2

Methoden zur Umsetzung – Positive Disziplin

Was es mit der Positiven Disziplin auf sich hat, haben wir in den letzen Beiträgen ja schon klären können und auf welchen Grundpfeilern diese Methode steht. Heute soll es darum gehen, wie man das ganze umsetzt. Ich werde anhand ein paar Beispielen erklären, wie es gelingt Positive Disziplin in den Alltag zu integrieren. Diese Informationen sind angelehnt an das Buch von Dr. Jane Nelsen „Positive Discipline, The first three years“

1.Kinder mit einbinden in den Alltag 

A)  Routine zusammen erschaffen
B) Mehrere Möglichkeiten geben
C) Gelegenheiten zum mithelfen geben

A) Kinder lernen unter anderem durch ständige Wiederholungen und Konsequenzen.  Beim lernen ist es sehr hilfreich für das Kind, wenn es Routinen gibt. Am besten man kreiert diese gemeinsam mit den Kindern, wenn sie alt genug sind.

Routine ist überall: Beim aufstehen oder schlafen gehen, beim Essen, einkaufen und so weiter. Dr Jane Nielsen empfiehlt auch eine „graphische“ Darstellung der Routineabläufe, wenn das Kind alt genug ist. So kann das Kind, wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat, dem Erwachsenen selber sagen, was als nächstes ansteht, wenn es zum Beispiel ums essen geht…oder ums raus gehen. So lernt es sich selber zu managen und die diversen Abläufe. Nicht zu verwechseln mit einem Sticker Chart.

B) Karoline ist fünf Jahre alt. Jeden Morgen stellt sie die Mutter vor die gleiche Frage vor dem Kleiderschrank: „Was möchtest Du heute anziehen?“ Das Mädchen ist still und schweig vor sich hin. Die Mutter, wie jeden Morgen, hat es eilig und keine Nerven für die unentschlossene Karoline. Sie nimmt etwas aus dem Schrank und befiehlt: „Wenn du dich nicht entscheiden kannst, entscheide ich für dich. Zieh das nun an, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“ Das junge Mädchen fängt an zu weinen…der Konflikt, bevor der Tag begonnen hat, ist schon vorprogrammiert.

Ich kenne Frauen mit dreissig Jahren, die wissen morgens immer noch nicht was sie anziehen möchten. Die Mutter überfordert das junge Kind mit so einer Frage. Besser wäre es dem Kind mehrere Möglichkeiten zu geben, aus einer Auswahl die man bereits im Vorfeld  für das Kind getroffen hat. So suggeriert man dem Kind, dass es mit entscheiden darf, ein Mitspracherecht hat, z.B: „Wollen wir erst die Socken anziehen oder das T-shirt? Du entscheidest!“ „Würdest du gern den blauen oder roten Pullover anziehen? Du entscheidest!“

C) Erschafft Gelegenheiten, in denen eure kleinen Lieblinge euch helfen können. Ob es beim einräumen der Söckchen in die Schublade geht oder einfach nur etwas kleines tragen. Sie möchten mit eingebunden werden und mithelfen. Es stärkt auch ihr Selbstbewusstsein.  Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

2. Nur ein Kind, dass respektiert wird, respektiert  

„Wie man in den Wald ruft, so hallt es hinaus!“, besagt ein alter Spruch. Gleich verhält es sich mit dem Respekt. Viele Eltern glauben ihre Kinder müssten sie respektieren ohne, dass die Eltern das gleiche für ihre Kinder tun. Quasi eine Einbahnstrasse. Kinder lernen aber durch Nachahmung und vor allem was ihnen zuhause vorgelebt wird. Wenn Konflikte immer durch schreien gelöst werden kann man als Elternteil nicht erwarten, dass die Kinder es anders lösen werden in naher Zukunft.

Ein Kind gehört auch respektiert mit seinen Bedürfnissen und Wünschen. Wenn ich also z.B etwas von dem Kind möchte, z.B ihm mitteilen will, dass wir nun einkaufen gehen müssen, verlange ich nicht, dass es alles stehen und liegen lässt, und mir folgt. Frustration auf beiden Seiten wäre damit vorprogrammiert.

Ich kann z.B höflich sagen: „Wir müssen in fünf Minuten einkaufen gehen, würdest du bitte langsam zum Schluss kommen mit deinem Spiel?“ Oder am Spielplatz: „Du darfst noch drei mal rutschen, oder eine Sandburg bauen, dann müssen wir gehen. Verabschiede dich bitte von deinen Freunden!“ oder je nach dem.

Auch eine kleine Eieruhr kann hilfreich sein, um dem Kleinkind als zeitliche Orientierung zu dienen, die es neben sich hat oder eben in der Hosentasche.

Ein Kind das respektiert wird, ist dazu geneigt sich auch respektvoll gegenüber dem Erwachsenen zu verhalten und kooperativ zu sein. Freundlichkeit und Strenge, ein angemessenes Verhalten, der Situation entsprechend zeigt nicht nur Respekt für die Würde des Kindes, sondern auch der eigenen Würde gegenüber.

3. Humor

„Lachen ist die beste Medizin!“ auch in der Erziehung. Ja, auch mir ist nicht jeden Tag zum Lachen, aber Humor macht wirklich einiges leichter. Da kann es schon mal vorkommen, dass das Kitzelmonster zu den Kindern kommt, die ihre Spielzeuge nicht aufgeräumt haben. Humor ist eine Wunderwaffe! Man kann aus jeder noch so langweiligen Aktivität ein Spiel machen, das Spass macht. „Ich wette du kannst die Spielzeuge vom Boden nicht aufräumen bis ich bis 10 zähle…oder dein Lieblingslied singe…“ Der Phantasie und der Kreativität hier sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Niemand sagte, dass Elternschaft einfach sein würde, aber auch niemand behauptete, dass Erziehung bierernst sein muss.

Sicher geht das alles nicht von heute auf morgen und niemand it perfekt,  aber wie heisst es so schön: „Übung macht den Meister!“ 

Mehr zur Positiven Disziplin hier in Kürze.

Schönes Wochenende,

Nanny Anny

5

Überwachung? Nein, danke!

Diese Woche verfolgte ich gespannt eine Diskussion in einer deutschen Facebook Gruppe für Eltern. Da fragte eine Mutter nach, ob denn jemand bereits Erfahrung hatte mit einer GPS Uhr für Kinder für schlappe 160 Euro. Das Ding sah putzig aus, ich geb es ja zu. Aber die Funktion und die Kommentare die ich zu Gesicht bekam waren es weniger…

„…Und meine Mutter meinte, wir sind früher auch ab 4-5 Jahren im Dorf rumgezogen und hätte sie die Möglichkeit gehabt zu erfahren wo wir stecken, hätte sie es auch gern genutzt, so hatte sie halt immer ein mulmiges Gefühl und konnte nicht gescheit denken bis wir wieder da waren…

Hmm, ja und wie man sieht hat diese Dame es überlebt. Und ich glaube die Mutter auch. Ich bin kein Fan von „Früher war alles besser!“ aber in diesem Fall, glaube ich fest daran dass es früher besser war, zumindest in dieser Beziehung. Man ging nach dem Mittagessen raus und kam abends wieder heim. Man machte seine Erfahrungen, wuchs an ihnen und vor allem: Man überlebte! Mein Gott, wie haben wir das nur früher geschafft ohne Überwachung, GPS und Handys?

„24/7-Überwachung… Wenn ich das schon lese… Ich bin einfach kein Fan davon, einem Kind unter 10 Jahren schon ein Handy zu kaufen. Da finde ich solche Uhren, die nicht nur der Ortung dienen, sondern mit denen die Kinder die Eltern auch anrufen können (und evtl. auch umgekehrt) gar nicht verkehrt. Muss vielleicht keine so teure sein wie die oben vorgestellte. Aber die Idee an sich finde ich gut! Wer lieber keinen Plan hat, wo sich seine Kinder aufhalten oder sie lieber erst gar nicht von der Hand oder aus den Augen lässt, der muss sich so ein Ding ja nicht zulegen.“

Da wird also impliziert, Erwachsene die ihre Kinder nicht überwachen sind schlechte Eltern ja? Oder gar Helikopter Eltern, da sie ihre Kinder nie alleine laufen lassen. Interessant. Wie wäre es mit Erziehung und Vertrauen? So als Alternative? Denn ein Perverser lässt sich durch so eine Uhr nicht abschrecken, das Kind zu entführen, oder sich vor dem Kind zu entblössen oder das Kind anzufassen. Diese Überwachung via GPS lässt euch lediglich wissen wo das Kind ist. Das ist aber auch schon alles. Und falls es entführt werden sollte, glaube ich kaum, dass heutzutage noch jemand nicht weiss, dass diese XXL Uhren auch einen GPS Sender drin haben 😉 24/7 Überwachung..dazu werden Eltern dann wohl neigen, wenn das Kind mal 17 / 18 Jahre ist und mal über Nacht weg bleibt. Denn wer kein Vertrauen in sich und seine Erziehung hat und kaum los lassen kann, der wird das auch nicht tun, wenn das Kind älter wird, im Gegenteil.

„Als wir letztens im Playmobil Funpark waren wurde alle 2 Minuten ein anderes Kind ausgerufen. Die hätten mal lieber solche Uhren getragen. Ich finds eigt eine gute Idee. Besser, als wenn das Kind verschwunden wäre.“

Und dann geht man ins Internet mit dem Handy und sucht das Kind, auf dem Bildschirm. Und rennt alles über den Haufen was im Weg steht, da man ja diesen kleinen Punkt auf dem Monitor verfolgen muss. Aha. Meist wurde es, bis die Eltern da mal online sind und wie Ferngesteuert rumlaufen, abgegeben und ausgerufen. Ein Vergnügungspark ist gross, es laufen viele Kinder rum, das eigene gleich auf Anhieb zu finden nur aufgrund dieser Uhr halte ich für Utopisch und an den Haaren herbeigezogen. Ansonsten, ohne die Überwachungsuhr a la „Big Brother“ werden die Kinder abgegeben am Meetingpoint oder wo auch immer und beim nächsten mal (je nach Alter) benötigen die Eltern eine andere Organisation (2.jährige lässt man nie aus den Augen, sorry!) oder die Kinder lernen dazu und weichen in diesen Parks nie wieder aus den Augenwinkeln der Eltern.

Aber zum Glück gab es noch Eltern, die dieses „Ding“ ablehnten, zu recht wie ich finde.

Dürfen Kinder bei euch auch freie Kinder bleiben wo fängt es an wo hört es auf mein gott dann sollte man als Elternteil vllt mal überlegen ob man nicht vllt einfach ein paar mal mehr nach dem Kind schaut walkie talki finde ich ja noch ganz ok aber GPS Uhr jetzt mal ehrlich spinnt ihr das einzige wo ich das in Ordnung finde schul und Heimweg da ist es in Ordnung.“

„Meine (4) würde das Ding irgendwo liegen lassen und weg wäre es…“

„Go Pro Camera auf die Stirn, Problem gelöst!* Achtung!! Ironie

Der einzige Fall, wo diese Uhr gerechtfertigt ist, zumindest ein wenig…damit man Opa schneller findet, wenn der wieder aus dem Altersheim auf Entdecker Tour unterwegs ist.

Das hab ich auch schon in Erwägung gezogen für meine tochter…. und für meinen opa weil der langsam senil wird…“

Natürlich wollten die (99%)  Mütter nicht hören, was sie so beim Kind anstellen, mit ihrer Paranoia und das es halt einfach nichts bringt und kein Schutz ist, wenn man die Kids überwacht. Pochten auf Meiungsfreiheit (mal wieder) aber ich sollte gefälligst den Rand halten und weiter „gehen“. Ausserdem: Ich hab noch von keinem Kind gehört, dass in einem Notfall das Handy zückte: „Hallo Mama, da steht gerade ein Mann und lockt mich ins Auto!“ (Fügen Sie hier bitte ihr Horrorszenario ein!)  und natürlich stand die Mutter bereits am nächsten Eck parat, dank GPS und dem Anruf des Kindes über das Handy  und schlug den bösen schwarzen Mann in die Flucht! Habt ihr von solchen Situationen gehört?

Ich glaube nicht, dass wir in einer gefährlichen Zeit leben

Ich glaube die Zeit wirkt auf uns nur so gefährlich, weil mit unserer Angst Geld gemacht wird. Jedes Unglück, weltweit wird in ungefiltert und in Echtzeit in unser Wohnzimmer transportiert, früher wusste man nicht mal was im Nachbarsdorf passiert. Und wenn was passieren sollte, wird keine GPS Uhr der Welt und kein Handy und keine Kamera uns und unsere lieben davor schützen.

Ich denke wir sollten unsere Kinder so erziehen, dass sie wissen wie sie sich verhalten sollen, wenn ihnen jemand zu Nahe kommt. Und wir sollten ihnen und vor allem unserer Erziehung vertrauen, statt sie zu überwachen und so ein völlig falsches Signal zu senden.

Eure Meiungs ist wieder gefragt; Wie steht ihr dazu?

 

Bis bald,

 

Nanny Anny

1

Und ewig lockt ähmm…die Nanny?!

Ben Affleck, Gavin Rossdale, Jude Law, Ethan Hawke, Arnold Schwarzenegger, Robin Williams um nur einige bekannte Prominente zu nennen die ihre Frauen mit der Nanny betrogen. Zeitungen besonders in der USA aber auch in Deutschland geben natürlich den Nannys die Schuld, gar von der „Killer-Nanny“ ist die Rede. Entschuldigung? Was?

„In den USA, besonders in Hollywood, geht die Angst um. Eine neue Bedrohung ist aufgetaucht, und sie trifft ausgerechnet die Erfolgreichsten, die Ehrgeizigsten, die scheinbar Unangreifbaren – die Stars. Diese Bedrohung kommt zunächst harmlos daher, scheint freundlich, lustig, fürsorglich und selbstlos zu sein. Sie putzt, kocht, spielt mit den Kindern und räumt das Haus auf. Doch dann, wenn alle Vertrauen zu ihr gefasst haben, wenn sie fast schon ein Teil der Familie geworden ist, schlägt sie zu – die Killer-Nanny

Quelle: Die Zeit

Auf die Idee, dass es immer zwei braucht um Fremdzugehen kommt wohl niemand?! Und die Nanny von Arnold Schwarzenegger, bei allem Respekt, war wahrlich keine Augenweide. Hysterische Mütter in der USA setzen auf die totale Überwachung, als ob das die Lösung wäre. Wie wäre es dem Mann zu vertrauen? Und diese Hetze überall in der Presse, ist einfach unter aller Kanone! Aber es scheint im moment ja grosse Mode zu sein, gegen alles und jeden zu hetzten…

Mütter in der USA sind mittlerweile so besorgt, dass gutaussehende Nannys auf dem Markt schlechte Karten haben. Kameras werden installiert, Nannys total überwacht. Dabei wundere ich mich, welche Zaubertränke sie einsetzen um die Männer willenlos zu machen? Denn natürlich können wir alle zaubern wie Mary Poppins oder Nanny Mcphee und die Männer, die da verführt wurden, konnten sich gar nicht wehren. Jetzt sagt nur ihr habt das alles nicht gewusst? Ausserdem fliegen wir auf dem Besen durch die Nacht! Aber nun mal im Ernst. Es viel über das Selbstwertgefühl der Frau aus, und das Vertrauen in ihren Mann, wenn schon Kameras und Co. Installiert werden müssen. Wenn ich meiner Nanny meine Kinder anvertraue, sollte da schon eine gewisse Vertrauensbasis sein, oder?

Ich persönlich habe mich noch nie in einen meiner Vorgesetzten verliebt. Irgendwie finde ich den Gedanken auch nicht so prickelnd mit jemanden etwas anzufangen dessen Kinder man betreut. Und wie geht man um, mit einer Nanny die sich in den Arbeitgeber verknallt? Man sucht das Gespräch, am besten nicht zwischen Tür und Angel, klärt die Fronten, und vor allem vertraut man seinem Mann. Wenn es nicht anders geht, wird es wohl für alle Beteiligen am einfachsten, man findet gemeinsam eine Lösung wie z.B. einen neuen Arbeitsplatz für die Nanny. Aber ganz ehrlich? Das scheint ein „amerikanisches Prominenten“ Problem zu sein, denn ich persönlich kenne nicht eine einzige Nanny nach all den Jahren, die sich in ihren Arbeitgeber verknallt hat.

 

Schönes Wochenende

 

Nanny Anny

 

Ps. Der Blog ist nun auch beim Bloggeramt und über die App Blogbox zu lesen =)

0

Nun sind die Eltern dran!

Hallo ihr lieben

In 10 Tagen feiert mein Blog sein halbjähriges Bestehen. Und da dachte ich mir, ich lasse nun auch mal die Eltern zu Wort kommen. In den nächsten Tagen werde ich ein paar Gastbeiträge veröffentlichen rund ums Thema: Kind & Erziehung und Alltag!  Danke allen die mitgemacht haben für die tollen, interessanten und spannenden Beiträge. Und Danke auch euch, meinen Lesern, für die tolle Unterstützung, den Input, den Austausch, die Kritik und  vor allem für die Treue. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist!

Den Anfang macht heute  Gabriela

 

Der perfekte Tag mit meinem Kind – eine kleine Anleitung

Gibt es eine Anleitung für den perfekten Tag mit meinem Kind. So etwas wie ein Geheimrezept mit Erfolgsgarantie? Meiner Meinung nach kommt es nicht darauf an, dass man etwas ganz Besonderes macht. Vielmehr kommt es darauf an, dass man es macht. Einen Tag, wie er meinem Kind und mir gefällt. Keine Termine, keine Verpflichtungen, kein Haushalt – sondern den ganzen Tag nur Spiel, Spaß & Schabernack.

Wie sagt man so schön: Nichts muss, alles kann … Heute bin ich aufgewacht und habe gedacht: Es ist ein guter Tag für unseren perfekten Tag. Ich lasse mich nicht ablenken durch Pflichten im Haushalt, Einkäufe oder irgendwelche Termine, die sowieso warten können. Ich bin doch in Elternzeit. Deswegen widme ich heute diesen Tag voll & ganz und mit Herz & Seele meinem Kind. Gedacht, getan. Eigentlich haben wir nichts Außergewöhnliches unternommen. Aber es wurde sehr laut bei uns im Haus.

Wir haben schrill geschrien, gellend gelacht, mit voller Lautstärke gebrüllt, lauthals gesungen, kreischend gekitzelt und schallend getobt. Alle Spielzeugkisten wurden ausgeleert und ohne Sinn und Verstand in der ganzen Wohnung verteilt – und selbstverständlich blieb kein Zimmer von dieser Unordnung verschont. Die Musik wurde aufgedreht, um gemeinsam zu singen und zu tanzen. Auf dem Boden wurden wilde Krabbel-Wettkämpfe und frenetische Kuschel-Attacken ausgeführt und in der Badewanne geplanscht und gespritzt. Es wurde gekrümmelt, gekleckert und Dreck gemacht – egal, Hauptsache Spaß.

Das absolute Chaos wurde von uns perfektioniert und immer chaotischer. Doch auch ein perfekter Tag geht irgendwann zu ende – und eh wir uns versahen, war der Abend da. Mein kleiner Rabauke war so müde und geschafft, dass ihm am frühen Abend bei seinen heißgeliebten Haferflocken mit Banane die Augen zufielen. Ganz schnell und ohne Widerreden den Schlafanzug übergezogen, noch einmal ganz doll gedrückt, geknuscht und gekuschelt und ab ins Bett.

Und bereits beim Ablegen schlief mein kleiner Sohn ein – völlig zufrieden, schnarchend und mit einem kleinen Lächeln im Gesicht. Eine Anleitung für den perfekten Tag mit meinem Kind? Einfach machen! Und zwar ohne Plan und Programm, sondern mit viel Herz und Lebenslust auf Augenhöhe mit dem Nachwuchs. Und denk daran: Vergiss die Ordnung und die Pflichten – alles kann warten. Denn der perfekte Tag mit deinem Kind kann auch ein Tag sein, an den du dich – mit einem kleinen Lächeln im Gesicht – noch lange erinnern wirst.

Gabriela findet ihr auch bei  Facebook oder auf  Instagram

 

Schönes Wochenende ihr lieben, am Sonntag kommt der nächste Beitrag!

 

Nanny Anny