
  4. Erlernen von Soft Skills / Lösungsorientiertes denken durch PD
  5. Kinder lernen, dass sie selber fähig sind Dinge anzugehen

Hört sich das gut an? Das ist es auch, ich arbeite seit ein paar Jahren mit dieser wundervollen Methode.  Mehr über Positive Disziplin, bald hier.

Sonnige Grüsse aus Sizilien,

Nanny Anny

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Aufruf zur Teilnahme an der Studie von Fr. Prof. Dr. Stamm: „Mary Poppins“

Als ich letztes Jahr den Beitrag über Fr. Prof. Dr Stamm gelesen habe ich einer grossen Zeitung fiel mir eine ihrer Aussagen besonders ins Auge. Sie hatte im Jahr 2017  eine Studie über Nannys geplant! Ich schrieb ihr drauf hin eine Email und bot meine Hilfe an.

Es ist schön, dass die Arbeit der Nannys mal genauer unter die Lupe genommen wird und die daraus resultierende Verantwortung. Denn oft werden Nannys als einfache Babysitter abgetan und erfahren nicht die Anerkennung die ihnen zustehen würde.

Aber wer ist Frau Prof. Dr. Stamm? So stellt sie sich auf ihrer Webseite vor: 

„Bis 2012 war ich Lehrstuhlinhaberin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Universität Fribourg (CH). Seit 2013 widme ich mich ganz dem Aufbau meines neuen Forschungsinstituts SWISS EDUCATION (Swiss Institute for Educational Issues). Es hat den Sitz in Bern und ist in der nationalen und  internationalen Bildungsforschung in verschiedenen Ländern tätig. Zudem bin ich Gastprofessorin an diversen Universitäten im In- und Ausland sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten von nationalen und internationalen Organisationen. An der Universität Fribourg betreue ich weiterhin Doktorandinnen und Doktoranden.

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Fr. Prof. Dr. Stamm       Pressebild 

Bis Ende 2011 war ich Mitglied des Rats des Eidgenössischen Instituts für Berufsbildung EHB sowie Präsidentin des Departements Erziehungswissenschaften. Von 2011 bis 2012 baute ich das Leading House «Qualität der beruflichen Bildung» an der Universität Fribourg im Auftrag des BBT (heute: SBFI) auf. Zudem gründete ich im Jahr 2011 das Universitäre Zentrum für frühkindliche Bildung Fribourg ZeFF. Darüber hinaus war ich Stiftungsrätin von FORS (Swiss Centre Of Expertise in the Social Sciences) bis September 2012.“

Im Januar war das  Gespräch in Bern, ich habe mich sehr gefreut über die Einladung.

Und nun, nun geht es endlich los mit der Studie, mit freundlicher Genehmigung von Fr. Prof. Stamm darf ich ihren mir zugessandten Text für den Beitrag verwenden.

So stellt sich die Studie vor:

„Mary Poppins“

Nannys als vergessene Kategorie der familienergänzenden Betreuung 

Was will unsere Studie? 

Die Studie untersucht die Delegation mütterlicher Arbeit an Nannys und die damit verbundenen Chancen und Probleme. Im Mittelpunkt stehen Arbeitsbedingungen und Inhalte des Berufsalltags, die Beziehungen zwischen Nannys und Familie, die Beziehung zum Kind / Kinder sowie die Rahmenbedingungen.

Wie läuft die Studie ab? 

Im Mittelpunkt der Studie steht eine kurze einmalige und maximal 20 Minuten dauernde online-Befragung von Nannys sowie von Müttern und Vätern, welche Nannys eingestellt haben.

Was bekommen die Teilnehmenden von uns? 

Als Dankeschön für die Teilnahme gibt es nach Projektschluss ein Dossier mit den wichtigsten Studienergebnissen. Zudem nehmen Eltern und Nannys an der Verlosung einer Städtereise nach Paris für zwei Personen teil. 

Was garantieren wir Ihnen? 

Alle Daten werden selbstverständlich anonymisierten. Das bedeutet, dass alle Namen und die dazugehörigen Angaben unter einer Nummer abgespeichert werden. Meine Mitarbeitenden und ich verpflichten sich dem Datenschutz und auch dem Berufsgeheimnis.

Interessierte, die an der Studie teilnehmen wollen melden sich bitte direkt bei:

jeckelmannu@gmail.com

Ich wäre allen Nannys und Eltern sehr Dankbar, wenn sie fleissig mitmachen.  Teilen und weitersagen ist natürlich auch gern gesehen und wird mit gutem Karma belohnt!

Herzlich,

Nanny Anny

Bild: Pexels