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Methoden zur Umsetzung 2.0 – Positive Disziplin

Im letzten Beitrag über „Positive Disziplin“ (Abkürzung PD) habe ich euch schon ein paar Methoden verraten, wie man es in den Alltag einbinden kann. Heute soll es weitergehen!

4. Versetze dich in die Welt deines Kindes

Man muss sich bewusst machen, zu was das Kind bereits fähig ist und zu was noch nicht. Nur, weil Kinder fliessend sprechen können, macht sie das nicht zu kleinen Erwachsenen. Man muss sich genau anschauen: Was braucht mein Kind in dieser Phase? Was kann es schon? Was überfordert es? Empathie ist das Zauberwort, wenn es zu Trotz – und Wutanfällen kommt. Schliesslich muss das Kind noch lernen, wie es mit seinem Frust umgehen soll. Und meist ist es gefrustet, weil es etwas noch nicht kann. Empathie, bedeutet nicht, dass man das Kind vor jeder Enttäuschung bewahren soll. Empathie bedeutet: Sich in die Lage des Kindes versetzen und es verstehen.

So eine typische Situation ist, wenn man vom Spielplatz nach Hause möchte, aber das Kind nichts dergleichen hören will.  Eine mögliche Lösung wäre auf Augenhöhe, dem Kind in direkt die Augen sehen und mit ihm sprechen: „Ich verstehe, dass du noch bleiben möchtes und du nun verärgert bist, aber wir müssen nun gehen.“  Dabei kann man das Kind umarmen und sie erst mal diese Aussage „verdauen“ lassen bevor man sich dann endlich auf den Weg macht.

Bleibt man hingegen, um des Kindes wegen und um Stress und Geschrei zu vermeiden, vergönnt man dem Kind die Möglichkeit durch Erfahrung zu lernen, dass es Enttäuschung überstehen kann.

Sich in die Welt des Kindes versetzen bedeutet auch, sich bewusst zu machen, dass das Kind nur altersentsprechend reagieren und agieren kann.

 

5. Meine auch was du sagst und lasse Taten folgen, freundlich aber bestimmt

Wer kennt sie nicht, die leeren Drohungen? Bleiben wir doch einfach in der Situation auf dem Spielplatz. „Wenn du das nochmal machst, gehen wir heim!“ hat jeder von uns schon mal gehört, das Kind wird 10 mal verwarnt aber es geschieht einfach nichts. Später wundert man sich dann,  warum das Kind den erwachsenen nicht ernst nimmt.

Wenn wir etwas sagen, dann sollten wir es auch so meinen und dann auch die Konsequenzen ziehen. Respektvoll, freundlich und ohne Wut. Auf die Würde des Kindes und der eigenen achtend. Niemand hat etwas davon, wenn man das Kind anschreit, vor allen Leuten, oder eine Diskussion, oder gar einen Machtkampf vom Zaun bricht.

Wenn das Kind, z.B immer noch nicht runter kommen will z.B von der Schaukel, obwohl man vereinbart hatte, dass es nur noch ein paar Minuten  aus schaukeln darf, bis man gehen muss, empfiehlt sich, das Kind wortlos runter zu nehmen. Keine weiteren Erklärungen, keine Diskussion, kein „ich habe es dir bereits x mal gesagt!“ keine Machtspielchen und so weiter und so fort.

Freundlich aber bestimmt, die Konsequenzen ziehen.

 

6. Sei geduldig

Das Verhalten des Kindes nie persönlich nehmen! Wir sind die Erwachsenen, die verstehen müssen, das kindliche Verhalten uns gegenüber ist  wirklich nichts persönliches. Das Kind verhält sich nur altersentsprechend und macht nichts „extra“  oder um uns zu ärgern. Wir müssen Geduld aufbringen und verstehen, ein Kind muss Dinge wieder und wieder erleben um sie zu verstehen, um sie zu erlernen. Deswegen sind Rituale so wichtig. Sie geben nicht nur Sicherheit, sondern sind auch ständige Wiederholungen für das Kind. Aus eigenen Lernprozessen wissen wir von uns selbst, wie lange es manchmal dauern kann, bis etwas gelerntes richtig sitzt oder wir es richtig gut können. Es braucht Zeit. Alles. Darum seid geduldig mit den kleinsten, schliesslich fangen sie von vorne an, bei null.

 

Mehr zu den Methoden um PF in den Alltag einzubringen, bald, hier!

 

Liebe Grüsse,

 

 

Nanny Anny

 

Pic: Unsplash

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„Postive Disziplin“ – die Antworten

Ich hatte euch vor einigen Tagen gefragt, was ihr euch unter „Positiver Disziplin“ vorstellt. Gerne lasse ich euch nun teilhaben, was so als Antwort kam…

Die Antworten:

„Das ergibt für mich soviel Sinn wie liebevolle Strenge (oder die mildere Variante liebevolle Konsequenz) – nämlich gar keinen. Disziplin ist für mich neutral. Wenn man etwas will, dann hat man auch die Disziplin (im Sinne von Durchhaltevermögen, Organisations- und Ordnungswillen etc.). Wenn nicht, dann nicht. Disziplin ist in meinen Augen nicht zu erzwingen, Disziplin kommt von einem selbst oder gar nicht.“

„Für mich muss das nicht unbedingt ein Widerspruch sein. Eher, dass die Disziplin, die Regeln usw nicht mit etwas Schlechtem verbunden sind. Sie führt zB zu einem guten Zusammenleben, einem schönen Miteinander, einer guten Lernatmosphäre usw….Aber wie ich es genau ausdrücken soll, fällt mir auch schwer!“

„Ich könnte mir vorstellen dass positive Disziplin die Folge von intrinsischer Motivation ist. also wenn ich aus mir selbst heraus motiviert bin etwas zu tun, bleibe ich gerne diszipliniert dabei.“

„Das sagt sich so einfach…
Disziplin die Freude macht oder was positives auslöst weil man sich zusammen nimmt

„Positiv den „inneren Schweinehund“ überwinden.  Disziplin ist bei vielen wahrscheinlich eher negativ belastet. Dabei braucht es Disziplin, um an was dran zu bleiben. Wenn ich mir das Endresultat vorstelle (positiv und lösungsorientiert), dann schaffe ich es besser Disziplin aufzubringen… Hmmm, beispielsweise stelle ich mir gerade mein fertiges Englisch-Spiel vor und kann deshalb konzentriert an der Arbeit dran bleiben (ausser grad jetzt, wenn ich Pause mache ). In der „Erziehung“ wäre das für mich auch mit konsequentem und authentischem Verhalten – gewürzt mit Humor verbunden…oder auch was sein zu lassen, was mir (oder anderen) nicht gut tut. Braucht auch Disziplin.

Aufklärung:

Schauen wir uns nun erst mal das Wort Disziplin genauer an. Die meisten von uns assoziieren das Wort mit negativen Erfahrungen, sich zusammen reissen oder Gehorsam. Diszipliniert sein, wie das schon klingt. Autoritär, streng, einfach alles andere als positiv. Ich meine, es ist schon schön, diszipliniert zu sein, ich wäre es gern in Anbetracht meines Zuckerkonsums, aber ja.

Also..laut Definition bedeutet Disziplin, das vom lateinischen kommt  „Lehre“, „Zucht“, oder „Schule“

Nun machen die Wörter Positiv und Disziplin zusammen auch mehr Sinn, oder?

Positive Lehre / Positiv Lernen

Ein Wort, wie hier, kann eben mehrere Bedeutungen haben. Wie komme ich nun aber dazu euch hier so auf die Folter zu spannen? Ich wollte einen Beitrag schreiben über  Erziehungsziele. Doch wie fängt man damit an, ohne den mahnenden Zeigefinger zu heben? Am besten, nach dem Prinzip der Positiven Disziplin. Alternativen statt Verbote. Ich werde in den nächsten Beiträgen meine Erziehungsmethoden offen legen und ein wenig erklären. Denn nach diesem Prinzip arbeite ich seit ca. 4. Jahren.

Wenn ihr nun danach googelt – es gibt kaum bis gar keine Einträge über dieses Thema in der deutschen Sprache, das meiste ist in englisch, französisch, spanisch. Ich hatte letztens einen Anruf von jemanden, KC Hill um genau zu sein,  von PeaceWorks Coaching  der u.a „Positive Disziplin“ mit seiner Frau hier in der Schweiz unterrichtet. Er hat mich darauf hingewiesen, dass es kaum Menschen gibt, der dieses tolle Thema in deutscher Sprache behandelt.  Und daran sollte man etwas ändern =)

Ich hab mich etwas geärgert, dass ich das nicht schon früher ausführlicher darüber geschrieben habe, ich hatte es nur mal kurz angeschnitten,  nun ja, das will ich nun ändern. Somit bekommt der Blog nun auch eine genaue Richtung. Hier stellen sich die beiden vor:

 

Ich werde euch die nächsten Wochen in die Welt der Positiven Disziplin einführen und auch eure Fragen diesbezüglich beantworten.

 

Schönes Wochenende,

 

Nanny Anny

 

Bild- Unsplash

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Tag in meinem Arbeitsleben

Viele fragen sich evtl: Was macht so eine Nanny eigentlich den ganzen lieben langen Tag? Oder: Wie läuft so ein Tag eigentlich ab? Heute lasse ich euch ein wenig hinter die Kulissen schauen.

Diesen Montag

Montagmorgen fange ich meist um 8.30 Uhr an, wir begrüssen uns, ich ziehe die kleine an, wir frühstücken und ich tausche mich mit einem der Eltern aus, was an dem Tag so ansteht, der Einkaufszettel wird geschrieben, der Kühlschrank inspiziert. Bevor ich das Haus verlasse, mache ich einen Menüplan für Montag und Dienstag, Mittwoch habe ich frei. Donnerstag geht das ganze von vorne los. Zu meinen Aufgaben gehört das Mittag- und Abendessen für die Tage an denen ich arbeite.  Um 9.40 Uhr fängt das Eltern-Kind singen an, also verlassen wir so gegen 9.15 Uhr das Haus um pünktlich da zu sein.

Um 10.40 Uhr geht es dann weiter einkaufen, manchmal besuchen wir auch noch kurz die Dame von der Spielgruppe, liegt es doch auf dem Weg nachhause. Dann wird fix gekocht, um 12.15 Uhr kommt die grosse von der Schule, am Nachmittag hat sie frei. Dann gibt es für alle eine Stunde Mittagspause in der ich auch mal gerne ein Schläfchen unten auf dem Sofa halte. Anschliessend bereitete ich heute den Rucksack vor, wir wollen am Nachmittag raus.

Wir gingen wir in den Park spazieren, vorher zum Zahnarzt. Es war ein sonniger Tag und es machte Spass draußen ein kleines Picknick zu veranstalten, dabei die verschiedenen Tiere zu beobachten, der Park hat einen kleinen künstlichen See. Auch ein kleines Geburtstagsgeschenk für die Mutter kauften wir beim nachhause gehen ein, so wie einen Fitnesstracker für mich um mir den Sport etwas schmackhafter zu machen, schliesslich hatte ich die letzte Woche in Paris nicht gerade wenig geschlemmt. Und fitter werden steht schliesslich das Jahr auf meiner Vorsatzliste.

Am späteren Nachmittag backte ich der Mutter noch 2. Kuchen für das Büro und bereitete das Abendessen vor. Hausaufgaben Betreuung gehört auch zu meinen Aufgaben. Klar blödeln wir in der Zwischenzeit herum oder tanzen durch das Haus 😉 und so ist Ruckzuck der Tag um..um 18.30 Uhr habe ich Feierabend.

Ich liebe meinen Job, und auch wenn fast jeder Tag vom Ablauf gleich ist und doch ist  jeder Tag anders.

 

Wie sieht so ein typischer Tag bei euch aus? Ist es immer wieder das gleiche, oder wisst ihr am Morgen nicht was euch den Tag erwartet?

 

 

Herzlich,

 

Nanny Anny

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Willkommen 2017!

Vorsätze

Ich hoffe ihr seid gut reingerutscht =) Bei mir war es sehr entspannt und ruhig, was man so von den darauffolgenden Tagen nicht sagen konnte. Ja, was steht dieses Jahr an? Ich werde mich mehr um den Blog kümmern müssen, denn durch die Sendung und den andere Blog fiel der hier echt spärlich aus. Ich werde anfangen mit Checklisten für die Jahreszeiten. Was es damit auf sich hat erfahrt ihr hier bald. Auch ein paar Gastblogger wird es wieder geben, auch ich werde mich mal als Gastbloggerin probieren und auch mal an Blogparaden teilnehmen.

Ruhiger, beruflich

Für mich persönlich wird dieses Jahr eher ein ruhiges, zumindest was die Fortbildungen angeht. Klar, meinen Master schreibe ich trotzdem noch für die Birkenbihl Uni. Ein Kurs um Französisch zu lernen werde ich mir auch gönnen.  Am 16. Januar fängt mein 3. Monatiges Onlinepraktikum an, in dem ich lerne wie ich besser meine Blogs vermarkte, SEO und all das was wichtig ist. Hilft mir auch bei meinem kleinen Job als Social Media Manager einer Tanzschule in Zürich. Auch meine Unterlagen für das Sur Dossier werde ich einreichen, damit ich auch ohne Matura (Abi) auf die Uni kann um dort den Bachelor in Sozialer Arbeit zu absolvieren die kommenden Jahre…

Naaaa gut, wenig ist das dann doch nicht. Aber weniger als im letzten Jahr. Und ich freue mich auf meine erste interaktive Lesung in einem Monat!

Neue Aufgaben

Bei den Zwillingen bin ich nicht mehr, dafür habe ich 1-2 Nächte die Woche nun einen 6. Wochen alten Jungen vermittelt bekommen über die Agentur mit der ich zusammenarbeite,  der Nachts ein wenig „Hyper Hyper“ ist..mal sehen wie sich das entwickelt. Meine Mädels betreue ich immer noch, und auch B. Donnerstagabend. Alles alles in allem irgendwie noch beim gleichen. Bei B. werden es aber die letzten Monate sein, da er nach dem Sommer in den Kiga kommt. Auch habe ich mir nun einen analogen Terminkalender geholt..ja, ich bin Oldschool..und brauche das 😀 und Sport..mehr Sport steht in der Agenda…wie jedes Jahr. Aber dieses Jahr sollte es endlich mal klappen! Hoffentlich…

Mehr Reisen

Ja, was habe ich mir sonst so vorgenommen für dieses Jahr? Mehr reisen. Einfach mehr reisen. Und mehr Festivals ❤ Im Februar erfülle ich mir meinen Traum von Paris, im April geht es 3. Wochen nach Indien, Ende April bin ich dann in Wien ein paar Tage. Weitere Ausflüge nach Frankreich und Spanien sind auch in Planung und auf mein geliebtes Festival in Polen geht es dann im August. Island steht dann im Oktober in den Herbstferien in der Agenda. Im Winter geht es dann, je nach länge der Ferien entweder nach Havanna oder nach Riga. Riga ist wunderschön sag ich euch, zumindest das, was ich in knapp 20. Stunden auf der Durchreise dort entdeckt habe. Die Menschen, die Stimmung..alles war wunderschön. Wer mehr davon lesen möchte, hier.  Ich möchte mich 2017 mit mehr Menschen umgeben, die selber was auf die Beine stellen. Ich habe das Genörgel der Neider satt. Ich denke, wenn man sich mit Menschen umgibt, die selber was erschaffen, dann kann man sich gegenseitig unterstützen, statt sich von anderen runter machen zu lassen, oder als Angeber hingestellt zu werden. Don`t like your life? Change it! Es ist immer einfach andere zu kritisieren statt selber was auf die Beine zu stellen. Oder?

Was habt ihr euch vorgenommen? Was wurde aus euren Vorsätzen vom letzten Jahr? Habt ihr überhaupt Vorsätze?

 

Ganz liebe Grüsse und auf ein tolles 2017!

 

Nanny Anny

 

 

Pic: Paula Deme

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Nanny Anny zu Gast bei „UGLY TRUTH“

Ja, anhand meiner Augenringe kann man mir die Last der letzten Wochen deutlich ansehen. Aber hey..noch 4. Tage und dann geht es für mich auch endlich in den wohlverdienten Urlaub. Wellness, Entspannen und all das..yeah! Aber bevor es soweit ist, habe ich meinen Blog hier auch in meiner Sendung vorgestellt.

Aufklärungsbedarf

Weil es immer noch Aufklärungsbedarf gibt, zwischen Eltern und Nannys. Gerade vor ein paar Tagen musste ich eine Familie abmahnen, und das Arbeitsverhältnis kündigen von einem kleineren Job. Die dachten auch man lasse sich ewig alles gefallen und fielen bestimmt aus allen Wolken, als der Brief ins Haus flatterte.

Ausgangspunkt war, ich komme jeden Mittwoch für 10.5 Std rein, sie haben 5. Wochen Ferien, vertraglich geregelt. Dumm nur, dass es seit beginn nach ihrer Lust und Laune ging. Mal Ja, mal Nein, mal vielleicht, mal wussten sie es nicht genau, ob sie mich am Mittwoch brauchten. Aber gezahlt, für dieses hin und her haben sie nie. Nur die effektiven Stunden die ich da war, was so nicht rechtens ist. Man kann schliesslich nicht jeden Mittwoch im Monat besetzen und dann nur einen in Anspruch nehmen, und nur den zahlen,  obwohl per Vertrag alles geregelt ist. Das habe ich dann angesprochen- es wurde ignoriert. Man behandelte mich als hätte ich einen Vertrag auf Abruf.

„Reiss dich zusammen, ich habe Verpflichtungen!“

Als ich dann mal krank wurde, sprach mir die Dame des Hauses aufs Band: „Du musst Dich zusammen reissen, ich habe schliesslich Verpflichtungen!“

Das muss man sich mal vorstellen! Sie erhielt darauf eine SMS von mir mit der Kündigung, und eine Aufforderung die ausstehenden Stunden zu begleichen. Ich hatte nun genug Geduld und Kulanz bewiesen. Schliesslich hatten sie auch nur einmal geschafft pünktlich zu zahlen..in 7 Monaten! Man ist auch nur ein Mensch..und, wenn es mich nur hier und da braucht…dann kann man sich schließlich nun anders organisieren. Jeder der mich kennt, weiss, ich bleibe nicht wegen ein wenig Kopfweh oder Schnupfen zu Hause.

Schliesslich sei ich weder auf Abruf noch zu ihren Diensten wann sie es für nötig hält. Wir haben schliesslich einen Vertrag der bindend ist. Das war, die für sie, unschöne Wahrheit. Wir konnten uns einigen und sie zahlen mir nun den Betrag und den erst, denn ich wurde freigestellt für die Kündigungsfrist. Ohne Möglichkeit mich von den Kindern zu verabschieden. So weit so gut. Es sind ihre Kinder. Nur finde ich es verdammt Schade. Schliesslich habe ich diesen ERROR nicht herbeigerufen.

Liebe Nannys, lasst euch nichts gefallen

Habt keine Angst für eure Rechte einzustehen. Wenn euch einer deswegen nicht einstellen möchte, würde es mich eh stutzig machen. Denn wer sich fair verhält, muss auch nichts fürchten. Und sorry, wir sind weder Leibeigene,  noch eure „Sklaven“ die so tanzen wie ihr es wollt. Man hat nicht umsonst Verträge, die bindend sind und Gesetze erlassen! So wie ihr als Arbeitnehmer Rechte habt in eurer Firma, so haben wir sie auch, wenn wir angestellt sind bei euch! Und by the way: Wenn wir auch nach Lust und Laune zu Arbeit erscheinen würden..na ich weiss nicht wie lange die Eltern das mitmachen würden.

 

Viel Spass beim ansehen und wenn ihr Fragen habt- nur zu! Schreibt mir:

M. Poppins@gmx.ch 

 

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Was macht Nanny Anny so gerade?

Bestimmt habt ihr mitbekommen, dass es ruhiger her geht als sonst hier. Das liegt an mehreren Gründen. Auf dem anderen Blog erscheint gerade das Weihnachts Special in Zusammenarbeit mit City Channel 1 – UGLY TRUTH. Jeden Tag ein Thema, dass von Zuschauern und Bloggern bestimmt wurde als Sendung und Beitrag. Das ist ne menge Arbeit sag ich euch, macht aber auch extrem viel Spass. Ausserdem war ich als Nanny wieder unterwegs und habe mal wieder einen Auftrag  von einer  tollen Agentur angenommen. Dieses Mal ging es zum „basteln“ mit Kindern in einem Café in Zürich und als Maskottchen „Topsy“ durfte ich auch Erwachsene zum schmunzeln bringen. Anbei ein paar Impressionen von den tollen 4. Tagen =)

 

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Nanny Anny mit Topsy 

 

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Nanny Anny als Topsy mit ehemaligem Kind aus der Krippe und ehemaligen Praktikantin

Hätte ich nur gewusst, wie gross der Kopf von Topsy ist…na ja. Auf jeden Fall hat es sehr viel Spass gemacht, klein und gross zum Lachen zu bringen. Ich bin dann auch immer vor an die Eisbahn an die Europa Allee und habe dort in dem Kostüm getanzt. Das war richtig lustig, denn ich würde am liebsten öfter einfach so auf der Strasse tanzen, aber ihr könnt euch ja vorstellen wie die Leute dann schauen würden. Mit dem Kostüm, konnte ich also endlich mal die „Sau“ raus lassen. Am lustigsten war es zu den Tunes von den Bee Gees „Stayin`Alive“ 

Mütter hielten ihre Handykamers drauf, Kinder tanzten an den Händen von Topsy mit. Alle Gesichter strahlten. Es war heiss…gerade mir in dem Kostüm, lach. Ich war am Abend fix und foxy, aber sehr sehr glücklich.

 

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Das Team an dem Tag! Es war wunderbar mit euch! 

Die Kinder hatten sehr viel Spass mit uns die Lebkuchen zu verzieren. Hier ein paar schöne  Kunstwerke:

 

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Von einem Mädchen aus Schweden 

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Da das ganze von der UBS Bank organisiert wurde, hatten wir alle UBS Pullis an. Ein Mädel machte extra diesen tollen Lebkuchen für uns, er war fein =) 

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Zum Schluss wurden alle Lebkuchen schön verpackt und mit Heim gegeben. 

Bald ist ja schon Weihnachten =) Was habt ihr bis jetzt gebastelt? Gebacken? Habt ihr alle Geschenke schon beisammen?

 

Bis bald,

 

Nanny Anny

 

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Erfahrungen mit Nannyagenturen in der Schweiz Teil 1.

Jeder Familie die schon mal professionell eine Nanny gesucht hat kommt nicht um sie herum: Die Nanny Agenturen. Agenturen die sich darauf spezialisiert haben Nannys zu vermitteln. Wie man sich vorstellen kann, gibt es etliche und die Unterschiede könnten gravierender nicht sein.  Heute, im ersten Teil, werde ich euch meine Erfahrungen schildern.

Als ich 2007 in die Schweiz kam, passierte das über eine Agentur in London, ziemlich schnell und unkompliziert, seit dem habe ich mir etliche Agenturen angesehen in der Schweiz und muss sagen, irgendwie haben nur zwei Agenturen bis jetzt 100% meine Erwartungen erfüllt. Über den ersten Kontakt, die Angebote, über das Vorstellungsgespräch und die Nachbetreuung nach Vertragsabschluss. Einige Agenturen verlangen sogar Geld um als Nanny in ihren Nanny Pool aufgenommen zu werden, obwohl die Eltern meist ein ganzes Bruttogehalt bei Vertragsabschluss mit der Nanny über die Agentur erhalten. Einige bieten in diesem Beitrag den man zahlen muss eine Haftpflichtversicherung an, immer hin, damit lässt es sich leben. Mit der letzteren arbeite ich hier und da immer noch zusammen und kann sie bei Nachfragen via Email empfehlen.

Mit einer der grösste Agenturen, die sogar von der Stadt Zürich ein „Qualitätssiegel“ trägt ereinigte sich mal folgendes Szenario: Da ich zwei, ja eigentlich drei „Muttersprachen“ habe trug ich das unter der Rubrik: „Sprachen“ auch ein. Meine gesamten Arbeitszeugnisse zu der Zeit, insgesamt über sechs Jahre waren in Englisch verfasst, da ich dort auch als englisch sprechende Fachkraft eingesetzt wurde. Mein Diplom als Kleinkinderzieherin stammt aus Deutschland.

„Auf welchem Niveau sprechen sie denn die Muttersprache?“

Eines Tages rief mich eine Mitarbeiterin der besagten Agentur an und wollte wissen auf welchem Niveau ich diese drei Sprachen beherrsche und ob ich mich mit den Familien in Deutsch oder englisch verhandlungssicher unterhalten kann. Ich verstand erst mal die Frage nicht richtig. Die Dame fuhr fort, sie sehe ja, dass ich in Rumänien geboren sei und müsste deswegen schon mal genauer nachfragen. Nicht, dass wir uns in perfektem Hochdeutsch unterhalten hätten die ganze Zeit über, nein, aber sei es drum.

Ich war genervt, sehr. Ich fragte, ob sie sich denn überhaupt meine Unterlagen angesehen hätte, die vielen Referenzen, Zeugnisse usw. Sie verneinte. Ich wurde rasend. Da bekam also diese Agentur einen ganzen Bruttolohn bei Vertragsabschluss von der Familie, und sie machte sich nicht mal die Mühe meine Unterlagen genau anzusehen? Entschuldigung?

Ausserdem wollte ich wissen, was genau muss man unter Muttersprache erklären muss? So ungewöhnlich ist es nicht, dass man heutzutage mehrere Sprachen beherrscht, oder etwa doch? Sprechen deutsche Zeugnisse und langjährige Referenzen in Englisch nicht eine eindeutige Sprache?  Ich erklärte der Frau am Telefon, dass ich absolut kein Interesse mehr habe mich von ihrer Agentur vermitteln zu lassen, denn wenn das so schon anfängt – total desinteressiert und auch irgendwie rassistisch, möchte ich nichts mit dieser Agentur zu tun haben.

Stehen gelassen

Ein anderes „Vorstellungsgespräch“ endete damit, dass mich die Dame von der Agentur mit der ich verabredet war, im Regen stehen liess. Zu viel Stress im Büro als Ursache, ich fuhr deswegen extra nach Zug, (die Fahrt dauert je nach Zug 35-45 Minuten) wartete dort 30 Minuten, rief an. Man sagte mir es sei gerade recht stressig, ich sollte doch ins Büro kommen, man hole mich vom Bus ab. Neue Fahrtkarte für den Bus gekauft, fix angerufen als ich los gefahren bin, wir vereinbarten, dass sie mich abholt. An der Bushaltestelle wartete ich dann 1. Stunde und fuhr dann wieder heim. Auf erneutem Nachfragen via SMS sagte man mir, man ging in der Annahme aus, ich melde mich noch mal wenn ich angekommen sei. Man muss aber dazu sagen, die Busfahrt dauerte nicht mehr als 10 Minuten, was sollte ich erneut anrufen, wenn ich die besagte Dame bereits informierte beim einsteigen? Anstatt gleich Verantwortung zu übernehmen, machte man mich zur Schuldigen. Auch ihr musste ich sagen, dass ich kein Interesse habe. Geld und Zeit verschwendet, denn mit keinem Ton wurden mir als Entschuldigung wenigstens angeboten die Fahrtkosten zu erstatten. Plus: Ich hatte mir extra einen Tag frei genommen.

Rückzahlung

Ich arbeitete mal eine Zeit lang bei einer Agenturchefin. Der Vertrag war begrenzt und ich sollte sie als Mothershelp unterstützen mit ihrere frisch geborenen Tochter und ihren 7  jährigen Sohn. Alles war wunderbar, wir verstanden uns sehr gut, der Vertrag lief aus, super Zeugnis, nix zu motzen. Eines Tages, so knapp ein paar Monate später erhielt ich von ihr eine SMS, an einem Feiertag um 21 Uhr. Man hätte falsch abgerechnet bei der Steuer, ich müsste ihr noch knapp 200 CHF nachzahlen. Wir vereinbarten, dass sie mir die Unterlagen zusenden würde. Ich war schon bisschen sauer, dass sie mich an einem Feiertag via SMS über so einen Fehler, ihrerseits informierte. Der Hammer kam aber noch. Als ich ihren Brief erhielet, war da nur ein Blanko Einzahlungsschein. Keine Unterlagen die ihre Aussage beweisen, nichts. Dass ich nichts überwiesen habe, brauche ich euch nicht erzählen. Da kann ja jeder kommen und irgendwas retour fordern ohne mir die Unterlagen zu zeigen. Und so ganz unter uns, als Agentur Chefin sollte man schon wissen, wie man eine Nanny richtig abrechnet oder wie man den Fehler danach behebt. Ein Blank Einzahlungsschein schicken, entsprach nicht meinen Vorstellungen, weil ja auch was anderes vereinbart wurde, geschweige den diesen Fehler um 21 Uhr via SMS melden. Nee, sorry!  Fehler passieren, das ist ok. Aber wenigstens den Bescheid hätte ich gern gesehen – so hinterliess das ganze einen recht unprofessionellen  und chaotischen Eindruck.

Selber um das Gehalt verhandelt – NO GO!

Durch meine erste Agentur hier in der Schweiz fand ich eine Familie aus London. Bevor ich mich aber dazu entschied den Vertrag zu unterschreiben, sah ich mir eine zweite Familie an. Beide waren toll, beide Arbeitsstellen waren attraktiv, beide Familien wussten voneinander und ich wusste nicht so recht für welche ich mich entscheiden sollte.Die eine Familie hatte ich selber gefunden, die andere kam über eine Agentur. Zum Schluss sollte das Gehalt entscheiden, denn leider kann ich Rechnungen nicht mit Kinderlachen und Liebe bezahlen. Die Familie A die ich gefunden hatte zahlte 1000 CHF mehr als die Familie B die über die Agentur kam. Fam. B wohnte aber so schön am See und hatte einen tollen grossen Garten. Ich war also offen udn sagte den Leuten, es läge am Geld, dass ich mich doch für Fam. A entscheide, 1000 CHF mehr im Monat ist ein guter Grund dazu. So beschlossen sie, ihr Gehalt auch auf die gleiche Summe anzuheben wie die andere Familie, evtl war es sogar ein wenig mehr. Als es dann zum Vertragsabschluss kam, rief ich die Agentur an und gab Bescheid, dass sie den Vertrag abändern müssten, da sich das Gehalt verändert hatte. Ui! Wie war man erbost! „Was fällt dir ein deinen Vertrag selber zu verhandeln?“ War nur einer der Sätze die ich mir anhören musste. Fand das damals schon unverschämt und sagte der Agenturchefin auch klipp und klar meine Meinung. Schliesslich muss ich ja dort arbeiten für das Geld und sie bekäme nun mehr Provision. Anscheinend hatte man Angst, dass ihnen der Kunde, aka die Familie komplett den Rücken zudreht bei meinen höheren Lohnforderungen. Doch unter uns…wenn ich schon 55 Stunden die Woche wo sein muss, sollte es sich auch lohnen.

Fortsetzung folgt….