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Methoden zur Umsetzung – Positive Disziplin

Was es mit der Positiven Disziplin auf sich hat, haben wir in den letzen Beiträgen ja schon klären können und auf welchen Grundpfeilern diese Methode steht. Heute soll es darum gehen, wie man das ganze umsetzt. Ich werde anhand ein paar Beispielen erklären, wie es gelingt Positive Disziplin in den Alltag zu integrieren. Diese Informationen sind angelehnt an das Buch von Dr. Jane Nelsen „Positive Discipline, The first three years“

1.Kinder mit einbinden in den Alltag 

A)  Routine zusammen erschaffen
B) Mehrere Möglichkeiten geben
C) Gelegenheiten zum mithelfen geben

A) Kinder lernen unter anderem durch ständige Wiederholungen und Konsequenzen.  Beim lernen ist es sehr hilfreich für das Kind, wenn es Routinen gibt. Am besten man kreiert diese gemeinsam mit den Kindern, wenn sie alt genug sind.

Routine ist überall: Beim aufstehen oder schlafen gehen, beim Essen, einkaufen und so weiter. Dr Jane Nielsen empfiehlt auch eine „graphische“ Darstellung der Routineabläufe, wenn das Kind alt genug ist. So kann das Kind, wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat, dem Erwachsenen selber sagen, was als nächstes ansteht, wenn es zum Beispiel ums essen geht…oder ums raus gehen. So lernt es sich selber zu managen und die diversen Abläufe. Nicht zu verwechseln mit einem Sticker Chart.

B) Karoline ist fünf Jahre alt. Jeden Morgen stellt sie die Mutter vor die gleiche Frage vor dem Kleiderschrank: „Was möchtest Du heute anziehen?“ Das Mädchen ist still und schweig vor sich hin. Die Mutter, wie jeden Morgen, hat es eilig und keine Nerven für die unentschlossene Karoline. Sie nimmt etwas aus dem Schrank und befiehlt: „Wenn du dich nicht entscheiden kannst, entscheide ich für dich. Zieh das nun an, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“ Das junge Mädchen fängt an zu weinen…der Konflikt, bevor der Tag begonnen hat, ist schon vorprogrammiert.

Ich kenne Frauen mit dreissig Jahren, die wissen morgens immer noch nicht was sie anziehen möchten. Die Mutter überfordert das junge Kind mit so einer Frage. Besser wäre es dem Kind mehrere Möglichkeiten zu geben, aus einer Auswahl die man bereits im Vorfeld  für das Kind getroffen hat. So suggeriert man dem Kind, dass es mit entscheiden darf, ein Mitspracherecht hat, z.B: „Wollen wir erst die Socken anziehen oder das T-shirt? Du entscheidest!“ „Würdest du gern den blauen oder roten Pullover anziehen? Du entscheidest!“

C) Erschafft Gelegenheiten, in denen eure kleinen Lieblinge euch helfen können. Ob es beim einräumen der Söckchen in die Schublade geht oder einfach nur etwas kleines tragen. Sie möchten mit eingebunden werden und mithelfen. Es stärkt auch ihr Selbstbewusstsein.  Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

2. Nur ein Kind, dass respektiert wird, respektiert  

„Wie man in den Wald ruft, so hallt es hinaus!“, besagt ein alter Spruch. Gleich verhält es sich mit dem Respekt. Viele Eltern glauben ihre Kinder müssten sie respektieren ohne, dass die Eltern das gleiche für ihre Kinder tun. Quasi eine Einbahnstrasse. Kinder lernen aber durch Nachahmung und vor allem was ihnen zuhause vorgelebt wird. Wenn Konflikte immer durch schreien gelöst werden kann man als Elternteil nicht erwarten, dass die Kinder es anders lösen werden in naher Zukunft.

Ein Kind gehört auch respektiert mit seinen Bedürfnissen und Wünschen. Wenn ich also z.B etwas von dem Kind möchte, z.B ihm mitteilen will, dass wir nun einkaufen gehen müssen, verlange ich nicht, dass es alles stehen und liegen lässt, und mir folgt. Frustration auf beiden Seiten wäre damit vorprogrammiert.

Ich kann z.B höflich sagen: „Wir müssen in fünf Minuten einkaufen gehen, würdest du bitte langsam zum Schluss kommen mit deinem Spiel?“ Oder am Spielplatz: „Du darfst noch drei mal rutschen, oder eine Sandburg bauen, dann müssen wir gehen. Verabschiede dich bitte von deinen Freunden!“ oder je nach dem.

Auch eine kleine Eieruhr kann hilfreich sein, um dem Kleinkind als zeitliche Orientierung zu dienen, die es neben sich hat oder eben in der Hosentasche.

Ein Kind das respektiert wird, ist dazu geneigt sich auch respektvoll gegenüber dem Erwachsenen zu verhalten und kooperativ zu sein. Freundlichkeit und Strenge, ein angemessenes Verhalten, der Situation entsprechend zeigt nicht nur Respekt für die Würde des Kindes, sondern auch der eigenen Würde gegenüber.

3. Humor

„Lachen ist die beste Medizin!“ auch in der Erziehung. Ja, auch mir ist nicht jeden Tag zum Lachen, aber Humor macht wirklich einiges leichter. Da kann es schon mal vorkommen, dass das Kitzelmonster zu den Kindern kommt, die ihre Spielzeuge nicht aufgeräumt haben. Humor ist eine Wunderwaffe! Man kann aus jeder noch so langweiligen Aktivität ein Spiel machen, das Spass macht. „Ich wette du kannst die Spielzeuge vom Boden nicht aufräumen bis ich bis 10 zähle…oder dein Lieblingslied singe…“ Der Phantasie und der Kreativität hier sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Niemand sagte, dass Elternschaft einfach sein würde, aber auch niemand behauptete, dass Erziehung bierernst sein muss.

Sicher geht das alles nicht von heute auf morgen und niemand it perfekt,  aber wie heisst es so schön: „Übung macht den Meister!“ 

Mehr zur Positiven Disziplin hier in Kürze.

Schönes Wochenende,

Nanny Anny

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Und ewig lockt ähmm…die Nanny?!

Ben Affleck, Gavin Rossdale, Jude Law, Ethan Hawke, Arnold Schwarzenegger, Robin Williams um nur einige bekannte Prominente zu nennen die ihre Frauen mit der Nanny betrogen. Zeitungen besonders in der USA aber auch in Deutschland geben natürlich den Nannys die Schuld, gar von der „Killer-Nanny“ ist die Rede. Entschuldigung? Was?

„In den USA, besonders in Hollywood, geht die Angst um. Eine neue Bedrohung ist aufgetaucht, und sie trifft ausgerechnet die Erfolgreichsten, die Ehrgeizigsten, die scheinbar Unangreifbaren – die Stars. Diese Bedrohung kommt zunächst harmlos daher, scheint freundlich, lustig, fürsorglich und selbstlos zu sein. Sie putzt, kocht, spielt mit den Kindern und räumt das Haus auf. Doch dann, wenn alle Vertrauen zu ihr gefasst haben, wenn sie fast schon ein Teil der Familie geworden ist, schlägt sie zu – die Killer-Nanny

Quelle: Die Zeit

Auf die Idee, dass es immer zwei braucht um Fremdzugehen kommt wohl niemand?! Und die Nanny von Arnold Schwarzenegger, bei allem Respekt, war wahrlich keine Augenweide. Hysterische Mütter in der USA setzen auf die totale Überwachung, als ob das die Lösung wäre. Wie wäre es dem Mann zu vertrauen? Und diese Hetze überall in der Presse, ist einfach unter aller Kanone! Aber es scheint im moment ja grosse Mode zu sein, gegen alles und jeden zu hetzten…

Mütter in der USA sind mittlerweile so besorgt, dass gutaussehende Nannys auf dem Markt schlechte Karten haben. Kameras werden installiert, Nannys total überwacht. Dabei wundere ich mich, welche Zaubertränke sie einsetzen um die Männer willenlos zu machen? Denn natürlich können wir alle zaubern wie Mary Poppins oder Nanny Mcphee und die Männer, die da verführt wurden, konnten sich gar nicht wehren. Jetzt sagt nur ihr habt das alles nicht gewusst? Ausserdem fliegen wir auf dem Besen durch die Nacht! Aber nun mal im Ernst. Es viel über das Selbstwertgefühl der Frau aus, und das Vertrauen in ihren Mann, wenn schon Kameras und Co. Installiert werden müssen. Wenn ich meiner Nanny meine Kinder anvertraue, sollte da schon eine gewisse Vertrauensbasis sein, oder?

Ich persönlich habe mich noch nie in einen meiner Vorgesetzten verliebt. Irgendwie finde ich den Gedanken auch nicht so prickelnd mit jemanden etwas anzufangen dessen Kinder man betreut. Und wie geht man um, mit einer Nanny die sich in den Arbeitgeber verknallt? Man sucht das Gespräch, am besten nicht zwischen Tür und Angel, klärt die Fronten, und vor allem vertraut man seinem Mann. Wenn es nicht anders geht, wird es wohl für alle Beteiligen am einfachsten, man findet gemeinsam eine Lösung wie z.B. einen neuen Arbeitsplatz für die Nanny. Aber ganz ehrlich? Das scheint ein „amerikanisches Prominenten“ Problem zu sein, denn ich persönlich kenne nicht eine einzige Nanny nach all den Jahren, die sich in ihren Arbeitgeber verknallt hat.

 

Schönes Wochenende

 

Nanny Anny

 

Ps. Der Blog ist nun auch beim Bloggeramt und über die App Blogbox zu lesen =)

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Interview Teil 2.

Wie versprochen kommt heute der 2.te Teil des Interviews mit Sigrid.

Sigrid blogt genau so lange wie ich, seit August 2015. Auch dir Sigrid: Herzlichen Glückwunsch zum kleinen halbjährigen Jubiläum! Sie ist Mutter von 2 Söhnen, war lange in der Elternarbeit tätig (Kindergarten, Grundschule und Gymnasium und ist nun pensioniert. Auf ihrem Blog geht es um Wandern, Reisen und Radeln. Ausserdem hat sie noch eine andere tolle Rubrik: Die Küchenplauderei. Aber schaut selbst!

Im 2.ten Teil geht es um das, für damals, späte Mutterglück und die Frage, ob sie selber ihre Kinder so erzogen hat, wie sie erzogen wurde, oder was sich änderte. Auch von ihrer  jahrelangen Arbeit als Elternvertreterin wird sie uns heute erzählen, wie sie die heutige Erziehung erlebt und was die den heutigen Eltern Rät…(oder eben nicht rät)

Viel Spass beim lesen und liebe Grüsse aus Bern!

Du wurdest ja spät Mutter, wie kam es dazu, man bekam ja früher noch relativ früh Kinder?

Das hatte sicher etwas mit meiner strengen Erziehung zu tun und auch, dass ich raus wollte, weg vom Land und viel erleben wollte, jedenfalls mehr als meine Eltern bzw. meine Mutter, die darin aufging Hausfrau und Mutter zu sein und die finanziell von meinem Vater abhängig war.  Sie hat das aber nie als Manko empfunden.  Für sie gab es keine andere Bestimmung als „Frau und Mutter“ zu sein, obwohl sie einen Beruf hatte.

Mein Wunsch war es dagegen Stewardess zu werden.  Damals ein absoluter Traumberuf für mich. Neben der Realschule lernte ich deshalb Spanisch. Englisch war ja Pflichtfach in der Realschule.  Leider musste ich früh erfahren, dass ich nicht die Standardmaße hatte. Ich war zu klein. Trotzdem lernte ich fleißig weiter und wollte Fremdsprachen-Korrespondentin werden. Das ging natürlich nicht ohne weitere schulische Bildung. Nach dem erfolgreichen Realschulabschluss setzte ich bei meinem Vater mit viel Überredungskunst durch, noch die Höhere Handelsschule besuchen zu dürfen.wo ich alles lernte, was für einen kaufmännischen Beruf wichtig war: Stenografie, Schreibmaschine schreiben, Buchhaltung, Volkswirtschaftslehre, Commercial English, Französisch und nebenbei noch eine komplette hauswirtschaftliche Ausbildung (kochen, nähen, stricken, häkeln).. Davon profitiere ich heute noch 🙂 Und auch „blind schreiben“ auf der Tastatur habe ich dort bereis mit 16 Jahren gelernt, was ich bis heute beherrsche und sogar später Realschülern in Kursen beigebracht habe.

Nachdem ich also so lange „gelernt“ hatte, wollte ich auch beruflich davon profitieren und erfolgreich sein. Vor allem aber finanziell unabhängig.   Als ich 21 Jahre alt war, zog ich erst mal zu Hause aus in eine eigene Wohnung. Das führte erst mal zu einem Bruch mit meinem Vater, der sich aber später wieder „kitten“ ließ.  Zudem zog ich kurze Zeit später mit meinem Freund zusammen – in „wilder Ehe“ und wir trotzten allen Überredungskünsten doch heiraten zu müssen. Zusammenleben ohne zu heiraten war Anfang der 70er Jahre zwar schon möglich, aber durchaus noch „unmoralisch“.

Von 18 bis 35 war ich ununterbrochen berufstätig  und habe sehr gut verdient.  Mein damaliger Freund studierte damals noch längere Zeit und ich sorgte durch mein gutes Einkommen für solide finanzielle Verhältnisse, die uns erlaubten viele Reisen zu unternehmen.  Als er dann auch verdiente, galt es erst mal das Leben zu genießen, Reisen zu machen, völlig unabhängig entscheiden zu können, was wir beruflich machen wollten. Wir hatten ja keine Existenzängste so ganz ohne Kinder.   Wir konnten uns vieles leisten und mussten auf nichts verzichten.

Ich war damals der Meinung – und bin es bis heute – dass man Kinder erst in die Welt setzen sollte, wenn man selbst beruflich und finanziell etwas erreicht hat, charakterlich gefestigt ist, den Kindern eine solide Basis bieten kann – für uns war es damals sogar das eigene Haus – das wir gekauft haben. Finanzielle Sicherheit war uns sehr wichtig bevor wir Kinder bekamen, denn wenn schon Kindern, dann wollten wir auch, dass ein Elternteil für sie voll und ganz da ist und die Kinder ein „Nest“ haben und nicht von anderen betreut werden müssen.  Deshalb bekam ich meine beiden Söhne mit 35 und 38 Jahren und war die älteste Mutter weit und breit.  Ich habe das nie bereut, hatte nie das Gefühl wegen der Kinder auf etwas verzichten zu müssen.  Finanziell gut gestellt in dem Alter, konnten wir auch weiterhin mit den Kindern Reisen unternehmen und ihnen Wünsche erfüllen, was mit einem kleineren Verdienst einfach nicht möglich gewesen wäre.

Hast du deine Kinder genauso erzogen wie du erzogen wurdest, oder was hatte sich in der Zwischenzeit verändert?

Manche Prinzipien habe ich tatsächlich von meinen Eltern übernommen, so z.B. dass ich glaube ich recht konsequent war, aber immer alles ausführlich mit meinen Jungs besprochen und unglaublich viel mit ihnen unternommen und gespielt habe. Die drei Z finde ich heute noch richtig: Zeit, Zuwendung, Zärtlichkeit. Genau hinhören, sich die Zeit nehmen, die ein Kind braucht, geduldig sein, viel schmusen und knuddeln, in den Arm nehmen, trösten, Verständnis zeigen, Talente und Fähigkeiten fördern, sei es in der Schule oder beim Sport.   Halt einfach eine liebevolle Erziehung mit ganz viel Verständnis, aber auch konsequent sein. Nein ist nein und darüber wird nicht diskutiert – z.B. Fernsehen,  lange aufbleiben, Hausaufgaben nicht erledigen.   Da war ich streng und darüber gab’s keine Diskussion.  Weil eines wollte ich nie: Dass mir die Kinder auf der Nase herum tanzen und überhaupt keine Regeln akzeptieren.  Denn Kinder brauchen Halt und Verlässlichkeit.

 

Wie hast du die Elternarbeit erlebt in den Schulen?

Da ich über einen langen Zeitraum Elternarbeit gemacht habe – ca. von 1991 bis bis 2007 – ist diese Frage zu allgemein.Anfangs in der Grundschule hat die Elternarbeit viel Freude gemacht, das Organisieren von Schulfesten, Ausflügen, Feiern war interessant, bereichernd und lehrreich.  Ich müsste also  weit ausholen, weil sich da so viel verändert hat, aber ganz allgemein gesagt, ich fand es zum Schluss – also am Gymnasium und kurz vor dem Abitur –  ungemein anstrengend, weil die Eltern sich viel häufiger und vehementer „eingemischt“ haben und die pädagogischen Fähigkeiten von Lehrern oft in Frage gestellt wurden, wenn die Noten nicht den Erwartungen entsprachen.

Mein Eindruck ist, dass sich die Einstellung der Eltern zu Schule und Lehrern sich sehr verändert hat, aber das mag subjektiv sein.

 

Elternarbeit im Kindergarten ist was völlig anderes als in der Grundschule und später im Gymnasium, wo alle unter Druck sind, gute Noten brauchen und Stress mit Lehrern sich auch direkt darauf niederschlägt.   Wie gesagt, waren im Kindergarten alle noch völlig entspannt, wurde das Klima zwischen Eltern und Lehrern später –  kurz vor den Abiturprüfungen –  viel rauer.

 

 

Wie erlebst du die Erziehung / Eltern / Kinder heute? (Enkelkinder?)

Keine Meinung, da ich keine Enkelkinder und wenig Einblick habe bei anderen Großeltern. Fast alle meine Freundinnen haben noch keine eigenen Enkelkinder und deshalb mag ich mir da keine Meinung bilden.

Was mich allerdings sprachlos gemacht hat:  Im Urlaub haben junge Eltern ihre Kinder mit Tablets (Video) bespaßt, um in Ruhe essen zu können.  Also Tablet aufgestellt, Video an  und Kind war ruhig gestellt – Kinder unter einem Jahr.  Wir haben uns gefragt, ob das wirklich nötig ist.

Was würdest du den Eltern heute raten?

Steht mir nicht zu Eltern was zu raten.  Heutzutage wachsen die Kinder in einer völlig anderen Umwelt auf als damals meine Söhne  – 1987 und 1989 – geboren sind sie  noch weitgehend ohne Medieneinflüsse aufgewachsen – Handys gab es glaube ich erst als die so 10 Jahre alt waren.  Fernsehen durften sie nur mit mir zusammen schauen und auch nur sehr, sehr selten. Erst als sie älter waren, wurde der Fernsehkonsum aufgestockt.  Eigene TV-Geräte im Zimmer gab es erst ab 15 Jahren.   Ich weiß nicht, wie es heute wäre, Kinder zu erziehen. Ich glaube schwieriger!

 

 

 

 

 

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Die Rolle des Vaters

Heute gibt es einen Beitrag von einem Papa, auf den ich mich sehr freue. Danke Thommay!
Besonders gut gefällt mir, wie er schreibt, so locker von der Leber weg, aber schaut selber rein!
Gestern lief auf 3Sat der Film Elementarteilchen. Ich drücke mich um deutsche Liebeskomödien aber meine Frau kontrolliert die Fernbedienung. Manche Männer würden das nie zugeben – in der Kneipe lieber prahlen mit „Wenn Schalke spielt, hat die Alte ruhig zu sein und Bier zu holen.“ Wenn sie dann mit Bierfahne nach Hause kommen, verdrücken sie sich lieber heimlich auf die Couch, statt sich die verdiente Standpauke ihrer Frau anzuhören. Wer hat hier das Sagen? Ich gebe Entwarnung, die meisten Männer sind nicht so.
Auch der 3Sat-Film beginnt mit einer klischeehaften Szene – typisch deutsche Komödie eben – Moritz Bleibtreu alias Bruno verabreicht seinem Baby eine Viertel Schlaftablette, damit er in Ruhe weiter an seinem Manuskript arbeiten kann. Ich denke an die typischen Till Schweiger-Komödien. Mit seinem begrenzten schauspielerischen Talent bringt er 2009 in Zweiohrküken über 6 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos. Warum ist das so und warum ziehen scharenweise Frauen ihren Mann mit in den Kinosaal? Der Stern schreibt: „…weil er eine Gesellschaft propagiert, die es zum Glück nicht mehr gibt, die aber offensichtlich viele vermissen. Und nicht nur Männer…“
Weil es haufenweise solcher primitiven Beispiele in der deutschen Medienlandschaft gibt, die sich offensichtlich wunderbar kommerzialisieren lassen (Marion Bath füllt Stadien!), steht man als Vater in seiner Rolle erstmal ziemlich schlecht da. Als Vater hat man den Nachteil, dass man bei der Betreuung von Kindern erstmal aufholen muss. Geschlechterspezifisch hat die frischgebackene Mutter schon im frühen Kindheitsalter Puppen an- und ausgezogen, Papa hat im Sandkasten gebaggert. Und die Gesellschaft trichtert genau das dem jungen Vater in den Kopf ein: „Du bist eine zweitklassige Erziehungsperson!“ – Bist du nicht!
Manche Väter sehen das schnell ein. „Die Frau macht alles, kann eh besser wickeln, das Kind besser beruhigen, weiß es sowieso besser und gibt mir als Mann nen Anschiss, wenn ich was verkehrt mache. Da kann ich mich auch gleich auf meine Karriere konzentrieren. Elternzeit? Was für linke Spinner und Weicheier – für Frauenversteher.“ In meinem letzten Vorstellungsgespräch wollte der Abteilungsleiter mich damit werben: „Wenn Sie Kinder haben, dann ist dies der optimale Job für sie. Hier müssen sie oft und viel reisen und haben dann Ruhe vor dem Blag.“ Ich habe mich bedankt, das Jobangebot abgelehnt und bin zu meiner Tochter gefahren. Männer, seid ein Mann und nicht ein blöder Karrieretyp, der seine Angst bei der Kinderbetreuung zu versagen hinter einem hochpreisigem SUV versteckt. Traut Euch. Wickelt, betüdelt, schunkelt in den Schlaf – wischt die Kacke weg! Die Kinder danken es Euch. Jeder Tag wird zu einem Glückserlebnis, wenn meine kleine Tochter schon auf mich wartet wenn ich von der Arbeit komme und mich mit einem breiten Grinsen und einem liebevollen „Papa“ begrüßt wenn sich die Tür öffnet. Verdient Euch das! Dafür kann man auf 100 Kneipenabende mit Kumpels verzichten. Männer, werdet mutiger und nehmt die Verantwortung an!
Frauen, findet ihr einen nach Bier stinkenden Schalke-Fan, der einen kreditfinanzierten SUV fährt und blöde Sprüche kloppt wirklich sexier als einen fürsorglichen Familienvater? Dann geht ins Kino und schaut Euch Schweiger und Co. an, aber lasst uns Männer damit in Ruhe. Hört verdammt nochmal auf zu meckern, wenn wir etwas anders machen als ihr. Anders ist nicht falsch. Angeschnautzt zu werden, wenn man den Body verkehrt herum anzieht, die Windel eine Nummer zu groß ist oder man den falschen Brei eingekauft hat ist demotivierend und fördert den Kneipenbesucher in uns. Ihr müsst cooler werden, den Mann auch Fehler machen lassen.
Jetzt habe ich ganz schön moralapostelt. Aber mich nerven solche blöden Stereotypen im Fernsehen einfach an und noch mehr Leute die sich so oder so verhalten nur weil sie denken dies aufgrund ihres Geschlechtes so tun zu müssen. Sind dann schwule Paare vielleicht sogar die besseren Eltern? Könnte man jetzt fragen. Was soll die Diskussion? Gute Eltern sind welche, die die Herausforderung annehmen und sich liebevoll dem Kind zuwenden und ich glaube, dass dies selbst ein Till Schweiger tut und auch die meisten Schalke-Fans.
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Herbstspecial

Herbstspecial

Meine lieben, die Tage werden kürzer, die Temperaturen gehen in den Keller, die Blätter werden bunter-der Herbst ist da! Deswegen habe ich mir etwas tolles für euch überlegt: Ein Herbstspecial! Tolle Rezepte, Bastelideen, Kochrezepte und vieles mehr. Viel Spass beim stöbern!

Ich möchte mit einem tollen, leckeren Kuchen von Zucker, Zimt und Liebe anfangen:

Apfel Gugelhupf mit Zimt und Walnüssen
Zutaten:

340g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Zimt
1 Prise Salz
3 Eier
200g Zucker
240ml Sonnenblumenöl
2 mittelgroße Äpfel, geschält, entkernt und geraspelt (meine wogen vor dem Schälen, Entkernen und Raspeln zusammen ca. 350g)
50g Walnüsse, grob gehackt

Puderzucker

1.) Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform fetten und ausmehlen.
2.) Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zimt mischen und beiseite stellen.
3.) Eier, Zucker und Öl mit dem Handrührgerät mischen, bis eine helle, cremige Masse entsteht. Nun mit einem Kochlöffel die Apfelhobel darunter heben.
4.) Die Mehlmischung darüber sieben und gemeinsam mit den Walnüssen unterheben, bis ein homogener Teig entsteht.
5.) Den Teig in die vorbereitete Form füllen und den Kuchen ca. 50-60 Minuten lang backen. Ob der Kuchen fertig ist, lässt sich leicht mithilfe eines hineingepieksten Holzstäbchens feststellen.
6.) Den Kuchen dann aus dem Ofen holen, leicht abkühlen lassen und auf ein Kuchengitter stürzen. Nach Lust und Laune mit Puderzucker oder Zuckerguss garnieren.
7.) Nein, es spricht nichts dagegen, das gleiche noch mal mit Birne zu versuchen.

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Guten Appetit =)

Auch ganz lecker:

Herbstlicher Nachtisch

Zutaten

250 gramm Mascarpone

250 gramm Magerquark

3 Äpfel

Weißen und braunen Zucker

Die Äpfel schälen und im Topf weich dünsten. Mit dem weißen und braunen Zucker abschmecken. Mascarpone und Magerquark mischen. Die gedünsteten Äpfel in ein Glas füllen, erkalten lassen und dann die Quarkmischung darauf verteilen. Etwas Zimt darüber….fertig !

Rezept: Lebe deinen Traum

Die etwas andere Lasagne, aber genau so fein=)

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Zutaten

Für 4 Portionen
750 g Hokaido Kürbis
2 St. Zwiebeln
3 El Olivenöl
Salz, Cayennepfeffer
0,5 Tl Zimtpulver1 El gehackten Thymian
500 g passierte Tomaten
275 ml Fleischbrühe
400 ml Milch geriebene Muskatnuss
3 El Saucenbinder
125 g fein geriebener Bergkäse
200 g Lasagneblätter
50 g grobe Semmelbrösel
4 Stiele Thymian
1. Kürbis waschen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und das Kürbisfleisch ungeschält würfeln. Zwiebeln würfeln.

2. Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Kürbis und Zwiebeln darin anbraten. Mit Salz, Cayennepfeffer, Zimt und Thymian würzen. Tomaten und 125 ml Brühe  . 8-10 Min. schmoren.

3. Milch und 150 ml Brühe in einen Topf geben. Mit Salz und Muskat würzen, aufkochen und mit Saucenbinder binden. Topf von der Herdplatte ziehen und die Hälfte vom Käse nach und nach unterrühren.

4. Lasagneblätter, Kürbissauce und Käsesauce abwechselnd in eine Auflaufform (20×25 cm) schichten. Mit Käsesauce abschließen. Restlichen Käse und Semmelbrösel darüberstreuen.

5. Im heißen Ofen bei 200° (Umluft 180°) auf der mittleren Schiene 30-35 Minuten backen und mit Thymian bestreut servieren.

Rezept: Essen und Trinken

Und noch 8 weiter leckere Rezepte:

8 Herbstrezepte der Salzburger Blogger

Da ich sehr musikalisch bin und die meisten Kinder singen lieben, auch noch ein paar Herbstlieder. Das erste gefällt mir besonders gut, da es ein Fingerspiel ist. Ich habe bewusst nicht nur die Texte genommen, da man meistens auch noch eine Melodie dazu braucht 😉

In der Krippe war auch das einer meiner Favouriten, auch daraus lässt sich ein Fingerspiel zaubern, aber das überlasse ich eurer Phantasie.

Auch dieser Klassiker darf nicht fehlen:

Und natürlich der Drache, hier die Bastelanleitung:

http://www.familie.de/diy/drachen-selbermachen-so-geht-s-539549.html

Etwas Deko gefällig? Himmelblau hat da was tolles für euch gebastelt.

Du benötigst: schöne bunte Blätter ( sind nicht getrocknet), Blumendraht oder auch Basteldraht ( nicht so breiten ) und eine Vase oder Gläser für Teelichter.
Die Blätter werden nun um das Gläser gelegt und mit dem Draht umwickelt. Nun Kerze oder Teelicht hinein und Fertig! Geht schnell und ist zauberhaft anzusehen!

 Hier gibts tolle Ausmalbilder:

http://www.gratismalvorlagen.com/natur/herbst.php

Einfache Bastelanleitungen für grössere Kinder findet ihr auch hier. Find das immer toll, wenn sich ein Bild auch so schön anfühlt wie es aussieht.

http://deavita.com/bastelideen/herbst-basteln-vorlagen-kinder-ideen.html

So, das war es erst mal von mir. Geniesst den Herbst meine lieben, ich tue es auf jeden Fall.

Liebe Grüsse aus Berlin

Nanny Anny