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Ähmm…Pardon? Nein, danke.

Wie bereits angekündigt werde ich mich beruflich verändern. Der Papierkrieg ist bereits voll im Gange und so habe ich mir überlegt mir evtl noch einen Nebenjob anzulachen um etwas Geld beiseite zu schaffen fürs Reisen nächstes Jahr. Gesagt getan, alle Suchprofile aktualisiert. Momentan bin ich vertreten bei einigen Agenturen um den freien Mittwoch und evtl ein paar Weekends abzudecken, zusätzlich auch auf ein paar Portalen:

http://www.topnanny.ch

http://www.betreut.ch

http://www.babysitting24.ch

http://www.lilliput.ch

Nun legt man dort Profil an, auch einen Begleitbrief und legt fest was man sucht, an welchem Tag und in welchem Umfang. Bei einigen Portalen kann man auch Referenzen hochladen, was alles sehr erleichtert. Selbst was man verdienen möchte kann man dort festlegen, so melden sich nur Leute die mit allem konform gehen. Denkste.

Von ersten Anfragen und 0 Antworten

Eine Krippe fragte an, ab Dezember für Vollzeit. So. Nein. Ich suche nichts für Vollzeit, kann aber gern an andere die freie Stelle weiterleiten. So gewinnen beide. Ist natürlich ärgerlich, da alles eben Zeit kostet.

Eine andere Dame suchte für ihr Neugeborenes ab und an Nachts eine Nanny. Kein Problem, kann ich bieten, Erfahrung ist schliesslich mehr als genug da. Sie hatte mir auch ihre Nummer zugesendet. Ich rief 3 mal an, in einer Woche, sprach aufs Band. Bis jetzt keine Antwort.

Die zweite Familie rief am gestern, Dienstag an, wollte sich unbedingt Mittwoch, an meinem freien Tag treffen, sagte aber Abends wieder ab. Joa, dass da kein Interesse mehr besteht muss ich glaub ich nicht mehr erwähnen. Scheint als wisse man nicht so genau was man wolle. Ausser meine Zeit verschwenden.

Die dritte Familie suchte auch jemanden für Mittwochs, hätte auch alles super geklappt. Wenn mich die Mutter nicht zwei Tage hintereinander versetzt hätte mit dem telefonieren.

Ich bevorzuge es nämlich mit den Leuten erst mal alles am Telefon zu klären bevor ich mich vorstelle, denn es kam oft vor, dass sie mich ein paar Stunden in Beschlag nahmen nur um mir zu sagen, dass sie nicht mal den Mindestlohn zahlen. Sowas will ich mir einfach ersparen. Und den Kindern. Aber wenn es schon so chaotisch her geht bei denen, dass sie zwei Tage hintereinander nicht in der Lage ist 20 Minuten zu telefonieren, möchte ich auch nicht weiter hinter die Kulissen sehen. Oder mich hinhalten lassen.

Die dritte Familie suchte jemanden für die Wochenenden. Schrieben ein paar Zeilen, sie fragten direkt Daten an. Als ich beide Daten zusagte, hörte ich nun eine Woche nichts von ihnen. Vorhin kam eine Nachricht, ob ich nun das Weekend Zeit hätte. Nein. Habe ich nicht. Ein paar Tage vorher anfragen ist nämlich nicht, wenn wir uns nicht kennen oder es kein Notfall ist mit entsprechender Bezahlung.

Ich weiss nämlich was hinter den Kulissen läuft. Man sucht so lange nach einer günstigen Lösung und hält die anderen, also in dem Fall mich, warm.

Nice try. Aber nein, danke.

 

Die Empörung war schon mal gross, als ich über sowas schrieb

Als ich das so in der Art schon mal publik machte, wie hinter den Kulissen mit den Kinderbetreuerinnen umgegangen wird hatten mich schon ein paar Mütter auf dem Radar. Dass sie mich so unter diesen Umständen NIEMALS einstellen würden und ob ich den so gefrustet bin, dass ich öffentlich das anprangere.

Ist es denn so ein grosses Geheimnis, dass ich das nicht veröffentlichen darf?

Warum? Warum dürfen andere nicht sehen, welchen Stellenwert man uns beimisst. Warum darf man nicht öffentlich sagen, dass die Wertschätzung gegen 0 läuft gegenüber den Personen denen man die eigenen Kinder in die Obhut gibt? Warum darf man nicht sagen, dass die Eltern am besten eine kostenlose Betreuung wollen und mit der Zeit der Betreuerinnen und Betreuer umgehen als wäre sie nichts wert? Vielleicht, weil man sich selber persönlich angesprochen fühlt? Denn nur getroffene Hunde bellen.

Fairness sieht nämlich einfach anders aus. Und den Eltern würde es auch nicht gefallen, wenn wir Kinderbetreuerinnen so ein asoziales Verhalten an den Tag legen würden.

 

 

 

 

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Hallo Herbst!

Gestern war offizieller Herbstanfang! Und obwohl ich ganz ganz grosser Sommerfan bin, versuche ich nun das beste daraus zu machen. Denn so gesehen, war der Sommer für mich lang. Sehr lang. Er fing nämlich schon auf meiner Rundreise in Italien im April an. Dort konnte man bereits auch Nachts im Kleid und Sandalen rumstreunen, während es in der Schweiz geschneit hatte. Nun wird es Zeit sich einzukuscheln, Kürbis Rezepte auszuprobieren, zu basteln und es einfach mal gemütlicher zu nehmen. Denn im Sommer war ich so gut wie nie zuhause.

Herbst in der Kita

Schön wäre es, wenn Eltern daran denken würden den Kindern Regensachen mit in die Kita, Spielgruppe oder Kids zu geben. Bitte anschreiben. Bitte. Fast jedes Kind hat die gleichen Regensachen. Ehrlich. Es ist jedes Jahr vorgekommen, dass man den Eltern jeden Tag dieses Lied hoch und runter singen musste. Das beinhaltet:

  • eine passende Regenhose
  • passende Regenstiefel
  • und ebenso eine passende Regenjacke
  • evtl Mütze und Schal

Ich wiederhole mich bewusst, mit dem „passend“, da es auch Eltern gab, die einfach davon ausgingen, dass die Sachen vom letzen Jahr ihren Kindern noch passten. Nichts ist unangenehmer als in zu kleinen Schuhen zu laufen! Zu kleine Kleidung, das wissen auch wir erwachen, ist auch mühsam.

Aktivitäten im Herbst

Für uns Nannys bedeutet der Herbst auch, dass wir uns für unsere Schützlinge ein Programm für schlechte Tage suchen müssen. Ich habe mich entschlossen mit der kleinen die Kreativ Werkstatt zu besuchen zwei mal die Woche, zusätzlich zum Singen. Auch Schifffahrten stehen auf dem Programm sowie Indoor Spielplätze. Kleinere als in Deutschland gibt es hier in den Gemeinschaftszentren der Stadt.

Im GZ kann sie malen, schneiden, kleben usw. Es kostet wenig, man muss keine Materialien kaufen, man muss sich nicht vorher anmelden und das beste: Man muss den Dreck danach nicht aufräumen. Gibt es sowas auch in eurer Stadt, oder was habt ihr euch überlegt um die langen regnerischen Tage schöner zu gestalten?

Denn klar, man kann auch noch im Herbst viel draussen machen, aber wir kennen auch Tage an dem es nonstop regnet und uns die Decke auf den Kopf fällt. Die Gemeinschaftszentren die solche Aktivitäten anbieten, geben den Kinder und uns Nannys auch die Chance andere Kinder und Nannys bzw Mütter zu treffen. Für euch zusätzlich habe ich ein paar Ideen wieder zusammen getragen, zum basteln, kochen und backen – There we go:

100 & 1 Bastelidee zum Thema Herbst

Ein schönes, sonniges Wochenende euch allen und viel Spass beim ausprobieren ❤
                                                                    
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Wie „dick“ darf eine Erzieherin sein?

Nein, ich möchte heute kein Body Shaming betreiben oder das 90-60-90 in den Krippen und Kitas einführen. Es geht mir  um eine Aussage von einer Mutter in England, die sich aufgrund des extremen Übergewichtes der Erzieherin entschlossen hat ihr Kind nicht in deren Obhut zu geben. Den ganzen Artikel in englisch findet ihr hier.

Und es war nicht irgendeine Mutter, sondern diese:

Dr. Pamela Peeke is a nationally renowned physician, scientist, expert and thought leader in the fields of integrative and preventive medicine. Dr. Peeke is a Pew Foundation Scholar in Nutrition and Metabolism, Assistant Professor of Medicine at the University of Maryland, holds dual masters’ degrees in public health and policy, and is a Fellow of both the American College of Physicians and the American College of Sports Medicine. Dr. Peeke is featured in the National Institutes of Health’s “Changing Face of Medicine” exhibit on the history of women physicians at the National Library of Medicine. She has been named one of America’s top physicians by the Consumers Research Council of America. Dr. Peeke has received national recognition from the fitness and nutrition industries for her continuing leadership and expertise.

Quelle

Kurz fürs Verständnis, ich bin 1.60 und wiege momentan um die 71 Kg. Mein BMI ist bei 27.7 – ich habe also selber Übergewicht. Ab 30 gilt man bereits als adipös, also Fettleibig.

Ich bin also keine Skinny B… die nun auf dickere Mitmenschen einhaut!

Nichts desto trotz habe ich mich durch die Kommentarspalten gekämpft und so gar kein Verständnis für die Mutter finden können. Denn eins ihrer Bedenken sind klar verständlich, zumindest für mich:

  • Kann die Erzieherin mein Kind aus einer brenzligen Lage befreien, wenn es schnell gehen muss? Zur Erinnerung: Die Erzieherin atmete schwer, bewegte sich schwerfällig und lief beim normalen Schritttempo in der Kita schon rot an. Mit 20 Jahren!

Wie mobil ist man mit übermässigem Gewicht?

Also meine 15 Kg mehr auf den Rippen behindern mich in keinster Weise. Ich kann dem Kind nachrennen, schnell reagieren, Fussball spielen, den ganzen Tag wandern gehen. Keine Atemnot, kein jappsen nach Luft, ich laufe nicht mal rot an. Doch wie sieht es aus, wenn jemand stark übergewichtig ist? Wenn wir hier nicht von 15 oder 20 Kg mehr sprechen sondern von 50 oder gar noch mehr?

Ist der Mensch auch so flexibel? Es ist ein sehr schwieriges Thema, das ist mir bewusst. Und egal was man sagt, es ist falsch. Doch was würde man sagen, wenn das Kind weg läuft, direkt auf die Strasse und die Erzieherin wäre nicht imstande dem Kind nachzurennen, weil es in der Krippe schon im Laufen nach Luft schnappt?

Dick ist auch nicht gleich dick

Und ja, auch das ist mir bewusst. Doch wir gehen mal nur von dem Fall aus dem Artikel aus. Ich kenne auch genug Menschen die beleibt sind und viel mehr Sport machen als ich oder andere, mit weniger Gewicht. Aber so einen roten Kopf vom laufen bekommt man nicht von 15 oder 20 kg Übergewicht, wenn wir ehrlich sind. Nicht mit 20 Jahren.

Dicker Diätkoch – nein danke.

Würdet ihr einen Diätkoch engagieren, der selber Übergewicht hat? Sorry, also ich würde es nicht tun. Ich würde mich auch nicht von einer Kosmetikerin behandeln lassen, die selber unreine Haut hat. Oder einer Friseurin mit zerstörtem Haar. Klar, eine Erzieherin muss nun kein Model sein oder übermässig sportlich, aber sie ist auch Vorbild.

Und so lange es nicht krankhaft ist, das Übergewicht, muss man sich dann schon fragen, was sie dem Kind vorlebt? Schliesslich sehen manche Kinder die Erzieherin mehr, als die eigenen Eltern.

Man sollte Eltern einfach mal selber überlassen auf was sie wert legen bei den Menschen, denen sie ihre Kinder anvertrauen. Manche wollen keine Erzieherinnen mit Piercings, alle wollen Nichtraucherinnen und manche wollen eben Erzieherinnen die jung sind und nicht kurz vor der Rente stehen, andere wollen genau das Gegenteil. Bei den Nannys genau das gleiche.

Ja, das ist Diskriminierung, ich weiss. Doch es sind ihre Kinder. Und Eltern brauchen ein gutes Gefühl, wenn sie aus der Krippe oder Kita raus gehen und keine Bedenken und Misstrauen in die Betreuungspersonen. Und ihre Bedenken sollten sie auch äussern können ohne dafür an den Prager gestellt zu werden.

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Über Anstand, Respekt und Wertschätzung gegenüber Nannys

Allgemein lässt sich die Tage beobachten, wie der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung den Bach runter gehen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch hier in der Schweiz. Zumindest empfinde ich das in meinem Beruf so. Die Wertschätzung gegenüber Erzieherinnen oder Nannys läuft gegen 0. Aber wehe sie sind dann mal nicht da, dann ist das Geschrei gross. Man erinnere sich nur an die Demos der Erzieherinnen und das Gejammer der Eltern und anderen Menschen als die Krippen und Kitas dicht machten.  Ich werde heute ein paar Punkte aufzählen die so gar nicht gehen, aus meinem Nanny Leben.

22:30 Uhr

„Ich dachte du bist eine Nachteule!“ so entschuldigte sich eine Mutter, die mich gegen 22:30 Uhr anrief, nach dem sie mich am  Vortag versetzt hatte.  Um den nächsten Einsatz zu besprechen. Aber von vorne. Ich betreute sie mit ihrem 4 Monate alten Sohn, eine bis drei Nächte die Woche. Normalerweise läuft das über die Agentur, aber sie fragte weiter Termine einfach so bei mir an, alles mündlich. Ich hätte am Mittwoch um 8 Uhr morgens bei ihr sein sollen für ein paar Stunden zur Entlastung. Den Abend davor war ich in der Stadt auf einem Konzert, ging eher nachhause, um am nächsten Tag fit zu sein.

21 Uhr kam dann eine SMS, gerade als ich zur Türe rein kam, sie benötige meine Hilfe doch nicht, die grosse sei krank, schon die ganze Woche. Ja, danke auch.  Schön, fällt dir das nicht mal 12 Std vor Einsatzbeginn auf und ein.

Abend versaut & eine finanzielle Einbusse.

Dann rief sie auch noch spät abends an am nächsten Tag…Sorry, gehts noch?! 22:30 Uhr!! Ich hatte schon fast geschlafen. Das geht nicht. Respekt, Anstand, Wertschätzung…vermisste ich in dem Augenblick sehr. Sehr. Denn das Thema des Telefonats hatte noch eine Woche Zeit gehabt zum besprechen. Es eilte nicht. So gar nicht.

Habe ihr dann mitgeteilt am Donnerstagmorgen sie wende sich doch für weitere Anfragen in Zukunft direkt an die Agentur. Hat sich zwar entschuldigt, aber das war bereits das zweite mal, dass sie mich versetzte. Das erste mal, schickte sie mich nach einer Std bereits nach Hause. Tochter war krank, weinerlich, Einsatz unmöglich.  Hätte man das schriftlich gemacht über die Agentur im Vorfeld, hätte sie 3 volle Stunden zahlen müssen. Einmal..ok. Zweimal…in zwei Wochen. Nope! In anderen Berufen wäre das so auch nicht gegangen.

Dass sie sich nie wieder meldete, brauche ich nicht zu erwähnen. Aber so geht niemand mit mir und meiner Zeit um.

Eltern die sich nicht entscheiden können

Eine andere Mutter die ich über ein paar Einsätze über die Agentur kennenlernte rief mich in meinem Urlaub an. Ok, geschenkt, die paar Minuten. Verwickelte mich dan in eine 45 Minuten Unterhaltung, auch easy. Brauche jemanden für den Mittwoch und am Weekend, kein Problem. Einigten uns dann, dass ich mich melde, wenn ich wieder da bin um den Vertrag schriftlich festzuhalten. Mündlich war ja alles geklärt. 3 Tage vor Arbeitsbeginn sagte sie mir ab. Meldete sich aber 2 Monate später mit der gleichen Anfrage. Sagte ihr, sie solle sich mit der Agentur zusammensetzen, ich hätte kein Interesse mehr.

Eine andere Mutter – fragte an, war auch alles geklärt, mündlich,  nur damit sie mir 2 Tage vorher absagt. Aussage: „Haben nun jemanden vom roten Kreuz für die nächsten drei Wochen, melden uns danach nochmal!“ Nö, für mich ist es hier erledigt. Ich kann keine Tage reservieren, Standby – kostenlos versteht sich, schon wieder, und wenn sie dann jemanden günstigeren gefunden haben, sagen sie mir wieder ab.

Ich verstehe Eltern die es sich nicht leisten können, aber man muss uns Kinderbetreuer auch verstehen. Standby ist nicht. Wir verdienen so unser Geld, unsere Brötchen, unseren Lebensunterhalt. Für Miete, Lebensmittel und Co. Da wir nicht „ordentlich“ bezahlt werden für das was wir leisten, können wir es uns nicht leisten einfach so Tage auf gut Glück für Familien zu reservieren, kostenlos, sondern nehmen Anfragen rein wie sie kommen. Zusätzlich zu unseren festen Jobs. Da ist kurz vor Einsatzbeginn absagen einfach nicht so toll.

Man stelle sich nur vor, wir Nannys würden so mit den Familien umspringen. Man verlangt von der Nanny und anderen Kinderbetreuern unter anderem Zuverlässigkeit. Und dann benimmt man sich so.

Die, die auf Portalen nicht antworten

„DRINGEND! Suchen wir einen Babysitter / Nanny etc.“ 

So die meisten Suchanfragen auf Kinderbetreuungs Portalen. Von ihnen hat sich noch NIEMAND die mühe gemacht ein kurzes Feedback auf die Bewerbung zu geben. Dann wundern sich aber die Eltern, warum sich auch niemand mehr die grosse Mühe dort macht sich zu bewerben. Das hat für mich auch viel mit Wertschätzung, Respekt und Anstand zu tun.

 

Man nahm mir so klar Worte schon mal übel

Ich habe schon mal zu solchen Eltern position bezogen auf meiner Facebookseite. Das nahm mir eine Mutter sehr übel. „Dich würde ich so nicht einstellen wollen für meine Kinder!“ Ja, easy, kein Problem. Wenn es nicht ok ist in deinen Augen FAIR zu sein und das auch einzufordern, dann möchte ich da eh nicht arbeiten. In anderen Berufen kann man auch nicht sich beliebig Tage reservieren und dann nach Lust und Laune absagen. Kein Handwerker, Monteur, Arzt würde das mitmachen. Auch hier bei Ärzten muss man 24 Stunden vorher absagen, sonst wird das berechnet. Krankheit und Co sind noch mal was anderes! Wertschätzung ist keine Einbahnstrasse.

 

Eltern vertrauen uns ihre Kinder an

Behandeln uns aber teilweise unter aller Kanone, denn das sind nur ein paar Beispiele. Und ja, das darf man nach aussen kommunizieren, damit sich einige den Kopf machen und ihr Verhalten hinterfragen. Auch der Rest der Welt darf wissen, wie mit uns umgesprungen wird.  Warum sollte ich schweigen zu alle dem?

Klar, es gibt auch tolle Familien, das steht ausser Frage. Doch je mehr ich mich mit anderen Nannys und Babysitter auseinandersetze, desto mehr erlebe und höre ich, das Gegenteil. Auch am eigenen Leib. Und das ist schade. Man bezahlt seiner Putzfrau auch teilweise mehr, und ist bereits zu verbindlicheren Abmachungen, als der Frau die auf das eigene Fleisch und Blut aufpasst und es gegebenenfalls auch erziehen soll. Das muss man erst mal sacken lassen.

 

 

Schönes Wochenende ihr lieben,

 

 

Nanny Anny

 

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Wer trägt die Verantwortung für die Erziehung der Kinder?

Ein Kind zu bekommen ist das schönste der Welt, für die werdenden Eltern. So zumindest höre ich das meistens heraus. Man kauft für das Baby Kleidung, diskutiert mit dem Partner über das Kinderzimmer, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig soll es sein, was man da rein stellt. Nicht zu kitschig, nicht zu kalt.

Dann braucht man noch einen Kinderwagen. Und das erfordert auch etliche Besuche im Fachhandel oder man hat Freunde, die einem den Wagen vererben / verkaufen. Alles in allem mach das Baby, noch bevor es da ist eine Menge Arbeit. Man muss ich um die Betreuung kümmern, am besten noch bevor das Kind da ist, seine finanzielle Situation überlegen, kann man es sich leisten zu Hause zu bleiben, oder arbeiten beide weiter, oder, ob ein Teilzeitmodell in Frage käme.

 

Erziehung planen?

Alles wird durchdacht und geplant im besten Falle, bis auf eine klitzekleine Angelegenheit: Die Erziehung

Welche Werte haben wir?

Was wollen wir für das Kind? – Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Mündigkeit?

Was ist beiden Partner wichtig, wo unterscheiden sich die Meinungen?

Wie werden wir in Zukunft mit diesen Unterschieden umgehen?

Wie wollen wir die Erziehungsziele erreichen?

Wie ist es mit der Entwicklung des Kindes? Ist mir bewusst, dass nicht jedes Kind gleich ist? 

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich habe keine Eltern kennengelernt, die sich mit  Erziehung und Erziehungszielen wirklich auseinander gesetzt haben.

Klar, viel lesen Erziehungsratgeber, besuchen Geburtsvorbereitungskurse etc. Doch die meisten Streitigkeiten bezüglich der Kinder, sind immer noch in der verschiedenen Sichtweise der Partner in Sachen Erziehung. Denn im Alltag werden meist Feuerwehrübungen betrieben, man entscheidet dann so Situativ heraus, was an sich ja nicht schlecht ist, doch manche Grundpfeiler sollten schon sein, damit die Erziehung einen roten Faden hat. Denn viele „einfache, schnelle Lösungen“ scheinen auf den ersten Augenblick bequem, ziehen aber unbequeme Konsequenzen nach sich.

 

Kinder brauchen einen roten Faden

Kinder brauchen Sicherheit, sie müssen erfahren, was heute gültig und richtig ist, ist es morgen und übermorgen auch noch.  Beständigkeit gibt Sicherheit und sollte nicht unterschätzt werden. Man kann Ausnahmen machen, doch eben, sollten sie Ausnahmen bleiben. Man möchte ja sein Kind mit bestem Wissen und Gewissen erziehen, damit es später fähig ist sein Leben alleine zu bestreiten. Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen, Sozialkompetent zu sein, all das was es eben braucht um in der Welt selbstständig zu bestehen.

 

Eltern sind Vorbilder

In erster Linie tragen Eltern die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder, niemand sonst. Und man ist dem Kind ein Vorbild, ob einem das bewusst ist oder nicht. Wenn zuhause Konflikte aggressiv gelöst werden, kann man nicht vom Kind erwarten, dass es ruhig und besonnene an Konfliktsituationen ran geht.  Wer zuhause keine Tischmanieren an den Tag legt, kann das auch nicht von seinem Kind erwarten. Wer sich abfällig über alles und jeden äussert, wird sich noch wundern, wenn das Kind mal in der Pubertät ist, was es da so ablassen kann. Wir müssen uns immer vor Augen halten, was Eltern den Kindern auf den Weg geben wollen, müssen sie selber erst Vorleben.  Man kann nicht von Kita, Krippe oder Schule erwarten, dass sie einem das Kinder im wahrsten Sinne des Wortes erziehen. Zumindest nicht die Dinge, für die die Eltern und nur die Eltern verantwortlich sind.

 

Erziehung – zum Wohle des Kindes, oder?

Wenn gewisse Situationen eintreten, reagieren Kinder. Wobei, Kinder reagieren immer auf ihre Umwelt. Sei es Scheidung der Eltern, ein neues Geschwisterchen oder, dass sie einfach keine Grenzen gesetzt bekommen haben als Kleinkinder. Das ist „ok“, so lange die Kinder klein sind, da hat man sie noch „einigermassen“ im Griff, gerade, wenn sie mit einem zuhause sind. ABER: Wenn diese Kinder dann in Kita oder Schule kommen, geht der „Spass“ erst los.

Wenn sie anderen Kinder und Erzieher treten und schlagen, weil die nicht so wollen wie das Kind. Wenn das Kind nur noch tobt, weil es seinen Willen nicht bekommt, so wie er sich das von zuhause gewöhnt ist. Dann wird das zum Problem. Das Kind wird zum „Problemkind“, wird von anderen Kindern gemieden, das wiederum macht das betroffene Kind agressiv, und so dreht sich der Teufelskreis und zieht immer grössere Bahnen, bis hin ins Erwachsenenalter.

Viele Eltern scheinen gewisse logische Konsequenzen auch nicht für bare Münze zu nehmen. „Ach, das Kind nässt nur wieder ein, weil es zu faul ist auf Toilette zu gehen!“ Dass aber die Entwicklung, z.B auch Rückläufig sein kann, bei Ausnahmesituationen wird einfach zur Seite geschoben.  „Ach, mein Kind ist zuhause ganz lieb, ich kann mir das nicht erklären, warum er bei euch so aggressiv ist, wer weiss was ihm die anderen Kindern tun, während die ErzieherInnen weg sehen!“ 

 

Im äussersten Fall – Jugendamt oder KESB

Wenn die Situation ausser Kontrolle gerät, aus welchen gravierenden Fällen auch immer, wird im äussersten Fall die Kinder- und Erwachsenen Schutzbehörde = KESB oder in Deutschland, das Jugendamt eingeschaltet. Die suchen mit den Eltern eine Lösung, hören sich die Probleme an, reden mit dem Kind. Und, wenn es gar nicht anders geht, nimmt man auch die Kinder raus aus den Familien. So etwas passiert NIE, ich wiederhole NIE aus nichtigen Gründen, wie einer einzigen Ohrfeige. Sondern, hat eine lange Vorgeschichte. Das Interview mit einer Jugendamts-Mitarbeiterin findet ihr hier

Einige der betroffenen Eltern hier in der Schweiz haben gar eine Gruppe gegründet, in der sie versuchen gegen die KESB vorzugehen. Denn wie in Deutschland, hört man in den Medien immer nur von den negativen Fällen, nie aber von den positiven. Und klar, kam die KESB auch immer aus dem nichts, und riss den armen Eltern die Kinder aus der Hand.  Wenn ich mich dann für das Jugendamt positioniere, weil ich froh war um deren Massnahmen und ich einige mehr Menschen kenne, die genau so froh waren nicht mehr bei ihren Familien sein zu müssen, werde ich als bezahlter Troll beschimpft oder man unterstellt mir Geld zu bekommen, damit ich diese Aussagen treffe. Was absolut nicht wahr ist!

 

Miteinander satt gegeneinander, bitte!

Ich komme aus einer Familie, die recht zerrüttet ist und war. Ich bin mit 17 Jahren in eine kleine Wohnung gezogen im Rahmen vom „Betreuten Wohnen“, mein mittlerer Bruder wurde fremdplatziert zu einer Pflegefamilie. Mein kleiner Bruder blieb bis zum Schluss bei meiner Mutter. So. Ich war selber betroffen. Wir Kinder haben einen langen Weg hinter uns, bis man uns ENDLICH da rausgenommen hat.

Meine Mutter sieht bis heute nicht ein, warum das passier ist. Wir sind die schlimmen Kinder. Sie trifft keine Schuld. So denken auch die meisten Eltern in dieser Gruppe. Das macht mich etwas traurig, denn man kämpft gegen Windmühlen, gegen die Behörde, die nur das beste für das eigene Kind will, weil man selber, aus welchen Gründen auch immer nicht dazu imstande ist, sich um das Kind gebührend zu kümmern.

Fehler passieren, ja, auch bei den Behörden. Das will ich auch niemanden absprechen. Aber ich würde mir wünschen, dass sich die Eltern mal selber ins Gewissen nehmen, sich professionelle Hilfe holen, zum Wohle ihrer Kinder.  Wo liegt mein Teil, dass es so weit kommen konnte? Was kann ich in Zukunft besser machen? Lasst uns mit den Behörden nach einem Lösungsweg suchen, statt nach Schuldzuweisungen.

 

Denn wie gesagt. Eltern sind verantwortlich für ihre Kinder. Eine Dame hat mir heute gesagt:

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf!

Ok, warum kämpfen dann aber genau die gleichen Menschen, die sich so äussern, gegen die Hilfe von aussen? Gegen das „Dorf“? Wieso heisst es meist: „Die Erziehung meines Kindes, das kann ich am besten! DAs geht niemanden was an!“ „Haben sie Kinder? Nein? Dann haben sie keine Ahnung und können mir nicht helfen!“

Seltsam, ich habe noch nie jemanden sagen gehört zu einem Arzt: „Hatten Sie schon mal x beliebige Krankheit? Nein? Dann können Sie mir auch nicht helfen!“

 

 

Schönes Wochenende meine lieben,

 

 

Nanny Anny

 

 

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Methoden zur Umsetzung – Positive Disziplin

Was es mit der Positiven Disziplin auf sich hat, haben wir in den letzen Beiträgen ja schon klären können und auf welchen Grundpfeilern diese Methode steht. Heute soll es darum gehen, wie man das ganze umsetzt. Ich werde anhand ein paar Beispielen erklären, wie es gelingt Positive Disziplin in den Alltag zu integrieren. Diese Informationen sind angelehnt an das Buch von Dr. Jane Nelsen „Positive Discipline, The first three years“

1.Kinder mit einbinden in den Alltag 

A)  Routine zusammen erschaffen
B) Mehrere Möglichkeiten geben
C) Gelegenheiten zum mithelfen geben

A) Kinder lernen unter anderem durch ständige Wiederholungen und Konsequenzen.  Beim lernen ist es sehr hilfreich für das Kind, wenn es Routinen gibt. Am besten man kreiert diese gemeinsam mit den Kindern, wenn sie alt genug sind.

Routine ist überall: Beim aufstehen oder schlafen gehen, beim Essen, einkaufen und so weiter. Dr Jane Nielsen empfiehlt auch eine „graphische“ Darstellung der Routineabläufe, wenn das Kind alt genug ist. So kann das Kind, wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat, dem Erwachsenen selber sagen, was als nächstes ansteht, wenn es zum Beispiel ums essen geht…oder ums raus gehen. So lernt es sich selber zu managen und die diversen Abläufe. Nicht zu verwechseln mit einem Sticker Chart.

B) Karoline ist fünf Jahre alt. Jeden Morgen stellt sie die Mutter vor die gleiche Frage vor dem Kleiderschrank: „Was möchtest Du heute anziehen?“ Das Mädchen ist still und schweig vor sich hin. Die Mutter, wie jeden Morgen, hat es eilig und keine Nerven für die unentschlossene Karoline. Sie nimmt etwas aus dem Schrank und befiehlt: „Wenn du dich nicht entscheiden kannst, entscheide ich für dich. Zieh das nun an, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“ Das junge Mädchen fängt an zu weinen…der Konflikt, bevor der Tag begonnen hat, ist schon vorprogrammiert.

Ich kenne Frauen mit dreissig Jahren, die wissen morgens immer noch nicht was sie anziehen möchten. Die Mutter überfordert das junge Kind mit so einer Frage. Besser wäre es dem Kind mehrere Möglichkeiten zu geben, aus einer Auswahl die man bereits im Vorfeld  für das Kind getroffen hat. So suggeriert man dem Kind, dass es mit entscheiden darf, ein Mitspracherecht hat, z.B: „Wollen wir erst die Socken anziehen oder das T-shirt? Du entscheidest!“ „Würdest du gern den blauen oder roten Pullover anziehen? Du entscheidest!“

C) Erschafft Gelegenheiten, in denen eure kleinen Lieblinge euch helfen können. Ob es beim einräumen der Söckchen in die Schublade geht oder einfach nur etwas kleines tragen. Sie möchten mit eingebunden werden und mithelfen. Es stärkt auch ihr Selbstbewusstsein.  Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

2. Nur ein Kind, dass respektiert wird, respektiert  

„Wie man in den Wald ruft, so hallt es hinaus!“, besagt ein alter Spruch. Gleich verhält es sich mit dem Respekt. Viele Eltern glauben ihre Kinder müssten sie respektieren ohne, dass die Eltern das gleiche für ihre Kinder tun. Quasi eine Einbahnstrasse. Kinder lernen aber durch Nachahmung und vor allem was ihnen zuhause vorgelebt wird. Wenn Konflikte immer durch schreien gelöst werden kann man als Elternteil nicht erwarten, dass die Kinder es anders lösen werden in naher Zukunft.

Ein Kind gehört auch respektiert mit seinen Bedürfnissen und Wünschen. Wenn ich also z.B etwas von dem Kind möchte, z.B ihm mitteilen will, dass wir nun einkaufen gehen müssen, verlange ich nicht, dass es alles stehen und liegen lässt, und mir folgt. Frustration auf beiden Seiten wäre damit vorprogrammiert.

Ich kann z.B höflich sagen: „Wir müssen in fünf Minuten einkaufen gehen, würdest du bitte langsam zum Schluss kommen mit deinem Spiel?“ Oder am Spielplatz: „Du darfst noch drei mal rutschen, oder eine Sandburg bauen, dann müssen wir gehen. Verabschiede dich bitte von deinen Freunden!“ oder je nach dem.

Auch eine kleine Eieruhr kann hilfreich sein, um dem Kleinkind als zeitliche Orientierung zu dienen, die es neben sich hat oder eben in der Hosentasche.

Ein Kind das respektiert wird, ist dazu geneigt sich auch respektvoll gegenüber dem Erwachsenen zu verhalten und kooperativ zu sein. Freundlichkeit und Strenge, ein angemessenes Verhalten, der Situation entsprechend zeigt nicht nur Respekt für die Würde des Kindes, sondern auch der eigenen Würde gegenüber.

3. Humor

„Lachen ist die beste Medizin!“ auch in der Erziehung. Ja, auch mir ist nicht jeden Tag zum Lachen, aber Humor macht wirklich einiges leichter. Da kann es schon mal vorkommen, dass das Kitzelmonster zu den Kindern kommt, die ihre Spielzeuge nicht aufgeräumt haben. Humor ist eine Wunderwaffe! Man kann aus jeder noch so langweiligen Aktivität ein Spiel machen, das Spass macht. „Ich wette du kannst die Spielzeuge vom Boden nicht aufräumen bis ich bis 10 zähle…oder dein Lieblingslied singe…“ Der Phantasie und der Kreativität hier sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Niemand sagte, dass Elternschaft einfach sein würde, aber auch niemand behauptete, dass Erziehung bierernst sein muss.

Sicher geht das alles nicht von heute auf morgen und niemand it perfekt,  aber wie heisst es so schön: „Übung macht den Meister!“ 

Mehr zur Positiven Disziplin hier in Kürze.

Schönes Wochenende,

Nanny Anny

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Nanny Anny zu Gast bei „UGLY TRUTH“

Ja, anhand meiner Augenringe kann man mir die Last der letzten Wochen deutlich ansehen. Aber hey..noch 4. Tage und dann geht es für mich auch endlich in den wohlverdienten Urlaub. Wellness, Entspannen und all das..yeah! Aber bevor es soweit ist, habe ich meinen Blog hier auch in meiner Sendung vorgestellt.

Aufklärungsbedarf

Weil es immer noch Aufklärungsbedarf gibt, zwischen Eltern und Nannys. Gerade vor ein paar Tagen musste ich eine Familie abmahnen, und das Arbeitsverhältnis kündigen von einem kleineren Job. Die dachten auch man lasse sich ewig alles gefallen und fielen bestimmt aus allen Wolken, als der Brief ins Haus flatterte.

Ausgangspunkt war, ich komme jeden Mittwoch für 10.5 Std rein, sie haben 5. Wochen Ferien, vertraglich geregelt. Dumm nur, dass es seit beginn nach ihrer Lust und Laune ging. Mal Ja, mal Nein, mal vielleicht, mal wussten sie es nicht genau, ob sie mich am Mittwoch brauchten. Aber gezahlt, für dieses hin und her haben sie nie. Nur die effektiven Stunden die ich da war, was so nicht rechtens ist. Man kann schliesslich nicht jeden Mittwoch im Monat besetzen und dann nur einen in Anspruch nehmen, und nur den zahlen,  obwohl per Vertrag alles geregelt ist. Das habe ich dann angesprochen- es wurde ignoriert. Man behandelte mich als hätte ich einen Vertrag auf Abruf.

„Reiss dich zusammen, ich habe Verpflichtungen!“

Als ich dann mal krank wurde, sprach mir die Dame des Hauses aufs Band: „Du musst Dich zusammen reissen, ich habe schliesslich Verpflichtungen!“

Das muss man sich mal vorstellen! Sie erhielt darauf eine SMS von mir mit der Kündigung, und eine Aufforderung die ausstehenden Stunden zu begleichen. Ich hatte nun genug Geduld und Kulanz bewiesen. Schliesslich hatten sie auch nur einmal geschafft pünktlich zu zahlen..in 7 Monaten! Man ist auch nur ein Mensch..und, wenn es mich nur hier und da braucht…dann kann man sich schließlich nun anders organisieren. Jeder der mich kennt, weiss, ich bleibe nicht wegen ein wenig Kopfweh oder Schnupfen zu Hause.

Schliesslich sei ich weder auf Abruf noch zu ihren Diensten wann sie es für nötig hält. Wir haben schliesslich einen Vertrag der bindend ist. Das war, die für sie, unschöne Wahrheit. Wir konnten uns einigen und sie zahlen mir nun den Betrag und den erst, denn ich wurde freigestellt für die Kündigungsfrist. Ohne Möglichkeit mich von den Kindern zu verabschieden. So weit so gut. Es sind ihre Kinder. Nur finde ich es verdammt Schade. Schliesslich habe ich diesen ERROR nicht herbeigerufen.

Liebe Nannys, lasst euch nichts gefallen

Habt keine Angst für eure Rechte einzustehen. Wenn euch einer deswegen nicht einstellen möchte, würde es mich eh stutzig machen. Denn wer sich fair verhält, muss auch nichts fürchten. Und sorry, wir sind weder Leibeigene,  noch eure „Sklaven“ die so tanzen wie ihr es wollt. Man hat nicht umsonst Verträge, die bindend sind und Gesetze erlassen! So wie ihr als Arbeitnehmer Rechte habt in eurer Firma, so haben wir sie auch, wenn wir angestellt sind bei euch! Und by the way: Wenn wir auch nach Lust und Laune zu Arbeit erscheinen würden..na ich weiss nicht wie lange die Eltern das mitmachen würden.

 

Viel Spass beim ansehen und wenn ihr Fragen habt- nur zu! Schreibt mir:

M. Poppins@gmx.ch