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Bullshit Bingo mit Nanny Anny

„Aber du hast noch nie ein Kind geboren! Du weiss nicht wie das ist mit der Verantwortung!“

Ja, deswegen bin ich anscheinend nicht qualifiziert genug um Kinder zu erziehen. Vergessen wir die Berufserfahrung seit 1999, die Lehre &die Weiterbildungen. Ich wusste nicht, dass man dazu selber ein Kind gebären muss. Bitte teilt das an den Schulen und an den Unis den Lernenden mit, Ausbildung und Studium können sie sich getrost sparen.

Ich glaube das kam da noch nicht an. Ausserdem, wisst ihr nicht wie es ist als Nanny für fremde Kinder verantwortlich zu sein, oder als Gruppenleitung in einer Kita für 12? Wollen wir mal einen Monat tauschen? Danach werden einige von euch anders reden, versprochen. Das Gefühl immer mit einem Bein im Gefängnis zu stehen ist ausserdem echt ein grandisoser Kick!

„Du kannst abends nachhause gehen, du weisst nicht wie das ist mit einem Baby!

Ich war Au-pair und LiveIn Nanny.  Ausserdem bin ich immer noch hier und da als Nacht Nanny unterwegs, wenn Eltern am Anschlag sind, weil das Neugeborene Nachts sehr aktiv ist oder krank oder oder. Als Au-pair habe ich mit einem 2 jährigen und einem Neugeborenen gelebt dem ich Nachts auch die Flasche gab oder ihn getröstet, wenn er wach war, Koliken hatte oder was Babys eben so haben.

Als Nanny lebte ich mit einem Schul- und einem Kindergartenkind und deren Familie zusammen. Ich hatte Dienst von 7-19 Uhr und darüber hinaus. Auch war ich mit Familien im Urlaub. Ich weiss also schon, wie das ist und konnte nicht immer die Türe zu machen, oder heim gehen.

Ausserdem klingen manche so, als wäre es meine Schuld, dass sie nun eine Lebenslange Verantwortung für ihre Kinder tragen. Ich weiss halt warum ich keine eigenen Kinder möchte 😉

„Du weisst nicht wie das ist mit einem kranken Kind!“

Siehe vorherigen Punkt. Natürlich nahm ich mir aber immer frei, wenn die Kinder krank waren, schrien, und lieber zu ihren Eltern wollten, statt sich von mir pflegen zu lassen. Es kam die magische Fee und kümmerte sich um den Haushalt, Einkauf, Wäsche und die Kinder. Wer auch sonst? Als Nanny pickt man sich doch nur die schönen Seiten des Berufes aus.

„Bekomme du erst mal Kinder!“

Wurde gern in der Debatte „Gewalt gegen Kinder“ benutzt. Als ob ich, die selber als Kind geschlagen wurde, plötzlich selber zur Täterin werde, wenn ich mein eigenes Kind habe. Klar, gegen andere Kinder noch nie die Hand erhoben seit 1999 aber gegen mein eigenes werde ich das sicher tun. Weil das mein eigen Fleisch und Blut ist. Auch werde ich mit dem herauspressen des Kindes alle Erfahrungen vergessen, die ich in den letzen Jahren sammeln konnte, weil mir dann mein “ Erziehungs Expertin in allen Belangen“ Diplom überreicht wird. Verstehe.

„Eine FaBe (Fachfrau Betreuung) Kind bzw. Erzieherin,  ist keine Pädagogin !“

Ein Pädagoge (von griechischπαιδαγωγόςpaidagogós) ist eine Person, die sich mit dem erzieherischen Handeln, also der Praxis von Erziehung und Bildung und den Theorien der Pädagogik in der Regel professionell auseinandersetzt. Primär wird die Bezeichnung Pädagoge für eine Person gebraucht, die einen Studiengang aus dem Bereich der wissenschaftlichen Disziplin der Pädagogik abgeschlossen hat (im deutschsprachigen Raum gängige Abschlüsse sind die des Diplom-Pädagogen bzw. ein Staatsexamen oder ein Master in Erziehungswissenschaft). Da die BerufsbezeichnungPädagoge nicht geschützt ist, umfasst sie vor allem in der Allgemeinsprache oft sämtliche pädagogisch tätigen Fachkräfte wie Lehrer und Erzieher.

Quelle: Wikipedia

 

Fortsetzung folgt…

 

Schönes Wochenende meine lieben!

 

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Hallo Herbst!

Gestern war offizieller Herbstanfang! Und obwohl ich ganz ganz grosser Sommerfan bin, versuche ich nun das beste daraus zu machen. Denn so gesehen, war der Sommer für mich lang. Sehr lang. Er fing nämlich schon auf meiner Rundreise in Italien im April an. Dort konnte man bereits auch Nachts im Kleid und Sandalen rumstreunen, während es in der Schweiz geschneit hatte. Nun wird es Zeit sich einzukuscheln, Kürbis Rezepte auszuprobieren, zu basteln und es einfach mal gemütlicher zu nehmen. Denn im Sommer war ich so gut wie nie zuhause.

Herbst in der Kita

Schön wäre es, wenn Eltern daran denken würden den Kindern Regensachen mit in die Kita, Spielgruppe oder Kids zu geben. Bitte anschreiben. Bitte. Fast jedes Kind hat die gleichen Regensachen. Ehrlich. Es ist jedes Jahr vorgekommen, dass man den Eltern jeden Tag dieses Lied hoch und runter singen musste. Das beinhaltet:

  • eine passende Regenhose
  • passende Regenstiefel
  • und ebenso eine passende Regenjacke
  • evtl Mütze und Schal

Ich wiederhole mich bewusst, mit dem „passend“, da es auch Eltern gab, die einfach davon ausgingen, dass die Sachen vom letzen Jahr ihren Kindern noch passten. Nichts ist unangenehmer als in zu kleinen Schuhen zu laufen! Zu kleine Kleidung, das wissen auch wir erwachen, ist auch mühsam.

Aktivitäten im Herbst

Für uns Nannys bedeutet der Herbst auch, dass wir uns für unsere Schützlinge ein Programm für schlechte Tage suchen müssen. Ich habe mich entschlossen mit der kleinen die Kreativ Werkstatt zu besuchen zwei mal die Woche, zusätzlich zum Singen. Auch Schifffahrten stehen auf dem Programm sowie Indoor Spielplätze. Kleinere als in Deutschland gibt es hier in den Gemeinschaftszentren der Stadt.

Im GZ kann sie malen, schneiden, kleben usw. Es kostet wenig, man muss keine Materialien kaufen, man muss sich nicht vorher anmelden und das beste: Man muss den Dreck danach nicht aufräumen. Gibt es sowas auch in eurer Stadt, oder was habt ihr euch überlegt um die langen regnerischen Tage schöner zu gestalten?

Denn klar, man kann auch noch im Herbst viel draussen machen, aber wir kennen auch Tage an dem es nonstop regnet und uns die Decke auf den Kopf fällt. Die Gemeinschaftszentren die solche Aktivitäten anbieten, geben den Kinder und uns Nannys auch die Chance andere Kinder und Nannys bzw Mütter zu treffen. Für euch zusätzlich habe ich ein paar Ideen wieder zusammen getragen, zum basteln, kochen und backen – There we go:

100 & 1 Bastelidee zum Thema Herbst

Ein schönes, sonniges Wochenende euch allen und viel Spass beim ausprobieren ❤
                                                                    
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Über Anstand, Respekt und Wertschätzung gegenüber Nannys

Allgemein lässt sich die Tage beobachten, wie der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung den Bach runter gehen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch hier in der Schweiz. Zumindest empfinde ich das in meinem Beruf so. Die Wertschätzung gegenüber Erzieherinnen oder Nannys läuft gegen 0. Aber wehe sie sind dann mal nicht da, dann ist das Geschrei gross. Man erinnere sich nur an die Demos der Erzieherinnen und das Gejammer der Eltern und anderen Menschen als die Krippen und Kitas dicht machten.  Ich werde heute ein paar Punkte aufzählen die so gar nicht gehen, aus meinem Nanny Leben.

22:30 Uhr

„Ich dachte du bist eine Nachteule!“ so entschuldigte sich eine Mutter, die mich gegen 22:30 Uhr anrief, nach dem sie mich am  Vortag versetzt hatte.  Um den nächsten Einsatz zu besprechen. Aber von vorne. Ich betreute sie mit ihrem 4 Monate alten Sohn, eine bis drei Nächte die Woche. Normalerweise läuft das über die Agentur, aber sie fragte weiter Termine einfach so bei mir an, alles mündlich. Ich hätte am Mittwoch um 8 Uhr morgens bei ihr sein sollen für ein paar Stunden zur Entlastung. Den Abend davor war ich in der Stadt auf einem Konzert, ging eher nachhause, um am nächsten Tag fit zu sein.

21 Uhr kam dann eine SMS, gerade als ich zur Türe rein kam, sie benötige meine Hilfe doch nicht, die grosse sei krank, schon die ganze Woche. Ja, danke auch.  Schön, fällt dir das nicht mal 12 Std vor Einsatzbeginn auf und ein.

Abend versaut & eine finanzielle Einbusse.

Dann rief sie auch noch spät abends an am nächsten Tag…Sorry, gehts noch?! 22:30 Uhr!! Ich hatte schon fast geschlafen. Das geht nicht. Respekt, Anstand, Wertschätzung…vermisste ich in dem Augenblick sehr. Sehr. Denn das Thema des Telefonats hatte noch eine Woche Zeit gehabt zum besprechen. Es eilte nicht. So gar nicht.

Habe ihr dann mitgeteilt am Donnerstagmorgen sie wende sich doch für weitere Anfragen in Zukunft direkt an die Agentur. Hat sich zwar entschuldigt, aber das war bereits das zweite mal, dass sie mich versetzte. Das erste mal, schickte sie mich nach einer Std bereits nach Hause. Tochter war krank, weinerlich, Einsatz unmöglich.  Hätte man das schriftlich gemacht über die Agentur im Vorfeld, hätte sie 3 volle Stunden zahlen müssen. Einmal..ok. Zweimal…in zwei Wochen. Nope! In anderen Berufen wäre das so auch nicht gegangen.

Dass sie sich nie wieder meldete, brauche ich nicht zu erwähnen. Aber so geht niemand mit mir und meiner Zeit um.

Eltern die sich nicht entscheiden können

Eine andere Mutter die ich über ein paar Einsätze über die Agentur kennenlernte rief mich in meinem Urlaub an. Ok, geschenkt, die paar Minuten. Verwickelte mich dan in eine 45 Minuten Unterhaltung, auch easy. Brauche jemanden für den Mittwoch und am Weekend, kein Problem. Einigten uns dann, dass ich mich melde, wenn ich wieder da bin um den Vertrag schriftlich festzuhalten. Mündlich war ja alles geklärt. 3 Tage vor Arbeitsbeginn sagte sie mir ab. Meldete sich aber 2 Monate später mit der gleichen Anfrage. Sagte ihr, sie solle sich mit der Agentur zusammensetzen, ich hätte kein Interesse mehr.

Eine andere Mutter – fragte an, war auch alles geklärt, mündlich,  nur damit sie mir 2 Tage vorher absagt. Aussage: „Haben nun jemanden vom roten Kreuz für die nächsten drei Wochen, melden uns danach nochmal!“ Nö, für mich ist es hier erledigt. Ich kann keine Tage reservieren, Standby – kostenlos versteht sich, schon wieder, und wenn sie dann jemanden günstigeren gefunden haben, sagen sie mir wieder ab.

Ich verstehe Eltern die es sich nicht leisten können, aber man muss uns Kinderbetreuer auch verstehen. Standby ist nicht. Wir verdienen so unser Geld, unsere Brötchen, unseren Lebensunterhalt. Für Miete, Lebensmittel und Co. Da wir nicht „ordentlich“ bezahlt werden für das was wir leisten, können wir es uns nicht leisten einfach so Tage auf gut Glück für Familien zu reservieren, kostenlos, sondern nehmen Anfragen rein wie sie kommen. Zusätzlich zu unseren festen Jobs. Da ist kurz vor Einsatzbeginn absagen einfach nicht so toll.

Man stelle sich nur vor, wir Nannys würden so mit den Familien umspringen. Man verlangt von der Nanny und anderen Kinderbetreuern unter anderem Zuverlässigkeit. Und dann benimmt man sich so.

Die, die auf Portalen nicht antworten

„DRINGEND! Suchen wir einen Babysitter / Nanny etc.“ 

So die meisten Suchanfragen auf Kinderbetreuungs Portalen. Von ihnen hat sich noch NIEMAND die mühe gemacht ein kurzes Feedback auf die Bewerbung zu geben. Dann wundern sich aber die Eltern, warum sich auch niemand mehr die grosse Mühe dort macht sich zu bewerben. Das hat für mich auch viel mit Wertschätzung, Respekt und Anstand zu tun.

 

Man nahm mir so klar Worte schon mal übel

Ich habe schon mal zu solchen Eltern position bezogen auf meiner Facebookseite. Das nahm mir eine Mutter sehr übel. „Dich würde ich so nicht einstellen wollen für meine Kinder!“ Ja, easy, kein Problem. Wenn es nicht ok ist in deinen Augen FAIR zu sein und das auch einzufordern, dann möchte ich da eh nicht arbeiten. In anderen Berufen kann man auch nicht sich beliebig Tage reservieren und dann nach Lust und Laune absagen. Kein Handwerker, Monteur, Arzt würde das mitmachen. Auch hier bei Ärzten muss man 24 Stunden vorher absagen, sonst wird das berechnet. Krankheit und Co sind noch mal was anderes! Wertschätzung ist keine Einbahnstrasse.

 

Eltern vertrauen uns ihre Kinder an

Behandeln uns aber teilweise unter aller Kanone, denn das sind nur ein paar Beispiele. Und ja, das darf man nach aussen kommunizieren, damit sich einige den Kopf machen und ihr Verhalten hinterfragen. Auch der Rest der Welt darf wissen, wie mit uns umgesprungen wird.  Warum sollte ich schweigen zu alle dem?

Klar, es gibt auch tolle Familien, das steht ausser Frage. Doch je mehr ich mich mit anderen Nannys und Babysitter auseinandersetze, desto mehr erlebe und höre ich, das Gegenteil. Auch am eigenen Leib. Und das ist schade. Man bezahlt seiner Putzfrau auch teilweise mehr, und ist bereits zu verbindlicheren Abmachungen, als der Frau die auf das eigene Fleisch und Blut aufpasst und es gegebenenfalls auch erziehen soll. Das muss man erst mal sacken lassen.

 

 

Schönes Wochenende ihr lieben,

 

 

Nanny Anny

 

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Methoden zur Umsetzung 2.0 – Positive Disziplin

Im letzten Beitrag über „Positive Disziplin“ (Abkürzung PD) habe ich euch schon ein paar Methoden verraten, wie man es in den Alltag einbinden kann. Heute soll es weitergehen!

4. Versetze dich in die Welt deines Kindes

Man muss sich bewusst machen, zu was das Kind bereits fähig ist und zu was noch nicht. Nur, weil Kinder fliessend sprechen können, macht sie das nicht zu kleinen Erwachsenen. Man muss sich genau anschauen: Was braucht mein Kind in dieser Phase? Was kann es schon? Was überfordert es? Empathie ist das Zauberwort, wenn es zu Trotz – und Wutanfällen kommt. Schliesslich muss das Kind noch lernen, wie es mit seinem Frust umgehen soll. Und meist ist es gefrustet, weil es etwas noch nicht kann. Empathie, bedeutet nicht, dass man das Kind vor jeder Enttäuschung bewahren soll. Empathie bedeutet: Sich in die Lage des Kindes versetzen und es verstehen.

So eine typische Situation ist, wenn man vom Spielplatz nach Hause möchte, aber das Kind nichts dergleichen hören will.  Eine mögliche Lösung wäre auf Augenhöhe, dem Kind in direkt die Augen sehen und mit ihm sprechen: „Ich verstehe, dass du noch bleiben möchtes und du nun verärgert bist, aber wir müssen nun gehen.“  Dabei kann man das Kind umarmen und sie erst mal diese Aussage „verdauen“ lassen bevor man sich dann endlich auf den Weg macht.

Bleibt man hingegen, um des Kindes wegen und um Stress und Geschrei zu vermeiden, vergönnt man dem Kind die Möglichkeit durch Erfahrung zu lernen, dass es Enttäuschung überstehen kann.

Sich in die Welt des Kindes versetzen bedeutet auch, sich bewusst zu machen, dass das Kind nur altersentsprechend reagieren und agieren kann.

 

5. Meine auch was du sagst und lasse Taten folgen, freundlich aber bestimmt

Wer kennt sie nicht, die leeren Drohungen? Bleiben wir doch einfach in der Situation auf dem Spielplatz. „Wenn du das nochmal machst, gehen wir heim!“ hat jeder von uns schon mal gehört, das Kind wird 10 mal verwarnt aber es geschieht einfach nichts. Später wundert man sich dann,  warum das Kind den erwachsenen nicht ernst nimmt.

Wenn wir etwas sagen, dann sollten wir es auch so meinen und dann auch die Konsequenzen ziehen. Respektvoll, freundlich und ohne Wut. Auf die Würde des Kindes und der eigenen achtend. Niemand hat etwas davon, wenn man das Kind anschreit, vor allen Leuten, oder eine Diskussion, oder gar einen Machtkampf vom Zaun bricht.

Wenn das Kind, z.B immer noch nicht runter kommen will z.B von der Schaukel, obwohl man vereinbart hatte, dass es nur noch ein paar Minuten  aus schaukeln darf, bis man gehen muss, empfiehlt sich, das Kind wortlos runter zu nehmen. Keine weiteren Erklärungen, keine Diskussion, kein „ich habe es dir bereits x mal gesagt!“ keine Machtspielchen und so weiter und so fort.

Freundlich aber bestimmt, die Konsequenzen ziehen.

 

6. Sei geduldig

Das Verhalten des Kindes nie persönlich nehmen! Wir sind die Erwachsenen, die verstehen müssen, das kindliche Verhalten uns gegenüber ist  wirklich nichts persönliches. Das Kind verhält sich nur altersentsprechend und macht nichts „extra“  oder um uns zu ärgern. Wir müssen Geduld aufbringen und verstehen, ein Kind muss Dinge wieder und wieder erleben um sie zu verstehen, um sie zu erlernen. Deswegen sind Rituale so wichtig. Sie geben nicht nur Sicherheit, sondern sind auch ständige Wiederholungen für das Kind. Aus eigenen Lernprozessen wissen wir von uns selbst, wie lange es manchmal dauern kann, bis etwas gelerntes richtig sitzt oder wir es richtig gut können. Es braucht Zeit. Alles. Darum seid geduldig mit den kleinsten, schliesslich fangen sie von vorne an, bei null.

 

Mehr zu den Methoden um PF in den Alltag einzubringen, bald, hier!

 

Liebe Grüsse,

 

 

Nanny Anny

 

Pic: Unsplash

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„Postive Disziplin“ – die Antworten

Ich hatte euch vor einigen Tagen gefragt, was ihr euch unter „Positiver Disziplin“ vorstellt. Gerne lasse ich euch nun teilhaben, was so als Antwort kam…

Die Antworten:

„Das ergibt für mich soviel Sinn wie liebevolle Strenge (oder die mildere Variante liebevolle Konsequenz) – nämlich gar keinen. Disziplin ist für mich neutral. Wenn man etwas will, dann hat man auch die Disziplin (im Sinne von Durchhaltevermögen, Organisations- und Ordnungswillen etc.). Wenn nicht, dann nicht. Disziplin ist in meinen Augen nicht zu erzwingen, Disziplin kommt von einem selbst oder gar nicht.“

„Für mich muss das nicht unbedingt ein Widerspruch sein. Eher, dass die Disziplin, die Regeln usw nicht mit etwas Schlechtem verbunden sind. Sie führt zB zu einem guten Zusammenleben, einem schönen Miteinander, einer guten Lernatmosphäre usw….Aber wie ich es genau ausdrücken soll, fällt mir auch schwer!“

„Ich könnte mir vorstellen dass positive Disziplin die Folge von intrinsischer Motivation ist. also wenn ich aus mir selbst heraus motiviert bin etwas zu tun, bleibe ich gerne diszipliniert dabei.“

„Das sagt sich so einfach…
Disziplin die Freude macht oder was positives auslöst weil man sich zusammen nimmt

„Positiv den „inneren Schweinehund“ überwinden.  Disziplin ist bei vielen wahrscheinlich eher negativ belastet. Dabei braucht es Disziplin, um an was dran zu bleiben. Wenn ich mir das Endresultat vorstelle (positiv und lösungsorientiert), dann schaffe ich es besser Disziplin aufzubringen… Hmmm, beispielsweise stelle ich mir gerade mein fertiges Englisch-Spiel vor und kann deshalb konzentriert an der Arbeit dran bleiben (ausser grad jetzt, wenn ich Pause mache ). In der „Erziehung“ wäre das für mich auch mit konsequentem und authentischem Verhalten – gewürzt mit Humor verbunden…oder auch was sein zu lassen, was mir (oder anderen) nicht gut tut. Braucht auch Disziplin.

Aufklärung:

Schauen wir uns nun erst mal das Wort Disziplin genauer an. Die meisten von uns assoziieren das Wort mit negativen Erfahrungen, sich zusammen reissen oder Gehorsam. Diszipliniert sein, wie das schon klingt. Autoritär, streng, einfach alles andere als positiv. Ich meine, es ist schon schön, diszipliniert zu sein, ich wäre es gern in Anbetracht meines Zuckerkonsums, aber ja.

Also..laut Definition bedeutet Disziplin, das vom lateinischen kommt  „Lehre“, „Zucht“, oder „Schule“

Nun machen die Wörter Positiv und Disziplin zusammen auch mehr Sinn, oder?

Positive Lehre / Positiv Lernen

Ein Wort, wie hier, kann eben mehrere Bedeutungen haben. Wie komme ich nun aber dazu euch hier so auf die Folter zu spannen? Ich wollte einen Beitrag schreiben über  Erziehungsziele. Doch wie fängt man damit an, ohne den mahnenden Zeigefinger zu heben? Am besten, nach dem Prinzip der Positiven Disziplin. Alternativen statt Verbote. Ich werde in den nächsten Beiträgen meine Erziehungsmethoden offen legen und ein wenig erklären. Denn nach diesem Prinzip arbeite ich seit ca. 4. Jahren.

Wenn ihr nun danach googelt – es gibt kaum bis gar keine Einträge über dieses Thema in der deutschen Sprache, das meiste ist in englisch, französisch, spanisch. Ich hatte letztens einen Anruf von jemanden, KC Hill um genau zu sein,  von PeaceWorks Coaching  der u.a „Positive Disziplin“ mit seiner Frau hier in der Schweiz unterrichtet. Er hat mich darauf hingewiesen, dass es kaum Menschen gibt, der dieses tolle Thema in deutscher Sprache behandelt.  Und daran sollte man etwas ändern =)

Ich hab mich etwas geärgert, dass ich das nicht schon früher ausführlicher darüber geschrieben habe, ich hatte es nur mal kurz angeschnitten,  nun ja, das will ich nun ändern. Somit bekommt der Blog nun auch eine genaue Richtung. Hier stellen sich die beiden vor:

 

Ich werde euch die nächsten Wochen in die Welt der Positiven Disziplin einführen und auch eure Fragen diesbezüglich beantworten.

 

Schönes Wochenende,

 

Nanny Anny

 

Bild- Unsplash

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Tag in meinem Arbeitsleben

Viele fragen sich evtl: Was macht so eine Nanny eigentlich den ganzen lieben langen Tag? Oder: Wie läuft so ein Tag eigentlich ab? Heute lasse ich euch ein wenig hinter die Kulissen schauen.

Diesen Montag

Montagmorgen fange ich meist um 8.30 Uhr an, wir begrüssen uns, ich ziehe die kleine an, wir frühstücken und ich tausche mich mit einem der Eltern aus, was an dem Tag so ansteht, der Einkaufszettel wird geschrieben, der Kühlschrank inspiziert. Bevor ich das Haus verlasse, mache ich einen Menüplan für Montag und Dienstag, Mittwoch habe ich frei. Donnerstag geht das ganze von vorne los. Zu meinen Aufgaben gehört das Mittag- und Abendessen für die Tage an denen ich arbeite.  Um 9.40 Uhr fängt das Eltern-Kind singen an, also verlassen wir so gegen 9.15 Uhr das Haus um pünktlich da zu sein.

Um 10.40 Uhr geht es dann weiter einkaufen, manchmal besuchen wir auch noch kurz die Dame von der Spielgruppe, liegt es doch auf dem Weg nachhause. Dann wird fix gekocht, um 12.15 Uhr kommt die grosse von der Schule, am Nachmittag hat sie frei. Dann gibt es für alle eine Stunde Mittagspause in der ich auch mal gerne ein Schläfchen unten auf dem Sofa halte. Anschliessend bereitete ich heute den Rucksack vor, wir wollen am Nachmittag raus.

Wir gingen wir in den Park spazieren, vorher zum Zahnarzt. Es war ein sonniger Tag und es machte Spass draußen ein kleines Picknick zu veranstalten, dabei die verschiedenen Tiere zu beobachten, der Park hat einen kleinen künstlichen See. Auch ein kleines Geburtstagsgeschenk für die Mutter kauften wir beim nachhause gehen ein, so wie einen Fitnesstracker für mich um mir den Sport etwas schmackhafter zu machen, schliesslich hatte ich die letzte Woche in Paris nicht gerade wenig geschlemmt. Und fitter werden steht schliesslich das Jahr auf meiner Vorsatzliste.

Am späteren Nachmittag backte ich der Mutter noch 2. Kuchen für das Büro und bereitete das Abendessen vor. Hausaufgaben Betreuung gehört auch zu meinen Aufgaben. Klar blödeln wir in der Zwischenzeit herum oder tanzen durch das Haus 😉 und so ist Ruckzuck der Tag um..um 18.30 Uhr habe ich Feierabend.

Ich liebe meinen Job, und auch wenn fast jeder Tag vom Ablauf gleich ist und doch ist  jeder Tag anders.

 

Wie sieht so ein typischer Tag bei euch aus? Ist es immer wieder das gleiche, oder wisst ihr am Morgen nicht was euch den Tag erwartet?

 

 

Herzlich,

 

Nanny Anny

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Willkommen 2017!

Vorsätze

Ich hoffe ihr seid gut reingerutscht =) Bei mir war es sehr entspannt und ruhig, was man so von den darauffolgenden Tagen nicht sagen konnte. Ja, was steht dieses Jahr an? Ich werde mich mehr um den Blog kümmern müssen, denn durch die Sendung und den andere Blog fiel der hier echt spärlich aus. Ich werde anfangen mit Checklisten für die Jahreszeiten. Was es damit auf sich hat erfahrt ihr hier bald. Auch ein paar Gastblogger wird es wieder geben, auch ich werde mich mal als Gastbloggerin probieren und auch mal an Blogparaden teilnehmen.

Ruhiger, beruflich

Für mich persönlich wird dieses Jahr eher ein ruhiges, zumindest was die Fortbildungen angeht. Klar, meinen Master schreibe ich trotzdem noch für die Birkenbihl Uni. Ein Kurs um Französisch zu lernen werde ich mir auch gönnen.  Am 16. Januar fängt mein 3. Monatiges Onlinepraktikum an, in dem ich lerne wie ich besser meine Blogs vermarkte, SEO und all das was wichtig ist. Hilft mir auch bei meinem kleinen Job als Social Media Manager einer Tanzschule in Zürich. Auch meine Unterlagen für das Sur Dossier werde ich einreichen, damit ich auch ohne Matura (Abi) auf die Uni kann um dort den Bachelor in Sozialer Arbeit zu absolvieren die kommenden Jahre…

Naaaa gut, wenig ist das dann doch nicht. Aber weniger als im letzten Jahr. Und ich freue mich auf meine erste interaktive Lesung in einem Monat!

Neue Aufgaben

Bei den Zwillingen bin ich nicht mehr, dafür habe ich 1-2 Nächte die Woche nun einen 6. Wochen alten Jungen vermittelt bekommen über die Agentur mit der ich zusammenarbeite,  der Nachts ein wenig „Hyper Hyper“ ist..mal sehen wie sich das entwickelt. Meine Mädels betreue ich immer noch, und auch B. Donnerstagabend. Alles alles in allem irgendwie noch beim gleichen. Bei B. werden es aber die letzten Monate sein, da er nach dem Sommer in den Kiga kommt. Auch habe ich mir nun einen analogen Terminkalender geholt..ja, ich bin Oldschool..und brauche das 😀 und Sport..mehr Sport steht in der Agenda…wie jedes Jahr. Aber dieses Jahr sollte es endlich mal klappen! Hoffentlich…

Mehr Reisen

Ja, was habe ich mir sonst so vorgenommen für dieses Jahr? Mehr reisen. Einfach mehr reisen. Und mehr Festivals ❤ Im Februar erfülle ich mir meinen Traum von Paris, im April geht es 3. Wochen nach Indien, Ende April bin ich dann in Wien ein paar Tage. Weitere Ausflüge nach Frankreich und Spanien sind auch in Planung und auf mein geliebtes Festival in Polen geht es dann im August. Island steht dann im Oktober in den Herbstferien in der Agenda. Im Winter geht es dann, je nach länge der Ferien entweder nach Havanna oder nach Riga. Riga ist wunderschön sag ich euch, zumindest das, was ich in knapp 20. Stunden auf der Durchreise dort entdeckt habe. Die Menschen, die Stimmung..alles war wunderschön. Wer mehr davon lesen möchte, hier.  Ich möchte mich 2017 mit mehr Menschen umgeben, die selber was auf die Beine stellen. Ich habe das Genörgel der Neider satt. Ich denke, wenn man sich mit Menschen umgibt, die selber was erschaffen, dann kann man sich gegenseitig unterstützen, statt sich von anderen runter machen zu lassen, oder als Angeber hingestellt zu werden. Don`t like your life? Change it! Es ist immer einfach andere zu kritisieren statt selber was auf die Beine zu stellen. Oder?

Was habt ihr euch vorgenommen? Was wurde aus euren Vorsätzen vom letzten Jahr? Habt ihr überhaupt Vorsätze?

 

Ganz liebe Grüsse und auf ein tolles 2017!

 

Nanny Anny

 

 

Pic: Paula Deme