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Methoden zur Umsetzung – Positive Disziplin

Was es mit der Positiven Disziplin auf sich hat, haben wir in den letzen Beiträgen ja schon klären können und auf welchen Grundpfeilern diese Methode steht. Heute soll es darum gehen, wie man das ganze umsetzt. Ich werde anhand ein paar Beispielen erklären, wie es gelingt Positive Disziplin in den Alltag zu integrieren. Diese Informationen sind angelehnt an das Buch von Dr. Jane Nelsen „Positive Discipline, The first three years“

1.Kinder mit einbinden in den Alltag 

A)  Routine zusammen erschaffen
B) Mehrere Möglichkeiten geben
C) Gelegenheiten zum mithelfen geben

A) Kinder lernen unter anderem durch ständige Wiederholungen und Konsequenzen.  Beim lernen ist es sehr hilfreich für das Kind, wenn es Routinen gibt. Am besten man kreiert diese gemeinsam mit den Kindern, wenn sie alt genug sind.

Routine ist überall: Beim aufstehen oder schlafen gehen, beim Essen, einkaufen und so weiter. Dr Jane Nielsen empfiehlt auch eine „graphische“ Darstellung der Routineabläufe, wenn das Kind alt genug ist. So kann das Kind, wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat, dem Erwachsenen selber sagen, was als nächstes ansteht, wenn es zum Beispiel ums essen geht…oder ums raus gehen. So lernt es sich selber zu managen und die diversen Abläufe. Nicht zu verwechseln mit einem Sticker Chart.

B) Karoline ist fünf Jahre alt. Jeden Morgen stellt sie die Mutter vor die gleiche Frage vor dem Kleiderschrank: „Was möchtest Du heute anziehen?“ Das Mädchen ist still und schweig vor sich hin. Die Mutter, wie jeden Morgen, hat es eilig und keine Nerven für die unentschlossene Karoline. Sie nimmt etwas aus dem Schrank und befiehlt: „Wenn du dich nicht entscheiden kannst, entscheide ich für dich. Zieh das nun an, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“ Das junge Mädchen fängt an zu weinen…der Konflikt, bevor der Tag begonnen hat, ist schon vorprogrammiert.

Ich kenne Frauen mit dreissig Jahren, die wissen morgens immer noch nicht was sie anziehen möchten. Die Mutter überfordert das junge Kind mit so einer Frage. Besser wäre es dem Kind mehrere Möglichkeiten zu geben, aus einer Auswahl die man bereits im Vorfeld  für das Kind getroffen hat. So suggeriert man dem Kind, dass es mit entscheiden darf, ein Mitspracherecht hat, z.B: „Wollen wir erst die Socken anziehen oder das T-shirt? Du entscheidest!“ „Würdest du gern den blauen oder roten Pullover anziehen? Du entscheidest!“

C) Erschafft Gelegenheiten, in denen eure kleinen Lieblinge euch helfen können. Ob es beim einräumen der Söckchen in die Schublade geht oder einfach nur etwas kleines tragen. Sie möchten mit eingebunden werden und mithelfen. Es stärkt auch ihr Selbstbewusstsein.  Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

2. Nur ein Kind, dass respektiert wird, respektiert  

„Wie man in den Wald ruft, so hallt es hinaus!“, besagt ein alter Spruch. Gleich verhält es sich mit dem Respekt. Viele Eltern glauben ihre Kinder müssten sie respektieren ohne, dass die Eltern das gleiche für ihre Kinder tun. Quasi eine Einbahnstrasse. Kinder lernen aber durch Nachahmung und vor allem was ihnen zuhause vorgelebt wird. Wenn Konflikte immer durch schreien gelöst werden kann man als Elternteil nicht erwarten, dass die Kinder es anders lösen werden in naher Zukunft.

Ein Kind gehört auch respektiert mit seinen Bedürfnissen und Wünschen. Wenn ich also z.B etwas von dem Kind möchte, z.B ihm mitteilen will, dass wir nun einkaufen gehen müssen, verlange ich nicht, dass es alles stehen und liegen lässt, und mir folgt. Frustration auf beiden Seiten wäre damit vorprogrammiert.

Ich kann z.B höflich sagen: „Wir müssen in fünf Minuten einkaufen gehen, würdest du bitte langsam zum Schluss kommen mit deinem Spiel?“ Oder am Spielplatz: „Du darfst noch drei mal rutschen, oder eine Sandburg bauen, dann müssen wir gehen. Verabschiede dich bitte von deinen Freunden!“ oder je nach dem.

Auch eine kleine Eieruhr kann hilfreich sein, um dem Kleinkind als zeitliche Orientierung zu dienen, die es neben sich hat oder eben in der Hosentasche.

Ein Kind das respektiert wird, ist dazu geneigt sich auch respektvoll gegenüber dem Erwachsenen zu verhalten und kooperativ zu sein. Freundlichkeit und Strenge, ein angemessenes Verhalten, der Situation entsprechend zeigt nicht nur Respekt für die Würde des Kindes, sondern auch der eigenen Würde gegenüber.

3. Humor

„Lachen ist die beste Medizin!“ auch in der Erziehung. Ja, auch mir ist nicht jeden Tag zum Lachen, aber Humor macht wirklich einiges leichter. Da kann es schon mal vorkommen, dass das Kitzelmonster zu den Kindern kommt, die ihre Spielzeuge nicht aufgeräumt haben. Humor ist eine Wunderwaffe! Man kann aus jeder noch so langweiligen Aktivität ein Spiel machen, das Spass macht. „Ich wette du kannst die Spielzeuge vom Boden nicht aufräumen bis ich bis 10 zähle…oder dein Lieblingslied singe…“ Der Phantasie und der Kreativität hier sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Niemand sagte, dass Elternschaft einfach sein würde, aber auch niemand behauptete, dass Erziehung bierernst sein muss.

Sicher geht das alles nicht von heute auf morgen und niemand it perfekt,  aber wie heisst es so schön: „Übung macht den Meister!“ 

Mehr zur Positiven Disziplin hier in Kürze.

Schönes Wochenende,

Nanny Anny

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Blogparade – Dankbarkeit

Vor einigen Tagen rief ich auf dem Zwillingsblog zur Blogparade auf mit dem Thema: Dankbarkeit und dachte mir, es sei doch schön, wenn ich auch einen Beitrag dazu steuere:

Ich bin Dankbar, für jeden Tag den ich „erleben“ darf!

Jeder Tag an dem ich aufwache, ein Dach über dem Kopf habe, das Essen im Kühlschrank, Gesund bin. Dankbar, dass es mir wirklich gut geht und es an nichts mangelt. Dankbar, dass ich jeden Tag duschen kann, Dankbar für all die tollen Sachen die bei mir im Bad stehen und so fein riechen. Ich bin Dankbar, dass ich mit all meinen Sinnen, das Leben intensiv schmecken, riechen, sehen, hören , spüren und fühlen kann.

Ich bin Dankbar für die Musik in meinem Leben

Was wäre mein Leben ohne Musik? Was wäre mein Leben ohne den Tanz? Ich bin Dankbar, dass ich in einer Zeit lebe, in der jegliche Musik sehr einfach erhältlich ist, dank des Internets und ich in den Geschmack aller Epochen komme. Ich bin Dankbar für die Festivals, die ich besuchen kann um dort tagelang zu tanzen. Sie geben mir Kraft die grauen Tage im Winter zu überstehen.

Für meine Freunde und Familie

Ich bin Dankbar für meine Freunde, die zur Familie geworden sind. Dankbar, dass sie immer zu mir gehalten haben, auch wenn ich manchmal echt anstrengend sein kann. Dankbar, dass sie immer ein offenes Ohr haben und wir wirklich über alles sprechen können. Dankbar, dass sie die Mauern einreissen konnten, die ich mir Jahrelang aufgebaut habe. Dankbar auch, für den kleinen Teil der Familie die noch übrig geblieben ist. Tantchen, Feri und Andrea, ich hab euch lieb ❤

Für die Menschen, die mich betrogen, belogen und hintergangen haben

Ja, auch für euch bin ich Dankbar. Ihr habt mich stärker gemacht. Ihr habt die Spreu vom Weizen getrennt. Dank euch, sind nun die richtigen Menschen in meinem Leben. Ihr wart mir ein immenser Antrieb um meine Ziele zu erreichen. Ihr, die nicht an mich geglaubt habt, oder die , die dachten meine Geduld sei unendlich. Menschen, die mein Vertrauen nicht nur einmal missbraucht haben um sich dann zu wundern, dass der „Klaus Kinski“ in mir sich zeigte. Danke! Durch euch habe ich gelernt, mich das nächste Mal schneller umzudrehen und zu gehen. Keine Zeit zu verschwenden mit sinnlosen Diskussionen. Dass ein „Nein“ keinerlei weiterer Erklärungen bedarf. Und, dass ich mir Liebe nicht verdienen muss.

Die Möglichkeiten an Wissen zu gelangen und zu reisen

Symposium über die Relativitätstheorie? Vorlesung in Psychologie? Gasthörerin in der Universität? Alles kein Problem. Vorlesungen zu diversen Themen, Fortbildungen, Seminare, Weiterbildungen, das Internet, die unzähligen Bibliotheken, all das Wissen, was man sich, wenn man möchte aneignen kann. Ich kann mir jedes Buch, dass ich lesen möchte ganz unproblematisch kaufen oder ausleihen und somit meine Neugierde befriedigen. Dafür bin ich sehr Dankbar! Auch für die Möglichkeiten dieses Jahr endlich Europa verlassen zu können um zu reisen bin ich extrem froh. Ich denke Indien und alle anderen Destinationen werden sehr bereichernd für mich sein.

Für meinen Beruf

Ich bin Dankbar für jedes Kinderlachen, für jede Lektion die ich lernen durfte von den kleinen bis jetzt. Bin Dankbar, dass ich jeden Aspekt meiner Persönlichkeit in meinem Beruf leben kann. Vom Kreativen, zum praktischen, über das musikalische, bis hin zum pädagogischen Aspekt. Ich bin froh, dass ich alle Projekte unter einen Hut bekomme und sie toll managen kann. Dankbar bin ich auch, dass ich dieses Jahr nun endlich etwas Geld verdienen kann mit meinen Online Projekten. Auch, dass ich eine tolle Agentur habe, die mir so manchen kreativen und aufregenden Nannyjob verschafft hat. Auch für meinen jetzigen Nannyjob bin Dankbar, nehmen sie mich so wie ich bin und kritisieren nicht meine verrückte Art oder meine Vorliebe für Einhörner und Glitzer. Dankbar bin ich für meine Sendung und die Menschen dahinter, die an mich glauben!

Für jeden Fehler den ich begangen habe, für jede Herausforderung

Harmonie ist stagnieren, kein Fortschritt passiert wenn gar nichts passiert. Wenn Fehler passieren, lernt man dazu. Durch Herausforderungen wächst man über sich hinaus. Ich bin Dankbar, für jeden Fehler, jede Fehlentscheidung die ich je getroffen habe. Sie waren immer sehr lehrreich und haben mich zu dem Menschen gemacht der ich heute bin.

Und zum Schluss

Bin ich Dankbar für mich selbst. Nach allem was ich erleben durfte im Leben ist aus mir doch ein fröhlicher, optimistischer Mensch geworden, der das Leben liebt, es nimmt wie es kommt und keine Zeit mehr verschwendet um sich darüber zu sorgen, was andere denken. Oder was andere von mir halten könnten. Ich habe aufgehört mein Leben mit Sorgen um die Zukunft zu verschwenden, aber nie aufgehört einen groben Plan zu haben. Ich bin Dankbar, dass ich mich 99% der Zeit so annehmen und lieben kann wie ich bin. Mit allen meinen Fehlern und Schwächen. (uuuuuund meinem Hüftgold ❤ )

 

Für was bist du Dankbar? Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe auch einen Beitrag. Die Blogparade geht noch bis zum 14.02!

 

 

Nanny Anny

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Schlafmittel für schreiende Babys…

„Weder Trösten noch der Nuggi hilft: Das Baby schreit die halbe Nacht durch. Das bringt einige Eltern an den Rand der Verzweiflung. «Es gibt solche, bei denen der Leidensdruck mit schreienden Babys so gross ist, dass sie Medikamente gegen Juckreiz wie Fenistil-Tropfen verabreichen», sagt Susanne Fischer, Leiterin der Zürcher Familienpraxis Stadelhofen Schlafberatung. Ihr sei sogar ein Elternpaar bekannt, das sich für sein Kleinkind vom Arzt Ritalin habe verschreiben lassen.“

Quelle: 20.min

Das Leben verändert sich grundlegend mit Kindern

Wenn man Eltern sagt, dass sich das Leben mit Kindern von Grund auf verändert, wird man mit Beschimpfungen eingedeckt. Man hätte ja keine Ahnung, da kinderlos und ausserdem wissen sie ja von XY, dass sie trotzdem noch reisen gegangen sind und nach 3.Monaten ging es für beide retour in den Job. Die 17. Jahre Berufserfahrung, die ich habe Aus- und Weiterbildung zählen da nichts! Eltern wissen es besser- weil sie Eltern sind!

So sieht also die Realität aus, Eltern wollen zwar Kinder, aber es soll doch bitte alles so laufen wie davor und überhaupt, man richte sich doch nicht nach einem Kind. Das Kind hat sich dem Lebensstil der Eltern gefälligst anzupassen, am besten gleich am ersten Tag. Es muss gefälligst funktionieren!

Das eigene Kind betäuben….muss das sein?

Aber wie herzlos muss man sein, wenn man seinem eigenen Fleisch und Blut Medikamente gibt damit es endlich mal die Fresse hält? Ja, das ist überspitzt formuliert, aber seinem Kind beruhigende Mittel geben ist einfach Misshandlung. Darüber hinaus, wissen es diese Eltern ja eh meist besser, da sie den Expertenschein für Kinder erworben haben bei der Geburt ihres Kindes und sich meist Beratungsresistent oder holen sich im Vorfeld auch niemanden mit ins Boot der wirklich Ahnung hat. Ja, ich verstehe den Leidensdruck, aber warum holt man sich keine Hilfe? Oder hat man dazu keine Zeit und es ist bequemer Mittelchen zu verabreichen?!

Warum man überhaupt Kinder bekommt, wenn man sich nicht darauf einstellen mag bleibt mir folglich immer ein Rätsel. Und ja, ich kenne das, wenn ein Kind durch schreit und sich nicht beruhigen lässt, ich war auch Nachtnanny, da die Eltern es eben nicht mehr aushielten. War ein harter Job, aber nach ein paar Monaten hat man dann eine Strategie wie das Kind durchschlafen kann oder man holt sich Hilfe beim Kinderarzt und geht ins Schlaflabor. Und ja, es geht auch ohne Schlafmittel und ähnliches, ehrlich!

Es ist keine Schande sich Hilfe zu holen 

Ja, ich kann verstehen, dass man sich das leichter vorgestellt hat, da die Mutter vom XY immer erzählt, dass ihr Baby nach 2. Monaten durch schlief. Und bei der Tante vom „Sowieso“ war das ähnlich. Auch die Nachbarin äusserte sich in diese Richtung. Und auch eine Mutter, die mal bei mir nachfragte ob ich nicht für 100 CHF die Nacht später auf ihre Ungeborenen Zwillinge Nachts aufpassen würde, war felsenfest der Meinung, diese Summe sei gerechtfertigt, da man eh die meiste Zeit schlief und die Babys 2-3 mal maximal (!) und er Nacht aufwachen würden. Nun ja, man kann es den Leuten wenig verübeln, wenn sie die Realität nicht kommen sehen, da viele Eltern auch lügen um sich und ihre Sprösslinge besser da stehen zu lassen. Das Kind quasi als Egoverlängerung.

Bitte, informiert euch bevor ihr Kinder zeugt!

Was braucht ein Kind? Wie ist der Entwicklungsstand? Was mache ich wenn ich nicht stillen kann? Was mache ich wenn mein Kind nicht durch schläft? Nicht richtig trinkt? Was gibt es für Kinderkrankheiten? Ab wann spricht man von Fieber? Was mache ich bei Verdauungsstörungen? Wie muss ich mein Leben gestalten, dass ein Kind darin Platz hat? Und nicht das Kind muss sich seiner Umwelt anpassen, sondern die Umwelt an das Kind zumindest für die erste Zeit. Geht das in Ordnung mit meinem Berufs- und Privatleben? Welche Hilfe und Unterstützung gibt es? Bin ich bereit Opfer zu bringen? Wie organisiere ich mich? Was für Hilfsangebote gibt es bei Problemen?

Das sind nur einige der Fragen die es man sich stellen sollte bevor man ein Kind in die Welt setzt. Für alles gibt es eine Gebrauchsanleitung, Schulungen, Aus- und Fortbildungen…aber nicht für Kinder und wie man mit ihnen umgeht. Deswegen ist es die Pflicht der Eltern, dem Kind gegenüber sich schlau zu machen!

„Aber früher ging es auch ohne!“

Früher starb die Mutter auch teilweise bei der Geburt des Kindes….

Nun ja, früher, da wohnten die Generationen noch alle unter einem Dach und man profitierte vom Wissen der älteren. Das ist heute leider nicht mehr so. Und wehe die Erzieherinnen oder die eigenen Eltern sagen etwas, dann ist man beleidigt und lässt sich sowieso nichts sagen! Weil man es als Mutter oder Vater eh besser weiss. Also würde das Modell „Früher“ heute gar nicht mehr funktionieren.

Hier habe ich ein spannendes Interview mit einem Kinderarzt vom Kinderspital Zürich gefunden zum Thema Schlafstörungen bei Kindern:

Wie werden Eltern im Kinderspital Zürich beraten?

„Wichtigstes Arbeitsinstrument ist das Schlafprotokoll. In dieses werden die Schlafgewohnheiten des Kindes eingetragen. Zusätzlich füllen die Eltern einen Fragebogen aus. In der Schlafsprechstunde wird dann mit den Eltern eine ausführliche Anamnese durchgeführt. Dabei erfährt der Arzt vieles über die Schwangerschaft, Geburt, familiäre Situation und Rollenverteilung innerhalb der Familie. Weiter wird das Kind klinisch untersucht. Anschliessend werden die Eltern beraten.“

Ganzes Interview, hier

Ich kann euch leider auch kein Geheimrezept verraten, da jedes Kind anders ist und was bei A klappt, kann bei B verkehrt sein. Nur BITTE, Medikamente verabreichen ist in gar keinem Fall ok. Sucht euch Hilfe, einen Babysitter, wechselt euch ab, eine Tagesmutter im Tagesmutter Verein, eine Studentin…was auch immer. Aber tut das euren Kindern nicht an.

 

 

Schönes Weekend,

 

Nanny Anny

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1. Jahr Nanny Anny !

Was ist besser als Geburtstag zu feiern? 2.mal Geburtstag zu feiern, an einem Tag! Am 27.08 wurde nicht nur Wasmansonichtsagendarf.com 1. Jahr alt, sondern auch der NannyAnny.net Blog. Yipee! Ein Jahr, Höhen und Tiefen, aber vor allem Höhen, ein Jahr das geprägt war von Arbeit, Arbeit & Arbeit. Aber nun, da es sich mehr oder minder dem Ende neigt, kann ich voller Überzeugung sagen: Es hat sich gelohnt!

Ich habe SVEB1 (Kursleiterin) Diplom in der Tasche, darf mich nun Berufsbildnerin nennen und Birkenbihl Practicioner 1. (auf dem Weg gerade zum Practicioner 2. und dem Birkenbihl Master) letztes Jahr noch auf der Couch ihre Videos angesehen – heute bereits 4.Module absolviert. In einem Jahr kann viel passieren, auch wenn es schnell an mir vorbei zog =) Nur mein kreatives Schreiben im Fernstudium musste etwas pausieren, da es dann doch alles zusammen zu viel wurde. Vielleicht haben sich einige gefragt, warum der Blog eine etwas längere Pause gemacht hat…das wäre dann die Erklärung. All das, plus der 2.te Blog ist eben immens viel Arbeit!

Beruflich hat sich nichts verändert, ich betreue immer noch meine zwei lieben Mädels, bin immer noch in der Erwachsenenbildung als Deutschlehrerin unterwegs und habe am Weekend immer noch hier und da das Zapfzepter in der Hand im Kulturzentrum Horgen.

In Zukunft werde ich hier weiterhin min. einmal in der Woche Beiträge veröffentlichen. Weiterhin die Augen für euch offen halten, sei es nun DIY Projekte, Backideen (Pinterest) oder Ausflugstipps,  Schöne Dinge und Impressionen, (Instagram), die neusten Studien usw. Ihr findet mich hier auch auf Facebook.

Ich möchte mich für eure Treue bedanken, die tollen Kommentare und den Austausch. Ausserdem suche ich Blogs die sich mit dem Thema Kinder, Reisen mit Kindern, Pädagogik, Partnerschaft, Basteln, Kochen, Backen, DIY beschäftigen für ein Blogverzeichnis hier auf meiner Seite, da vernetzung nie Schaden kann. Alles was ihr tun müsst – schickt mir eine Nachricht unter M.Poppins@gmx.ch und ich verrate euch dann wie es weiter geht. Ich freue mich auf viele, weitere tolle Momente mit euch!

 

Herzlichst,

 

Nanny Anny

 

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Wenn das Glück dich doppelt trifft

Die Geburt eines Kindes ist aufregend, anstrengend und stellt das bisherige Leben auf den Kopf. Wie sieht es aber aus, wenn das Glück einen doppelt trifft? Sarah von Mamani bloggt wird uns heute einen kleinen Einblick gewähren. Danke Sarah für deinen Beitrag und allen Eltern die mitgemacht haben. Heute vor genau 6. Monaten entstand mein erster Beitrag =)  Hach..wie die Zeit vergeht!

Da saß ich nun, lädiert und etwas überfordert im Sessel. Soeben kam ich nach 8 Tagen Klinik mit meinen neugeborenen Zwillingen bei meiner Mutter an, wo wir die ersten Wochen bleiben sollten. Die Mäuse schliefen in meinem alten Kinderzimmer, das meine Mutter als Überraschung in einer Nacht und Nebelaktion in ein supersüßes Babyzimmer verwandelt hatte. Noch war ich allein in der Wohnung und so konnte ich erstmal in aller Ruhe heulen. Hormone und so. Ihr kennt das.

 

Jede Mutter weiss, dass die erste Zeit nach der Geburt nicht immer ein Zuckerschlecken ist, besonders nach einem Kaiserschnitt. Neben dem ganzen Babyzauber und den rosa Einhörnern gibt’s da noch Dinge wie Wochenfluss, Hormonschwankungen und keinen Schlaf. Bei Zwillingen nehme man alles Mal zwei. Ich konnte leider nicht stillen, also gab ich alle 3 Stunden Fläschchen. Beidhändig. Nachts dazu meistens mit dem Gesicht im Kissen und im Halbkoma. Ich sah nämlich schnell ein, dass es frisch operiert gar nicht so einfach war, nachts aus dem Bett zu kommen. Meine Mutter sah das ähnlich, nach ein paar Nächten in denen nicht nur 2 Babies schrien, sondern auch noch Ich brüllte: „MAMA! ICH KOMM NICHT HOCH!“

Also starte ich meine Liste der „Wie überlebe ich die erste Zeit “ – Dinge gleich damit:

 

Familien/Beistellbett

Ernsthaft, was Besseres könnt ihr zum Wohlergehen aller nicht tun. Sie brüllen. Sie brüllen oft. Und ihr seid müde. Sehr müde.

 

Familienhilfe

Klingt erstmal abschreckend, ist es aber nicht. Ich hatte eine ganz tolle Helferin die mir im Haushalt half und mich super mit den Kindern unterstützte.

Einmal schickte sie mich morgens zurück ins Bett und ließ mich 4 (!!) Stunden schlafen.

Dafür liebe ich sie heute noch.

 

Das sind die beiden, in meinen Augen, hilfreichsten 2 Dinge die man tun kann wenn man alleinerziehende Mama ist, egal ob Zwillinge oder „nur“ ein Baby. Unterstützung ist das A und O, um selber nach der Geburt wieder auf die Beine zu kommen. Was bei mir Dank einer lockeren Symphyse doppelt anstrengend war.

Generell ist Organisation mega wichtig. Ich habe die erste Zeit Buch geführt, welches Baby wieviel getrunken hat und um wieviel Uhr. Das ist auch für die Hebamme und den Kinderarzt wichtig zu wissen, da Zwillinge ja oftmals kleine Leichtgewichte sind.

 

Bei mir lief es im Nachhinein wirklich gut, es gibt nur eines was ich anders gemacht hätte.  Ich hätte definitiv vorkochen sollen, denn sind die Kinder erstmal daheim kommt man zu nichts mehr . Der Pizzadienst hat in der Zeit gut verdient an mir!

Also füllt eure Vorratsschränke, kocht vor, friert ein und befiehlt den Besuchern lieber einen Topf Suppe mitzubringen als das 367. Kapuzenbadetuch.

 

Und kauft Schokolade.

Viel Schokolade.

Ihr habt sie verdient!

 

 

 

Sarah findet ihr ausserdem auch auf Facebook