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„Postive Disziplin“ – die Antworten

Ich hatte euch vor einigen Tagen gefragt, was ihr euch unter „Positiver Disziplin“ vorstellt. Gerne lasse ich euch nun teilhaben, was so als Antwort kam…

Die Antworten:

„Das ergibt für mich soviel Sinn wie liebevolle Strenge (oder die mildere Variante liebevolle Konsequenz) – nämlich gar keinen. Disziplin ist für mich neutral. Wenn man etwas will, dann hat man auch die Disziplin (im Sinne von Durchhaltevermögen, Organisations- und Ordnungswillen etc.). Wenn nicht, dann nicht. Disziplin ist in meinen Augen nicht zu erzwingen, Disziplin kommt von einem selbst oder gar nicht.“

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Au-pair – eine günstige 24 Std Lösung?

Als ich letzte Woche eine Bekannte traf, hatten wir es von einer Familie, dessen Au-pair über Nacht abgereist ist. Die Familie war aufgelöst und konnte überhaupt nicht nachvollziehen wie das passieren konnte. Was war geschehen? Eine 17 jährige aus der Niederlande, sollte den kompletten Haushalt, (Wäsche, einkaufen, Kochen, Putzen) und 2. Kinder betreuen während die Eltern in der Arbeit waren. Jeder der ein bisschen Verstand hat, merkt schon nur beim Lesen der Anforderungen, dass das nur in die Hose gehen kann.

Das wird auch nach dem Beitrag von letzter Woche mein Thema heute!

Da ich auch als Au-pair 2007 in die schöne Schweiz kam gibt es auch hier viel zu erzählen und der Aufklärungsbedarf ist enorm. Vor ein paar Tagen berichtete mir eine Mami, dass sie nun ihren Nanny Job verliert, da die Familie auf ein günstiges (600 CHF, Monat) Au-pair umsteigen will. Die Familie hat eine 4 Zimmer Wohnung, 2. Kinder und würde gern dem Au-pair den kompletten Haushalt und die Kinder überlassen, 6 Tage Woche von 7-18 Uhr. Wer mich kennt weiss, dass ich bei solchen Familien rot sehe. Das ist moderne Sklaverei, nichts anderes meine lieben Eltern. Wenn das Au-pair eure Tochter wäre, wie würdet ihr euch fühlen?

Was genau ist ein Au-pair?

Ein Au Pair ist ein junger Mensch zwischen 18 und 30 Jahren, ledig und kinderlos, der für eine begrenzte Zeit in ein fremdes Land reist, um dort bei einer Gastfamilie zu leben. Während des Aufenthaltes unterstützt das neue Familienmitglied auf Zeit die Gastfamilie bei der Kinderbetreuung und leichter Hausarbeit.

Der Begriff Au Pair kommt übrigens aus dem Französischen und bedeutet „auf Gegenseitigkeit.“ Daher bekommt das Au Pair im Gegenzug ein Taschengeld, wohnt als vollwertiges Familienmitglied kostenlos bei der Familie und nimmt an den Mahlzeiten teil. Die Höhe des Taschengeldes und Anzahl der Arbeitsstunden sind geregelt durch die Bestimmungen des jeweiligen Gastlandes. Ziel des Au Pair Aufenthalts ist der beidseitige kulturelle Austausch – im geschützten familiären  Rahmen.

Das Au Pair übernimmt als „große Schwester“ oder „großer Bruder“ zeitweise die Verantwortung für die Kinderbetreuung. Es vertieft in der Familie seine Sprachkenntnisse und besucht üblicherweise auch einen Sprachkurs. Es bekommt Einblicke in das Leben seiner Gastfamilie und in die authentische Kultur, Sprache und Lebensweise des Gastlandes. Es lernt den neuen Familienalltag und damit auch andere Sitten und Gebräuche kennen. Ein Au Pair sammelt neue Erfahrungen, Eindrücke und Sichtweisen. Das alles sind Pluspunkte – auch für die berufliche Zukunft.

Für wen kommt ein Au-pair in Frage? Hier gibt es eine kleine Checkliste:

In Ihrem Haushalt lebt mindestens ein Kind im schulpflichtigen Alter oder jünger?
 

Sie besitzen die schweizerische Staatsbürgerschaft, eine Niederlassungsbewilligung C oder eine Aufenthaltsbewilligung B EU/EFTA?

 

Ihr Au Pair soll Ihre Kinder betreuen und leichte Arbeiten im Haushalt übernehmen?

 

Sie verfügen über sehr gute Kenntnisse der im regionalen Umfeld gesprochenen Sprache?

 

Sie haben eine andere Nationalität und sprechen eine andere Sprache als das Au Pair?

 

Mindestens ein Elternteil ist vorwiegend im Haushalt tätig und kann das Au Pair während mindestens der Hälfte seiner Arbeitszeit betreuen?

 

Sie sind bereit, Ihrem Au Pair ausreichend Zeit für den Besuch eines Sprachkurses zu geben und die Kosten zu tragen?

Quelle: http://www.aupairworld.com

 

Checkliste, ob du dich als Au-Pair für die Schweiz eignest, findet du hier:

https://www.aupairworld.com/de/au_pair_program/switzerland/au_pair/check

Wie man schon bis hier her erkennen kann, ist ein Au-pair keine günstige Arbeitskraft die man den ganzen Tag alleine lassen kann. Den jungen Au-pairs würde ich wirklich ans Herz legen: Sucht über eine Agentur, die euch bei Notfällen, Problemen usw. zur Seite steht, gerade weil ihr im Ausland seid. Online Plattformen finde ich persönlich nicht seriös und so Aussagen wie diese verstärken nur meine Ansicht:

Gastfamilie werden

In der heutigen Zeit wollen viele Familien Gastfamilie werden und machen sich auf die Au Pair Suche. Unregelmäßige Arbeitszeiten und immer stärker geforderte Mobilität zwingen viele Eltern dazu sich auf die Suche nach einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung für ihre Kinder zu machen und sie wollen daher Gastfamilie werden. Gastfamilie zu werden ist wohl die beste Lösung, denn damit hat man seinen Babysitter quasi 24 Stunden am Tag im Haus. Hat man sich dazu entschieden Gastfamilie zu werden, wird im nächsten Schritt das passende Au Pair gesucht. Bei der Au Pair Suche gibt es viele verschiedene Möglichkeiten.

Au Pair Suche – Was muss ich beachten?

Wenn Sie Gastfamilie werden möchten, sollten Sie sich vorher überlegen wonach Sie genau suchen. Als Gastfamilie werden Sie mit dem Au Pair für einen längeren Zeitraum auf engem Raum zusammenleben. Deshalb sollte ein Au Pair gesucht werden, welches gut in Ihre Familie passt. Gleiche Interessen und Erfahrungen in der Kinderbetreuung wären da von Vorteil. Wenn Sie ein Au Pair gesucht und eine erste Vorauswahl getroffen haben, sollten Sie ruhig mit den Mädchen telefonieren, da man am Telefon schnell feststellen kann, ob Sympathie füreinander da ist oder nicht.

Quelle: www.Aupair.net

Rund um die Uhr Betreuung? Babysitter 24 Std immer im Haus? Horror! Viele Eltern benehmen sich auch dementsprechend. Muss ja so sein, wenn es hier so steht! Falsch meine lieben, ganz, ganz fürchterlich falsch! „Was muss ich beachten?“ Wie wär es mit den gesetzlichen Bestimmungen liebe Eltern / Agenturen? Davon ist leider unter diesem Punkt bei dieser Plattform nichts zu sehen, bezahlen müssen die Eltern aber trotzdem bei der Vermittlung…Also Augen auf bei der Agentur!

Weiter geht es mit den Infos:

Aufenthaltsdauer eines Au-pairs

Ein Au Pair Aufenthalt in der Schweiz dauert in der Regel bis zu 12 Monate. Au Pairs aus EU-/EFTA-Staaten können ihren Aufenthalt in begründeten Fällen bis zu einer Gesamtdauer von maximal 24 Monaten verlängern. Au Pairs aus Drittstaaten haben diese Möglichkeit nicht.

Kosten

Mit der Aufnahme eines Au Pairs erhöhen sich Ihre Lebenshaltungskosten, denn es wohnt eine weitere erwachsene Person in Ihrem Haushalt.

Verpflegung und Unterkunft

Ihr Au Pair erhält während der gesamten Dauer seines Aufenthalts freie Kost und Logis. Es bekommt als Mitglied der Familie auch ein eigenes Zimmer.

Taschengeld

In der Schweiz erhalten Au Pairs einen Lohn, der sich aus Taschengeld und Naturallohn zusammensetzt. Der Naturallohn wird in Form von Kost und Logis gewährt. Dieser entspricht pauschal 990 CHF. Das Taschengeld richtet sich nach Kanton und Alter. Es muss den kantonalen und den von den zuständigen Verbänden aufgestellten Richtlinien entsprechen und beträgt in der Regel zwischen 500 und 750 CHF netto im Monat.
Bei Arbeitsunfähigkeit hat Ihr Au Pair Anspruch auf Lohnfortzahlung. Der Lohn wird auch während Urlaub und Feiertagen gezahlt.

Sprachkurs

Au Pairs, die in der Schweiz arbeiten, müssen einen Sprachkurs in der am Aufenthaltsort gesprochenen Landessprache besuchen. Die Kursgebühren werden vollständig von Ihnen als Gastfamilie übernommen. Der Sprachkurs muss bei einem Aufenthalt von einem Jahr mindestens 120 Stunden umfassen (etwa 3-4 Stunden pro Woche). Sprachkurse von Privatpersonen sind nur in Ausnahmefällen zulässig.

Reisekosten

In einigen Kantonen müssen Gastfamilien die Reisekosten ihres Au Pairs übernehmen. Informieren Sie sich dazu bei der entsprechenden kantonalen Arbeitsmarktbehörde.

Steuern und weitere Beiträge

Als Arbeitgeber tragen Sie mindestens die Hälfte der Kosten für Sozialbeiträge (AHV, IV, EO, ALV) sowie für Beiträge zur Kranken-, Unfall- (UVG) und Pensionsversicherung (BVG). Die Betriebsunfallversicherung (BU) wird ausschließlich von Ihnen bezahlt. Die Quellensteuer wird hingegen vom Bruttolohn abgezogen. Sie beträgt ungefähr 5 CHF pro Monat und wird jeweils zum Ende jedes Kalenderjahres fällig. Dazu müssen Sie beim kantonalen Steueramt ein Abrechnungsformular einreichen.

Arbeitszeit

Ihr Au Pair wird nur halbtags beschäftigt und darf nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten. In der Regel betrifft das die Tage Montag bis Samstag. Die Arbeitszeiten müssen so gestaltet werden, dass Ihr Au Pair einen Sprachkurs besuchen kann.

Freizeit

Ihr Au Pair hat Anspruch auf mindestens einen ganzen freien Tag pro Woche. Je nach Kanton kann es hierzu gesonderte Regelungen geben.

Urlaub

Die Anzahl der Urlaubstage Ihres Au Pairs richtet sich nach seinem Alter. Au Pairs bis zum vollendeten 20. Lebensjahr haben 5 Wochen Urlaub pro Jahr. Au Pairs über 20 haben Anspruch auf 4 Urlaubswochen im Jahr. Je nach Kanton kann es hier noch weitere oder andere Regelungen geben.

Infos zum Vertrag:

Sie müssen noch vor Beginn des Au Pair Aufenthalts gemeinsam mit Ihrem Au Pair einen Vertrag unterschreiben. Dieser enthält Ihre Rechte und Pflichten und die Ihres Au Pairs sowie die genauen Bedingungen des Aufenthalts, wie Dauer des Aufenthalts, Arbeitszeit, Urlaubstage, Informationen zu Unterkunft und Sprachkurs, Taschengeld usw.
Die Anstellungsbedingungen richten sich nach dem jeweiligen kantonalen Normalarbeitsvertrag (NAV) für hauswirtschaftliche Arbeitnehmer, der spezifische Regelungen hinsichtlich Arbeitszeit und Freizeit vorschreibt.
Sie müssen den Vertrag in dreifacher Ausfertigung ausfüllen und unterschreiben. Ein Exemplar behalten Sie, ein Exemplar bekommt Ihr Au Pair und das dritte wird der zuständigen Arbeitsmarktbehörde zugestellt.
Auf unserer Seite zu den Einreisebestimmungen finden Sie Informationen zu den Formalitäten, die Sie und Ihr Au Pair erledigen müssen.

Am besten besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem zukünftigen Au Pair vorab alle wichtigen Details zum Au Pair Aufenthalt. Auf der folgenden Seite finden Sie einige nützliche Interviewfragen.

Kündigung des Au Pair Vertrags

Der Au Pair Vertrag gilt für die gesamte Aufenthaltsdauer. Es ist jedoch möglich, ihn vorzeitig zu kündigen, beispielsweise wenn Sie sich mit Ihrem Au Pair nicht mehr verstehen. Gemäß schweizerischen Bestimmungen sieht der Vertrag in der Regel einen Monat Probezeit vor. Während dieser Zeit kann der Vertrag mit einer Kündigungsfrist von 7 Tagen gekündigt werden. Nach Ablauf der Probezeit ist eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses nur schriftlich und unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende möglich.
Bei schwerwiegenden Verstößen kann der Vertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, also ohne Kündigungsfrist. In diesem Fall muss die Kündigung schriftlich erfolgen und begründet werden. Lösen Sie den Vertrag ohne wichtigen Grund und ohne Einhaltung der Kündigungsfrist, hat das Au Pair für die gesamte Vertragszeit oder bis zum Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf Erhalt des Bar- und Naturallohns. In solchen Fällen hat das Au Pair ebenfalls das Recht, einen Ausgleich für jeglichen Schaden zu fordern, der ihm aus der ungerechtfertigten Auflösung des Vertrags entstanden ist.

Sozial- und Krankenversicherung

Au Pairs sind genau wie alle anderen Arbeitnehmer in der Schweiz beitragspflichtig. Die Kosten der Sozialbeiträge werden in der Regel zur Hälfte von Ihnen und zur anderen Hälfte von Ihrem Au Pair getragen. Damit die Beiträge eingezahlt werden können, müssen Sie für Ihr Au Pair einen Versicherungsausweis bei der kantonalen Sozialversicherungsanstalt (SVA) beantragen. Die vom Gesamtbetrag des Taschengelds unabhängigen Beiträge in Höhe von insgesamt 12,5 Prozent setzen sich zusammen aus Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), Invalidenversicherung (IV), Erwerbsausfallentschädigungen (EO) sowie Arbeitslosenversicherung (ALV). Sie sind sowohl für den Barlohn als auch für den Naturallohn zu entrichten.

Darüber hinaus erhält Ihr Au Pair während seines Aufenthaltes in der Schweiz eine Krankenversicherung, Unfallversicherung (UVG) und Pensionsversicherung (BVG). Je nach Kasse und gewählter Deckung unterscheiden sich hier die monatlichen Beiträge, welche zumindest zur Hälfte von Ihnen übernommen werden. Eine Ausnahme ist hier die Betriebsunfallversicherung (BU), die ausschließlich von Ihnen zu zahlen ist.

Autofahren und Führerschein in der Schweiz

Ihr Au Pair soll einen Führerschein besitzen? Dann sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen: Ein Führerschein ist keine Garantie für ausreichend Fahrpraxis. Fragen Sie Ihr Au Pair deshalb, wie viel Erfahrung es mit dem Auto im Straßenverkehr hat. Es soll Ihre Kinder ja schließlich sicher von A nach B bringen.

Klären Sie auch, ob der Führerschein des Au Pairs in der Schweiz gültig ist. Möglicherweise muss ein internationaler Führerschein beantragt werden. Darüber hinaus wichtig: Wer haftet im Schadensfall? Gilt Ihre Versicherung auch für das Au Pair? Am besten klären Sie vorab, ob Sie Ihre Kfz-Versicherung auf das Au Pair erweitern können.

So gehen Sie auf Nummer sicher

Es ist sehr wichtig, mit Ihrem Au Pair bereits vor seiner Ankunft bei Ihnen einige Themen abzusprechen. Unser Rat: Telefonieren Sie regelmäßig miteinander. So können Sie erfahren, ob die Chemie zwischen Ihnen stimmt und ob ihr künftiges Au Pair Ihre Sprache spricht. Das Au Pair sollte zumindest Grundkenntnisse in einer der Sprachen haben, die in Ihrer Familie gesprochen werden, um im Fall einer möglichen Gefahr schnell reagieren zu können (z. B. um die Kinder vor einem Auto zu warnen). Weitere Hinweise und Ratschläge finden Sie auf der Seite Tipps für Gastfamilien.

Nützliche Links

Bundesamt für Sozialversicherungen: Merkblatt für ausländische Staatsangehörige über Sozialversicherungen
Bundesamt für Migration
: weitere Informationen zu den Bedingungen für die Beschäftigung eines Au Pairs
Ch.ch: gemeinsame Website von Bund und Kantonen

Quelle: www.aupair.net

 

Ich hoffe dieser kleine Auszug von der Seite http://www.Aupair.net konnte all eure Fragen zu dem Thema beantworten, ansonsten schaut doch mal bei ihnen rein!

 

Schönes Wochenende

 

Nanny Anny

 

Bild: Pixabay..com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Richtige Kommunikation mit Kindern – Der Kurs

Ja, richtig gelesen, es wird bald einen Kurs geben zum Thema:

Richtig kommunizieren mit Kindern!

Ich habe da nämlich eine ganz tolle Plattform im Internet entdeckt, dass Wissen gegen Wissen tauscht aber auch alle anderen sind willkommen. Ich finde die Idee absolut toll und unabhängig vom Budget. Denn jeder hat doch ein paar Talente oder Wissen, dass er mit anderen teilen kann um dann wiederrum was Neues zu lernen. (Falls jemand gut in Mathematik ist, ich würde dann gern mal zu dem Kurs kommen!) Also, ich enthalte euch den Link nun nicht länger vor:

www.wissenstausch.ch

Kommunikation liegt mir sehr am Herzen, denn das Prinzip wäre ja eigentlich ein leichtes, doch manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, reagiert emotional, wird laut oder weiss gar nicht mehr was sagen vor lauter Überforderung.

Zu oft habe ich nämlich beobachtet wie Erwachsene mit Kindern Kommuniziert haben und mich ernsthaft gefragt: „Hmm, bei dem Ton und der unklaren Anweisung? Da hätte ich als Kind auch keine Lust drauf und würde gar nicht verstehen was der Erwachsene von mir will.“

Auch Eltern, die sich wundern, warum ihre Kinder nicht „Bitte“ und „Danke“ sagen, scheinen mir sehr suspekt, zumeist sie diese Zauberwörter selber nicht benutzen. Niemand tut das aus bösem Willen, oder mit einer bösen Absicht und mir ist schon bewusst, dass es die perfekten Eltern nicht gibt.

Doch denke ich, den meisten ist das nicht so ganz bewusst, wie man mit Kindern redet, dass sie es auch verstehen. Oder nicht missverstehen. Denn auch wenn Kinder antworten können und das recht flüssig ab einem gewissen Alter, werden sie oft mit kleinen Erwachsenen verwechselt, die sie nun mal nicht sind.

Im Kurs soll erläutert werden:

Was ist Kommunikation denn überhaupt? Ist es nur das gesprochene Wort, oder gehört noch viel mehr dazu? Wieviel bekommen kleine Babys schon mit? Was Verstehen sie, wie kommuniziert man mit ihnen?

Die Stimme als Instrument? Was bedeutet das? Wie setze ich meine Stimme ein? Warum laut werden keine Lösung ist!

Eine Nachricht- 4 Aspekte?

Und einiges mehr aber schaut doch selber rein:

http://www.wissenstausch.ch/de/kurs/detail/richtig-kommunizieren-mit-kindern/

Der Kurs ist und bleibt kostenlos. Denn von guter Kommunikation, profitieren nicht nur ich, sondern vor allem auch Eltern und Kinder. Wissen sollte keine Frage des Budgets sein!

Anmeldungen zu meinem Kurs bitte über diesen Link:

http://www.wissenstausch.ch/de/neues-konto/2e61a5da1c

oder direkt unter der Emailadresse: M.Poppins@gmx.ch

Die Platzzahl ist auf 15 beschränkt, Eintritt nur mit Anmeldung, danke für euer Verständnis. Bei hoher Nachfrage wird der Kurs wiederholt, ab Frühjahr ist auch einer in Winterthur geplant, auch in englischer Sprache. Wissenstausch.ch ist auch an der Pfäffikermesse http://pfaeffikermaess.ch/ vom 12-15 November vertreten. Mich wird man dort am Sonntag den 15.11 antreffen.

Ich freue mich auf euch =)

Nanny  Anny

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„Du bist aber streng!“ „Ich bin nicht streng, ich bin konsequent

Konsequenz (von lateinisch consequi ‚folgen‘, ‚erreichen‘) ist eine – oft zwingende, mindestens jedoch mögliche – Folgerung. Je nach Kontext sind spezifischere Redeweisen üblich.

Umgangssprachlich beschreibt „konsequent“ u. a. die Zielstrebigkeit des Handelns einer Person, ein gegenteiliges Verhaltensmuster würde dann „inkonsequent“ genannt, etwa, wenn eine angekündigte Handlung unterlassen wird.

Heute stelle ich mir die Frage, warum viele Eltern nicht konsequent sein können bzw warum viele konsequenz mit Strenge verwechseln, oder gar mit schreien oder noch schlimmer: Schlagen. Und schon mal vorab: Ja, konsequent sein ist anstrengend, kostet Zeit aber es lohnt sich. Denn wenn ich die Regeln von Anfang an klar kommuniziere muss ich nicht jeden Tag darum verhandeln. Sicher werden sie angepasst im Laufe der Zeit, doch der rote Faden bleibt. Und ja, Kinder brauchen einen Roten Faden an dem sie sich orientieren können.

Als erstes ist es wichtig, dass sich Eltern Gedanken machen nach welchen Grundsätzen sie das Kind erziehen wollen. Dabei ist es wichtig mit dem Partner zu sprechen, damit sich beide einig sind. Nichts ist schlimmer, als ein Kind dass Mutter gegen Vater ausspielt oder umgekehrt. Die Masche guter Cop, böser Cop ist in der Erziehung fehl am Platz. Erziehungsgrundsätze könnten sein; Wir gehen Respektvoll miteinander um, wir unterstützen uns so weit wie möglich.

Wenn Kinder alt genug sind kann man sie miteinbeziehen, wenn es um das Finden von Familienregeln geht wie z.B die Schuhe werden vor der Haustüre ausgezogen, jeder räumt sein eigenes Geschirr auf nach dem Essen usw. Es fällt Kindern einfacher sich an Regeln zu halten wenn sie ein gewisses Mitspracherecht haben. Wenn die Regeln nicht eingehalten werden, sollte man sich überlegen warum das passiert ist. Auch Konsequenzen sollten nicht gleich folgen sondern nach einer Vorwarnung.

Auch solltet ihr liebe Eltern auch meinen was ihr sagt. Wie oft sehe ich euch z.B an Spielplätzen leere Drohungen aussprechen. „ Max, wenn du nicht aufhörst mit Sand zu werfen dann gehen wir Heim!“ Nach dem 10 mal nimmt Max seine Mutter natürlich nicht mehr Ernst, aber das Fehlverhalten bleibt. In so einem Fall denke ich würde es doch reichen, es einmal zu sagen, das nächste Mal zu verwarnen und auch zu betonen, dass man es nicht noch einmal sagt und beim dritten Mal gehen. Meist (sorry liebe Mamas) sind es ja gerade Mütter die dann mit ihrer Freundin weiter quatschen möchten und deswegen nicht gehen. Inkonsequenz aus Bequemlichkeit. Aber beim nächsten Fehlverhalten rumjammern das Kind nehme einen nicht Ernst 😉

Konsequent heisst: Heute so-Morgen genauso! Und nicht jeden Tag nach Lust und Laune die Regeln ändern, wie es für den Erwachsenen am bequemsten ist. Das Kind wird verunsichert und ab einem gewissen Punkt, weiss es nicht mehr was man von ihm verlangt. Man kann Kinder auch ermutigen etwas zu tun, ohne gleich Konsequenzen androhen zu müssen. Beispiel: Max möchte seine Schuhe nicht ausziehen beim rein kommen in die Wohnung. Man könnte ihm anbieten, dass er seine tollen Hausschuhe anziehen darf. Oder, dass man gemeinsam etwas spielen könnte in seinem Zimmer, aber dafür muss er die Strassenschuhe aus ziehen. Bzw. wenn er schon mit den dreckigen Schuhen in die Wohnung möchte, muss er dann selber den Dreck wegputzen als letzte Instanz.

Manchmal wollen Kinder mit negativem Verhalten auch einfach nur provozieren, lasst euch nicht aus der Reserve locken liebe Eltern. Manchmal bringt es mehr so ein verhalten zu ignorieren, es kommt natürlich auch immer auf die Situation drauf an. Ich hatte mal einen Ausflug mit den kleinen in der Krippe. Dabei waren auch 2 Kinder die in jeder Gelegenheit meinten sie müssten die Regeln austesten. Wir stiegen also in die Tram und ich hatte ihnen in der Krippe noch gesagt, dass wir in der Tram nicht rumschreien, wir sind ja schliesslich dort nicht auf dem Spielplatz. Und die Menschen dort wollen in Ruhe Tram fahren. Ich sagte ihnen auch, falls das nicht klappt, steigen wir aus und drehen um in die Krippe, zu Fuss. Als wir schliesslich eingestiegen sind, war es kurz leise, dann fing einer der besagten Kinder grundlos an rum zu brüllen. Einige Mitfahrer erschraken, da es wirklich ohne Vorankündigung geschah. Und jeder der mit Kindern zu tun hat, weiss, dass es nur einen braucht der den Affen macht und alle machen es nach. Also blieb es nicht bei dem einen Brüller, auch andere Kinder nahmen sich ein Beispiel und machten munter mit. Ich fragte in die Runde ob sie sich denn erinnern, was passiere, wenn sie weiter so rum schreien würden und erinnerte sich erneut daran. 1 Station hielten sie es aus, dann ging das Theater von vorne los. Ich betonte, dass es nun die letzte Warnung ist, und wenn es nicht sofort aufhört, wir austeigen und die drei Stationen zu Fuss zurück laufen würden, also ein Spaziergang statt Spielplatz. Bei der nächsten Station stiegen wir dann aus, da es anscheinend niemand von den Kindern glauben konnte, dass wir wirklich umdrehen würden. Es kam ja schliesslich bei den Erzieherinnen vor mir auch nie vor. Umso erschrockener waren sie als ich aufstand, die Türe sich öffnete und ich ihnen mitteilte, dass wir nun aussteigen. Klar war das erst mal ein Schock, aber meint ihr sie haben jemals wieder in der Tram, Bus, Zug usw rumgeschrien? Und es waren alles Kinder im Alter von 2.5-4 Jahren. Konsequenz statt strafen, es muss immer was mit der Sache zu tun haben damit die Kinder daraus lernen.

Genauso beim Essen; Kinder die anfingen mit Essen zu spielen, es auf den Boden warfen und all die Späße. Es wurde ihnen mitgeteilt, dass sie wohl fertig bzw. nicht mehr Hungrig  sein müssten wenn sie mit dem Essen so umgehen. Und dann wurde ihnen das Essen weg genommen, doch sie mussten sitzen bleiben bis alle fertig waren. (Auch hier sei angemerkt, dem Alter entsprechend)

Je klarer die Regeln, desto einfacher das Miteinander, desto einfacher können sich Kinder orientieren. Probiert es aus, aber konsequent 😉

Ideen für den Blog, Fragen, Anregungen? Immer her damit oder unter M.Poppins@gmx.ch

Liebe Grüsse aus dem grauen Prag

Nanny Anny

Ps. Der Blog erscheint nun immer Freitags!

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Die Sache mit dem Respekt

Wenn ich mir einige Familien auf der Strasse ansehe wird mir manchmal richtig schlecht. Da ist also dieses kleine Kind, es schreit, warum auch immer. Einige Eltern denken doch wirklich, wenn sie zurück schreien, hört das Kind auf wie am Spiess zu brüllen. Teilweise wird gedroht, dass mir das Blut in den Adern gefriert und ich am liebsten hin gehen würde. Doch wir wissen ja alle wo das enden kann wenn sich eine fremde Person in die Erziehung mischt. Doch stellen wir uns mal die Frage: Wie reagieren wir, wenn uns jemand anschreit im Streit, oder gar droht? Beruhigen wir uns, oder macht es die Sache nicht nur noch schlimmer? Weil wir uns unverstanden fühlen, nicht Respektiert in unseren Wünschen.

Ich frage mich wirklich, ist es nur die Situation die sie überfordert oder haben sie es nicht besser gelernt? Versetzen wir uns mal in die Lage des Kindes. Kein Kind ist böse und macht das mit Absicht. Es ist immer ein, für das Kind, guter Grund hinter dem Brüllen. Es gibt Wege, die wesentlich effektiver sind als sich auf die Stufe des Kindes zu begeben. Je nach dessen Alter versteht sich. Fangen wir nur alleine bei der Sprache an. Statt immer nur zu mahnen, drohen, verbieten, sollte man dem Kind Alternativen aufzeigen. Es bringt nichts einem 3 jährigen zu sagen: „Fass ja nichts an im Laden!“ Stattdessen: „ Guck doch mit den Augen!“ Es ist doch auch für uns Erwachsene viel schöner wenn wir genau wissen was der andere von uns verlangt, statt ständige Verbote zu hören. Ein „Nein!“ hat auch mehr Wirkung, wird es sparsam eingesetzt.

Es ist sicher eine Herausforderung und nicht leicht sich da erst mal umzustellen. Aber auf Dauer hilft schon nur eine positive Ausdrucksweise gepaart mit aufgezeigten Alternativen wirklich Wunder.   Konsequent durchgezogen macht man sich und vor allem dem Kind einen grossen Gefallen. (Anmerkung: Mehr über „Positive Disziplin“ dann im nächsten Blog.) Sicher gibt es Situationen wo einem die Pferde durch gehen. Wir sind alles nur Menschen und niemand ist perfekt.  Tief durchatmen, bis 10 zählen und versuchen es mit Humor zu nehmen. Gelassenheit und Humor haben schon so manch verzwickte Situation entschärft.

Hilfreich ist auch, wenn man auf Augenhöhe mit den Kindern redet. Geht in die Hocke, setz euch zu ihnen, schaut ihnen in die Augen beim reden. Eure Message kommt so viel besser an, als von oben herab. Zeigt dem Kind, dass es wichtig ist, dass es zählt, dass ihr es Respektiert, in seinen Wünschen, Bedürfnissen, seid ein Vorbild. Nur so werdet ihr auch Respektiert, in dem ihr es vorlebt. Das scheinen einige regelrecht unter dem Teppich zu kehren. Wenn es mal toben sollte, bringt es nichts dagegen anzuschreien. Zeigt Verständnis, doch bleibt Konsequent, gerade bei Trotzanfällen.

Gebt ihm eine Wahl, lasst es selbst Entscheidungen treffen. Nehmt das Kind in seinen Bedürfnissen ernst, statt es lächerlich zu machen oder gar blosszustellen. Anbei noch ein paar kleine Tipps: Morgens z.B. schon beim Anziehen, wählt 2. Outfits aus, bei kleineren Kindern. Zwischen denen dürfen sie dann entscheiden. Respektiert, wenn das Kind z.B. der Oma mal keinen Kuss geben will. Respektiert, wenn das Kind etwas alleine machen möchte (Schuhe binden, Tisch decken nur um ein paar kleine Beispiele zu nennen) Es wird durch all das lernen, dass seine Meinung zählt, dass es ernst genommen wird. Es darf auch mal ein paar Lebensmittel verweigern, wir mögen ja auch nicht alles, probieren sollte es aber trotzdem ect.

Probiert es aus, es lohnt sich. Und immer im Hinterkopf behalten: Nur ein Kind das respektiert wird kann respektieren.

Ihr habt Anregungen, Ideen oder Kritik? Schreibt mir: M.Poppins@gmx.ch

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Bis nächste Woche, eure Nanny Anny